Was einen Überraschung! Karina hatte bei ihrer Kuh Rosi doppeltes Glück. Doch nicht beide Kälber machten einen fitten Eindruck. Über den schweren Start der beiden erzählt Karina in ihrem neuen Blogeintrag.

Zwei kleine Wunder

Was für eine Überraschung! Karina hatte bei ihrer Kuh Rosi doppeltes Glück. Doch nicht beide Kälber machten einen fitten Eindruck. Über den schweren Start der beiden erzählt Karina in ihrem neuen Blogeintrag.

Hallo ihr Lieben!

Bergbäuerin Karina aus der Steiermark.

Bergbäuerin Karina aus der Steiermark.

Meistens haben wir im Juli oder August mehrere Kühe, die kalben sollten. Über was wir uns besonders gefreut haben: Unsere Kuh Rosi hat die Zwillinge Resi und Rambo bekommen! Die beiden sind zwei Wochen zu früh ohne Hilfe zur Welt gekommen. Das erste Kalb war normal groß, deshalb waren wir über das zweite Kalb überrascht.

An Zwillingen ist erstmal nichts so besonders. Dafür aber an ihrer Geschichte. Es war lange nicht sicher, ob ich sie so erzählen kann.

Denn die Zeit seit ihrer Geburt war von Höhen und Tiefen gezeichnet und hat auch ein paar Nerven ausradiert. Denn obwohl der Stier Rambo fit und vital war, hatte Resi Fruchtwasser abbekommen, wollte nicht trinken und machte einen schwachen Eindruck. Der Tierarzt hat dann eine Behandlung gestartet und uns auch etwas dagelassen, um einer Lungenentzündung vorzubeugen. Nach dem Tierarztbesuch war unsere Resi wie ausgewechselt und wollte auch gleich bei ihrer Mutter trinken. Das vorher lebensschwache Kalb so munter zu sehen, war wirklich ein schöner Moment, bei dem ich mich von ganzem Herzen gefreut habe.

Die erste Freude hielt leider nicht so lange an, denn Resi hatte noch immer Probleme beim Atmen und ihr Bruder war zwar fit, hatte aber leichtes Fieber. Als dann Resi nach vier Tagen auch zu fiebern begann, musste der Tierarzt wieder ran. Diesmal bekamen beide u.a. Antibiotika, denn Resi hatte schon eine leichte Lungenentzündung und bei Rambo wollten wir so etwas (leider erfolglos, wie sich herausstellte) verhindern.

Was einen Überraschung! Karina hatte bei ihrer Kuh Rosi doppeltes Glück. Doch nicht beide Kälber machten einen fitten Eindruck. Über den schweren Start der beiden erzählt Karina in ihrem neuen Blogeintrag.

Mit Zwillingen hat Mutterkuh Rosi viel zu tun. Foto: privat

Ab da waren sie unsere Sorgenkinder, denn eine Lungenentzündung bei frisch geborenen Kälbern kann sehr schnell böse enden. Die Diagnose „Lungenentzündung“ war bei Kälbern immer ein Worst-Case-Szenario für mich. Leider verschlechterte sich ihr Zustand. Das Fieberthermometer zeigte immer erhöhte Temperaturen bis 41°C an und die beiden hatten mit einer ernsten Lungenentzündung zu kämpfen. Trotz Behandlung wurde sie schlechter. Das Antibiotika zeigte keine richtige Wirkung und auch ein Wechsel brachte nicht den gewünschten Erfolg. Das Fieber ging zwar immer kurz leicht zurück, nur um dann wieder schlimmer zu werden. Es war zum Verzweifeln!

Aber erstaunlicherweise tranken beide trotzdem sehr brav und waren trotz allem die ganze Zeit über vergleichsweise fit und munter. Auch ihre Mutter kümmerte sich brav um alle zwei und die Zwillinge hatten sich recht schnell einiges von ihr abgeschaut, wie z.B. das Heu fressen.

Was einen Überraschung! Karina hatte bei ihrer Kuh Rosi doppeltes Glück. Doch nicht beide Kälber machten einen fitten Eindruck. Über den schweren Start der beiden erzählt Karina in ihrem neuen Blogeintrag.

Rambo und Resi sind zum Glück beide wieder wohl auf. Foto: privat

Auf eine Behandlungsdauer von mehreren Tagen kamen ein oder zwei Fieberfreie. Um sie ein bisschen zu unterstützen (und sich nicht ganz so hilflos zu fühlen), versuchte ich vorsichtig ein paar Hausmittel. Leider bekamen sie wieder Fieber und so langsam wusste keiner mehr, was wir noch machen sollten. Die Kälber lebten, waren aber noch nicht gesund, besonders das Fieber hielt sich hartnäckig. Wie die ganze Sache ausging, wusste eigentlich keiner, denn die Lage war leider ziemlich angespannt.

Wir versuchten es weiter und nach insgesamt ca. zwei Wochen ständiger Auf und Ab´s schlug ein Medikament an! Nach mehreren Tagen ohne Fieber traute man sich endlich zu sagen: Die Zwei haben es geschafft! Mir ist ein riesen Stein vom Herzen gefallen und ich bin einfach nur unendlich erleichtert und dankbar. Und natürlich bin ich mächtig stolz, wie die beiden sich seit Tag eins trotz allem entwickelt haben und jetzt mit den anderen Kälbern spielen oder im Stroh herumhüpfen, als wäre nichts gewesen.

Was einen Überraschung! Karina hatte bei ihrer Kuh Rosi doppeltes Glück. Doch nicht beide Kälber machten einen fitten Eindruck. Über den schweren Start der beiden erzählt Karina in ihrem neuen Blogeintrag.

Alle Arbeit hat sich gelohnt. Foto: privat

Diese Story wollte ich mal loswerden, um einen Einblick in die schwierigen Seiten der Tierhaltung zu geben. Denn wenn man Tiere hält,  gibt es leider nicht nur eitel Sonnenschein. Oft steckt man viel Zeit, Sorgen und Mühen hinein, wenn beispielsweise eines krank wird. Umso schöner ist es dann, wenn die Geschichte wie in diesem Fall mit einem Happy End endet. Denn schließlich versuchen wir, unser bestmögliches für das Tier zu tun. Es ist wie ein kleines Wunder, dass beide es so gut überstanden haben und das Glück auf unserer Seite war. Und an dieser Stelle: Danke an alle Tierärzt*innen, die den Landwirten und Tieren helfen und zur Seite stehen, denn ohne euch wären solche Wunder nicht möglich!

 

Alles Liebe,

eure Karina

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