Das Gras wächst und die Kühe können wieder auf die Weide. Doch zuerst müssen bei Karina die Zäune überprüft werden. Wie das Ganze abläuft, erklärt sie Dir hier.

Zaunbau in den Bergen

Das Gras wächst und die Kühe können wieder auf die Weide. Doch zuerst müssen bei Karina die Zäune überprüft werden. Sie erklärt Dir, was U-Hagerl und Stipfel damit zu tun haben.

Bergbäuerin Karina aus der Steiermark.

Bergbäuerin Karina aus der Steiermark.

Griass Eich!

Während anderswo die Kühe schon das erste saftige Gras auf der Weide genießen dürfen, müssen wir uns noch für die Weidesaison rüsten. Heißt im Klartext: Erstmal „zäunen“. Denn bei uns werden die Kühe nicht nur von Elektrozäunen, sondern auch von Stacheldrahtzäunen am Ausbüxen gehindert.

Das Gras wächst und die Kühe können wieder auf die Weide. Doch zuerst müssen bei Karina die Zäune überprüft werden. Wie das Ganze abläuft, erklärt sie Dir hier.

Jeder Weidepfahl muss auf seine Festigkeit überprüft werden. Foto: privat

Alle unsere Wiesen sind außenrum mit Stacheldraht eingezäunt, der zwei Mal gespannt ist. Die ertragreichsten und am besten befahrbarsten Flächen sind Mähweiden. Diese mähen wir bis zu drei Mal, danach wird geweidet. Die übrigen Flächen nutzen wir eigentlich nur als Weiden. Die Stacheldrahtzäune müssen einmal im Jahr kontrolliert und instandgehalten werden. Für diese Arbeit sind wir normalerweise zu zweit, so kommen wir gut voran.

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Die Pfähle werden nach Ast- und Wipfelstipfel unterschieden. Foto: privat

Das ganze Prozedere sieht wie folgt aus:

Jeder einzelne Stipfel (Weidepfahl) wird auf seine Standfestigkeit geprüft. Ist er locker und nicht abgemodert, wird er einfach weiter eingeschlagen, ansonsten muss er ausgetauscht werden. Wir verwenden hauptsächlich Weidepfähle aus Lerchen- oder Fichtenholz. Dabei muss wiederum zwischen Ast- und Wipfelstipfel (ja, die heißen so) unterschieden werden. Aststipfel sind einfach langlebiger und damit bevorzugt.

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Der Stacheldraht wird mit U-Hagerl am Pfahl befestigt. Foto: privat

Um das ganze Equipment nicht ewig weit schleppen zu müssen, wird alles mit dem Traktor so weit wie möglich transportiert. Mit im Gepäck sind dabei ein breites Angebot an Pfählen, Stacheldraht, Hammer, „U-Hagerl“ (schlaufenförmige verzinkte Nägel), Beißzangen und die sogenannte Kleestange. Diese hat ein spitzes Ende, um ein Loch für die Stipfel vorzubereiten und ein breites Ende, um diese dann auch einzuschlagen. Die Kleestange hat ein ziemlich hohes Eigengewicht, was beim Einschlagen natürlich von Vorteil ist.

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Das ganze Equipment wird mit dem Traktor transportiert. Foto: privat

Dieses Jahr mussten die Zäune nicht nur instandgehalten, sondern teilweise auch komplett versetzt werden. Außerdem mussten wir auch für Holzschlägerungsarbeiten einige Zäune abnehmen. Inzwischen sind fast alle Flächen frisch eingezäunt, einzig die Pachtflächen fehlen noch. Viel fehlt also nicht mehr, bis die Ladys wieder frisches Gras genießen können.

Bis bald,

Eure Karina

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