Alles vier Wochen verarbeitet eine mobile Käserei die Milch von Friderikes Kühen direkt auf ihrem Hof zu leckerem Käse. Und weil es sich um Rohmilchkäse handelt, ist der Geschmack immer wieder eine kleine Überraschung.

Wie man Käse macht

Alle vier Wochen verarbeitet eine mobile Käserei die Milch von Friderikes Kühen direkt auf ihrem Hof zu leckerem Käse. Und weil es sich um Rohmilchkäse handelt, ist der Geschmack immer wieder eine kleine Überraschung.

Friderike bloggt aus Niedersachsen über Käse, Kühe und Kinder.

Friderike bloggt aus Niedersachsen über Käse, Kühe und Kinder.

Liebe Hofhelden,

heute möchte ich euch mal berichten wie wir unseren Käse produzieren. Alle 4 Wochen kommt unsere mobile Käserei auf den Hof und verkäst 1000 oder 2000l Milch von uns. Das hängt immer davon ab wie viel Käse wir noch im Lager haben und welche Märkte in den nächsten Monaten anliegen.

Friderike-Käse (4)

Alle vier Wochen wird auf unserem Hof gekäst. Foto: privat

Wir beginnen immer um 6 Uhr morgens. Die Kühe werden gemolken und der Käser baut alles für das Käsen auf. Stromanschlüsse, Wasseranschluss und auch Abwasser müssen verlegt werden.

Während ich melke, beginnt der Käser, die warme, frisch gemolkene Milch in seinen 1000 l Kessel zu pumpen. Dort wird sie erhitzt und verarbeitet. Es werden Milchsäurebakterie und Lab dazu gegeben.

Alles vier Wochen verarbeitet eine mobile Käserei die Milch von Friderikes Kühen direkt auf ihrem Hof zu leckerem Käse. Und weil es sich um Rohmilchkäse handelt, ist der Geschmack immer wieder eine kleine Überraschung.

Im Kessel werden Milchsäurebakterien und Lab zur erhitzten Milch gegeben. Foto: privat

Das Lab stammt ursprünglich aus dem Kälbermagen. Es dient dazu, dort die Milch zu verdauen. Vor vielen Jahren haben die Menschen es entdeckt und verwenden es nun zur Käseproduktion. Mittlerweile kann es auch schon nachgebaut werden und nennt sich dann „mikrobielles Lab“.

Alles vier Wochen verarbeitet eine mobile Käserei die Milch von Friderikes Kühen direkt auf ihrem Hof zu leckerem Käse. Und weil es sich um Rohmilchkäse handelt, ist der Geschmack immer wieder eine kleine Überraschung.

Dank des Labs und durch schneiden der Milchmasse entsteht der Bruch. Foto: privat

Nun muss das Lab seiner Arbeit nachgehen und die Milch „dicklegen“. Dabei entsteht die Gallerte. Diese dicke Milchmasse wird geschnitten, damit kleine Flocken entstehen. Je nach Art des Käses müssen sie mal größer und mal kleiner sein. Unser Bergkäse hat deutlich kleinere Flocken als die milde Sorte.

Alles vier Wochen verarbeitet eine mobile Käserei die Milch von Friderikes Kühen direkt auf ihrem Hof zu leckerem Käse. Und weil es sich um Rohmilchkäse handelt, ist der Geschmack immer wieder eine kleine Überraschung.

Der Bruch wird dann in die Formen abgefüllt. Foto: privat

Anschließend wird der Bruch (so nennt man die Flocken) mit Wasser „gewaschen“, dabei wird die Molke verdünnt.

Dann kann alles in die Formen abgefüllt werden und bei unseren Kräuterkäsen wie Bockshornklee, Pfeffer oder italienische Kräuter kommen nun die Kräuter dazu. Der Bruch darf kurz in der Form verweilen, bevor er gedreht wird, um eine gleichmäßige Form zu erhalten.

Alles vier Wochen verarbeitet eine mobile Käserei die Milch von Friderikes Kühen direkt auf ihrem Hof zu leckerem Käse. Und weil es sich um Rohmilchkäse handelt, ist der Geschmack immer wieder eine kleine Überraschung.

Bei Kräuterkäsen kommen die Kräuter direkt mit dem Bruch in die Formen. Foto: privat

Anschließend wird der Käse 6 Wochen in einem speziell temperierten und klimatisierten Raum zum Reifen gelagert. Dort liegt er auf Holzbrettern, wird regelmäßig gewendet und mit Salzwasser abgewaschen, um die Rinde zu bilden.

Da unser Käse aus Rohmilch produziert wird, muss die Qualität der Milch stimmen, denn die Temperaturen die beim Rohmilchkäse verwendet werden, töten keine Keime oder Bakterien ab. Unser Käse ist auch nie gleich, denn unsere Milch ist auch fast jeden Tag anders. Mal ist der Fettgehalt höher oder tiefer, ähnlich mit dem Eiweißgehalt.

Alles vier Wochen verarbeitet eine mobile Käserei die Milch von Friderikes Kühen direkt auf ihrem Hof zu leckerem Käse. Und weil es sich um Rohmilchkäse handelt, ist der Geschmack immer wieder eine kleine Überraschung.

Der Käse wird gedreht, damit er seine Form behält. Foto: privat

Bei industriell produziertem Käsen wird die Milch vorher erhitzt, um alle Keime und Bakterien abzutöten. Anschließend wird die Milch in ihre Einzelheiten zerlegt, das Fett wird herausgenommen, das Eiweiß wird extrahiert und anschließend wird alles wieder passgenau zusammen geführt. Das das nicht mehr viel mit der Milch aus dem Euter zu tun hat, ist wohl klar. Aber dadurch erhält man den immer gleichbleibenden Geschmack, die immer gleiche Form und das immer gleiche Aussehen.

Alles vier Wochen verarbeitet eine mobile Käserei die Milch von Friderikes Kühen direkt auf ihrem Hof zu leckerem Käse. Und weil es sich um Rohmilchkäse handelt, ist der Geschmack immer wieder eine kleine Überraschung.

Der Geschmack unseres Käses ist immer eine kleine Überraschung. Foto: privat

So gesehen ist unser Käse in gewisser Weise immer eine kleine Überraschung, da er dann doch mal anders schmecken kann als beim letzten mal. Lecker ist er aber immer 🙂

Bis bald,

Eure Friderike

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Friderike ist als Hofheld-Bloggerin exklusiv powered by KTBL. Was auf ihrem Hof sonst so los ist, zeigt sie Dir hier.

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