Während eines Ernteeinsatzes ist Leo zum ersten Mal auf den Dinkelanbau aufmerksam geworden. Die Kultur hat dabei sein Interesse so sehr geweckt, dass er die Getreideart zukünftig auch anbauen wird. Was den Dinkel von anderem Getreide unterscheidet berichtet er Dir in seinem Blogbeitrag.

Mit Dinkel in die Zukunft

Während eines Ernteeinsatzes ist Leo zum ersten Mal auf den Dinkelanbau aufmerksam geworden. Die Kultur hat dabei sein Interesse so sehr geweckt, dass er sie zukünftig auch anbauen wird. Was den Dinkel von anderen Getreidearten unterscheidet, berichtet Dir der Energielandwirt in seinem Blogbeitrag.

Energielandwirt und AgrarScout Leo aus Bayern.

Energielandwirt und AgrarScout Leo aus Bayern.

Liebe Hofhelden,

nachdem sich meine letzten Beiträge um die Ernte und die Erlebnisse Drumherum drehten, fangen wir heute wieder von vorne an. Denn wer ernten will muss (meistens) auch säen.

Ich habe meinen Vater davon überzeugen können etwas Neues auszuprobieren. Wir haben zum ersten Mal Dinkel ausgesät!

Während eines Ernteeinsatzes ist Leo zum ersten Mal auf den Dinkelanbau aufmerksam geworden. Die Kultur hat dabei sein Interesse so sehr geweckt, dass er die Getreideart zukünftig auch anbauen wird. Was den Dinkel von anderem Getreide unterscheidet berichtet er Dir in seinem Blogbeitrag.

Dinkelernte auf einem Biolandbetrieb. Der Erntetag hat Leos Interesse an der Kultur Dinkel geweckt. Foto: Rösel

Warum Dinkel?

Das Bewusstsein für die eigene Ernährung ist im Wandel. Die Bevölkerung möchte immer weniger Fleisch essen. Auch beim Brot wird immer mehr auf Urgetreide und Vollkorn gesetzt. Diesem Trend wollen wir Rechnung tragen und das produzieren was die Leute essen wollen.

Ein weiterer Grund für den Dinkel war ein Ernteerlebnis (haha, schon wieder ein Ernteerlebnis) im Sommer, wo ich für einen Biobetrieb Dinkel dreschen konnte. Der Landwirt hat mir von seinem langjährigen Dinkelanbau erzählt, von seiner Vermarktung und vor allem davon, wie genügsam die Kultur ist. Das hat mein Interesse für diese Getreideart noch mehr geweckt und ich habe begonnen mich mehr mit dem Thema auseinander zu setzen.

Während eines Ernteeinsatzes ist Leo zum ersten Mal auf den Dinkelanbau aufmerksam geworden. Die Kultur hat dabei sein Interesse so sehr geweckt, dass er die Getreideart zukünftig auch anbauen wird. Was den Dinkel von anderem Getreide unterscheidet berichtet er Dir in seinem Blogbeitrag.

Dinkelaussaat bei goldenem Herbstwetter. So hat der Dinkel gute Startbedingungen für eine erfolgreiche Ernte bekommen. Foto: Rösel

Wie läuft der Anbau ab?

Anders als bei unseren „Cashscrops“ (Marktfrüchten) Weizen und Gerste ist der Markt für Dinkel eher klein. Nach Rücksprache mit verschiedenen Landhändlern wurde mir empfohlen, Dinkel nicht ohne Anbauvertrag auszusäen. Auch beim Saatgut gibt es immer Engpässe für spontane Aktionen.

Diesen Rat habe ich befolgt, nach der Sondierung der Marktlage und der möglichen Erlöse habe ich mit einem meiner Landhändler einen Anbauvertrag abgeschlossen, mit dem Deal das passende Saatgut zu bekommen. Den Anbauvertrag für die Ernte 2021 haben wir schon im September 2020 abgeschlossen. Das Saatgut wurde zügig geliefert.

Während eines Ernteeinsatzes ist Leo zum ersten Mal auf den Dinkelanbau aufmerksam geworden. Die Kultur hat dabei sein Interesse so sehr geweckt, dass er die Getreideart zukünftig auch anbauen wird. Was den Dinkel von anderem Getreide unterscheidet berichtet er Dir in seinem Blogbeitrag.

So sieht der Dinkel im Spelz aus. Die Vesen können direkt gesät werden. Für die Lebensmittelproduktion muss der Dinkel noch entspelzt werden. Foto: Rösel

Die Produktionstechnik

Der Dinkel ist eng verwandt mit Weizen. In der Kulturführung sind sich beide sehr ähnlich. Das sollte also keine Probleme geben, denn mit dem Anbau von Weizen kenne ich mich gut aus. Anders sieht das mit der Aussaat aus, denn Dinkelsaatgut wird meistens im Spelz geliefert (entspelztes Saatgut ist viel teurer und sehr schwer zu bekommen). Man sät keine Körner, sondern Vesen aus, so heißen die Körner im Spelz. Vesen haben mehr Volumen, sind sehr leicht und unförmig. In den meisten Vesen sind zwei Körner drin. Diese Eigenschaften müssen bei der Sätechnik und der Maschineneinstellung beachtet werden.

Ich hatte mit unserer Sämaschine Glück, ich habe die passende Einstellung schnell gefunden und so haben sich die großen, leichten Vesen ohne Verstopfung gut aussäen lassen.

Während eines Ernteeinsatzes ist Leo zum ersten Mal auf den Dinkelanbau aufmerksam geworden. Die Kultur hat dabei sein Interesse so sehr geweckt, dass er die Getreideart zukünftig auch anbauen wird. Was den Dinkel von anderem Getreide unterscheidet berichtet er Dir in seinem Blogbeitrag.

Seit Mitte Oktober sind die Dinkel- Vesen im Boden und so langsam keimen die Körner. Der Grundstein für die kommende Ernte ist gelegt. Foto: Rösel

Wie geht’s weiter mit dem Dinkel?

Seit Mitte Oktober sind die Vesen nun im Boden, so langsam keimen die Körner und die neue Ernte wächst heran. Ich freue mich jetzt darauf den Bestand zu führen und bis zur Ernte im August 21 zu begleiten. Der Preis für diese Ernte steht ja schon fest, jetzt hoffe ich darauf, dass auch die Erträge dazu passen.

Ich wünsche mir natürlich, dass die Verbraucher „unseren“ Dinkel aus der Region auch kaufen werden und der hohe Bedarf im Frühjahr 2020 keine einmalige Corona Hysterie war. Denn wir Landwirte können genau das liefern was die Verbraucher wollen, gesunde und nachhaltige Lebensmittel aus der Region. Ihr müsst sie nur kaufen!

Bis Bald!

Euer Leo

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