Julia kommt es vor wie gestern, als sie sich auf den Weg auf die Alp machte. Doch das ist bereits knapp ein halbes Jahr her - und ihr Alpsommer mittlerweile vorbei. Doch die letzten Tage waren noch einmal ganz besonders.

Wenn auch der schönste Alpsommer vorbei geht

Julia kommt es vor wie gestern, als sie sich auf den Weg auf die Alp machte. Doch das ist bereits knapp ein halbes Jahr her – und ihr Alpsommer mittlerweile vorbei. Doch die letzten Tage waren noch einmal ganz besonders.

Julia Göggelmann sammelt neue Erfahrungen auf dern Alp - und teil sie mit dir auf Hofheld.

Julia Göggelmann sammelt neue Erfahrungen auf dern Alp – und teil sie mit dir auf Hofheld.

Hoi Hofhelden,

jetzt habt ihr schon lange nichts mehr von mir gehört, da es für mich nach meiner Alpzeit fast nahtlos weiter ging mit der Technikerschule. Aber jetzt hab ich doch mal ein paar ruhige Minuten gefunden, um euch noch von meiner letzten Zeit in den Bergen zu erzählen.

Ich muss sagen, die letzten paar Tage z‘ Alp waren schon ein bisschen komisch. Einerseits hab ich mich total auf daheim gefreut aber andererseits war da diese Unsicherheit, was sich denn den Sommer über Zuhause alles verändert hat oder ob man sich vielleicht sogar selber ein bisschen verändert hat.

Julia kommt es vor wie gestern, als sie sich auf den Weg auf die Alp machte. Doch das ist bereits knapp ein halbes Jahr her - und ihr Alpsommer mittlerweile vorbei. Doch die letzten Tage waren noch einmal ganz besonders.

Ob mich der Alpsommer wohl verändert hat? Foto: privat

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge schaut man dann so auf das Ende des Alpsommers und man kommt die letzten Tage ein bisschen ins Nachdenken, was denn den ganzen Sommer über so passiert ist. Wenn man so überlegt, war der Alpsommer, der einem am Anfang wie eine halbe Ewigkeit vorkam, gar nicht so lang. Manche Erlebnisse kommen mir so vor, als wäre es gerade erst gestern gewesen.

Julia kommt es vor wie gestern, als sie sich auf den Weg auf die Alp machte. Doch das ist bereits knapp ein halbes Jahr her - und ihr Alpsommer mittlerweile vorbei. Doch die letzten Tage waren noch einmal ganz besonders.

Meine Erlebnisse kommen mir vor, als wären sie erst gestern gewesen. Foto: privat

Ganz am Anfang zum Beispiel, als die Bauern ihre Kühe gebracht haben, hatte jeder von ihnen so einen fragenden Blick auf und keiner hat sich so wirklich getraut mit mir zu reden, weil sich wohl alle dachten: Oh Gott, `n Mädle als Hirtin, ob des gut geht? Und als die Bauern dann erfahren haben, dass unser Zusenn, der beim Melken und „Hagen“ hilft, auch `n Mädle ist, da wusste der ein oder andere glaub gar nicht mehr was er sagen soll. Im Laufe des Sommers haben wir sie aber eines besseren belehrt, denn als sie ihre Kühe wieder abgeholt haben, waren alle doch sehr zufrieden.

Zwei Mädels, die gelgentlich mal ein bisschen druchdrehen, bringen sogar den ruhigsten Kerl an den Rand des Wahnsinns.

Ja man muss sagen, wir waren diesen Sommer aber auch echt ein perfektes Team. In der Käseküche hat unser Wolfgang echt alles gegeben um einwandfreie Produkte herzustellen und es nebenbei auch noch den ganzen Alpsommer mit Leni und mir ausgehalten. Da war Käsen glaub ich das kleinere Übel 😉 Denn zwei Mädels, die zusammen die verrücktesten Ideen haben und auch gelegentlich mal ein bisschen durchdrehen, bringen ab und an sogar den ruhigsten Kerl an den Rand des Wahnsinns.

Julia kommt es vor wie gestern, als sie sich auf den Weg auf die Alp machte. Doch das ist bereits knapp ein halbes Jahr her - und ihr Alpsommer mittlerweile vorbei. Doch die letzten Tage waren noch einmal ganz besonders.

Leni und ich waren unzertrennlich. Foto: privat

Es kam sogar mal ein Bauer beim Melken vorbei und hat uns gefragt, ob wir denn auch mal schlecht gelaunt sind oder uns ab und an mal streiten. Dann haben Leni und ich uns nur angeschaut, gelacht und gesagt: „Mit Spaß lebt es sich doch viel leichter.“ Da hat der Bauer nur gemeint: „Ja so `nen Humor wie wir zwei hätte ich auch gerne.“

Julia kommt es vor wie gestern, als sie sich auf den Weg auf die Alp machte. Doch das ist bereits knapp ein halbes Jahr her - und ihr Alpsommer mittlerweile vorbei. Doch die letzten Tage waren noch einmal ganz besonders.

Die Sonnenauf- und -untergänge sind in den Bergen einfach nur magisch. Foto: privat

Ab und zu sind wir aber schon ein bisschen über`s Ziel hinaus geschossen. Einmal ist uns zum Beispiel am Abend eingefallen, den Hag für die nächste Tagweide doch einfach in Hausschuhen zu machen, weil wir einfach zu faul waren, uns noch einmal umzuziehen. Gut, dass es nur ein kleiner Hag war, denn Bergschuhe haben schon ihre Berechtigung. Doch die halbe Stunde hat mal wieder ausgereicht, dass wir unter den Bauern Gesprächsthema Nummer 1 waren, denn natürlich hat uns einer gesehen, wie wir mehr oder weniger elegant unseren Hag gezogen haben.

Oft merkt man gar nicht, wie mit den ganzen Terminen und Verantwortungen die eigentlich wichtigen Dinge ein bisschen zu kurz kommen.

Natürlich gab es aber nicht nur lustige Erlebnisse, sondern auch Momente, die einfach nur schön waren und die mir immer in Erinnerung bleiben. Da gibt es zum Beispiel unzählig viele wunderschöne Sonnenauf- und –untergänge, bei denen man einfach nur so da sitzt, einen Moment lang an gar nichts denkt und den Augenblick genießt. Denn in den Bergen lernt man auch die Stille und die Ruhe ein bisschen zu schätzen, die einem im Alltag manchmal ein bisschen fehlt. Denn oft merkt man gar nicht, wie bei den ganzen Terminen und Verantwortungen die schönen und eigentlich viel wichtigeren Dinge ein bisschen zu kurz kommen.

Julia kommt es vor wie gestern, als sie sich auf den Weg auf die Alp machte. Doch das ist bereits knapp ein halbes Jahr her - und ihr Alpsommer mittlerweile vorbei. Doch die letzten Tage waren noch einmal ganz besonders.

Gemeinsam konnten wir die Bauern davon überzeugen, dass auch Mädels als Senn etwas draufhaben. Foto: privat

Bevor ich jetzt aber sentimental werde, muss ich euch unbedingt noch von meinem schönsten Tag erzählen. Und das war natürlich unser Alpabtrieb. Es ging eigentlich schon die Tage vorher mit den ganzen Vorbereitungen los.

Julia kommt es vor wie gestern, als sie sich auf den Weg auf die Alp machte. Doch das ist bereits knapp ein halbes Jahr her - und ihr Alpsommer mittlerweile vorbei. Doch die letzten Tage waren noch einmal ganz besonders.

Auf unseren Alpabtrieb haben Wolfgang, Leni und ich uns gut vorbereitet. Foto: privat

Zuerst hat die Mama von unserem Alpmeister große Zugschellen von einem Bekannten organisiert, wo wir dann natürlich auch beim Abholen dabei waren. Aber auch Blumen und Grünzeug für die Kränze mussten wir sammeln, denn unsere Kühe sollten ja besonders schön aussehen. Doch auch viele andere Dinge, wie das Herrichten vom Scheidplatz, das Abhagen der Alpabtriebsstrecke (damit die Kühe nicht irgendwo falsch abbiegen) oder auch die Organisation der vielen Helfer haben wir zusammen mit der Alpgenossenschaft gut hinbekommen. Man muss dazu sagen, in Triesenberg hat es bisher erst einmal einen richtigen Alpabtrieb gegeben, doch wir haben von Anfang an gesagt, das gehört zum Alpsommer dazu und das wollen wir machen.

Julia kommt es vor wie gestern, als sie sich auf den Weg auf die Alp machte. Doch das ist bereits knapp ein halbes Jahr her - und ihr Alpsommer mittlerweile vorbei. Doch die letzten Tage waren noch einmal ganz besonders.

Der ganze Aufwand hat sich echt gelohnt – der Alpabtrieb war ein wunderbarer Abschluss. Foto: privat

Ohne die vielen Leute, die uns beim Kränzebinden oder auch beim Treiben und Schmücken geholfen haben, wäre das natürlich nicht möglich gewesen. Vielleicht gibt es in den nächsten Jahren aber auch bei der Alpgenossenschaft Triesenberg immer einen richtigen Alpabtrieb mit toll geschmückten Tieren, denn ich glaube nicht nur uns, sondern auch den Helfern und Zuschauern hat es richtig gut gefallen.

Soooo, das wars also mit meinem Alpsommer. Aber keine Angst, ich bleibe Euch auch weiterhin als Hofheld-Bloggerin erhalten.

Bis bald,

Eure Hofheldin Julia

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