Von Maras Weinbergen müssen rund die Hälfte per Hand gelesen werden. Daher hat die Jungwinzerin hat etwas gebangt, ob alle ihre üblichen Erntehelfer aus dem Dorf auch dieses Jahr mit anpacken. Die Sorge war zum Glück unbegründet. Dennoch ist bei der Lese nicht alles ganz rund gelaufen.

Gedanken zur Weinlese

Von Maras Weinbergen müssen rund die Hälfte per Hand gelesen werden. Daher hat die Jungwinzerin hat etwas gebangt, ob alle ihre üblichen Erntehelfer aus dem Dorf auch dieses Jahr mit anpacken. Die Sorge war zum Glück unbegründet. Dennoch ist bei der Lese nicht alles ganz rund gelaufen.

Mara, die stellvertretende Bundesvorsitzende des BDL.

Mara, die stellvertretende Bundesvorsitzende des BDL.

Liebe Hofheld-Community!

War lang etwas ruhig bei mir, doch natürlich nicht langweilig: Die Weinlese 2020 ist im Keller! Anstatt Euch mit viel Fakten zu belagern, würde ich gern meine persönlichen Gedanken mit Euch teilen.

Die Weinlese ist unser Highlight im Jahr. Jeder, der öfter mit mir zu tun hat, weiß, dass im September und Oktober bei mir alles schwierig ist. Die Traubenreife ist nie genau absehbar und wir müssen immer parat stehen. Ihr alle kennt es, Aufgaben, die man nur einmal im Jahr macht: Da braucht man immer kurz, bis man wieder drin ist. So ist es auch bei uns. Ich versuche schon, mit vielen Bilder mit Aufbauten etc. zu dokumentieren, doch es dauert immer mal einen Tag, bis die Handgriffe wieder sitzen.

Von Maras Weinbergen müssen rund die Hälfte per Hand gelesen werden. Daher hat die Jungwinzerin hat etwas gebangt, ob alle ihre üblichen Erntehelfer aus dem Dorf auch dieses Jahr mit anpacken. Die Sorge war zum Glück unbegründet. Dennoch ist bei der Lese nicht alles ganz rund gelaufen.

Dank bestem Wetter konnte etwa die Hälfte von Maras Weinbergen mit dem Vollernter gelesen werden. Foto: Mara Walz

Dieses Jahr haben wir Anfang September noch abgefüllt. Das war nicht so geplant, musste aber wegen Corona so kurz vor die Weinlese gelegt werden. Am 14. September haben wir bei traumhaftem Sonnenschein die Lese begonnen und dann ging es doch ganz schön zügig.

Ich bin froh, dass meine Eltern und ich dieses Jahr einen guten Leseplan für unseren Betrieb aufgestellt haben und diesen dann auch einhalten konnten. Bei gutem Wetter, wie in diesem Jahr, können wir rund die Hälfte unserer Fläche mit dem Vollernter lesen. Die Maschine fährt ein Lohnunternehmer. Damit sind wir dann zeitlich unabhängig von den Helfern bei der Handlese und wir haben dieses Jahr auch öfters schon um 5 Uhr oder 6 Uhr morgens mit dem Vollernter gelesen. Wenn wir dann um 8 Uhr mit der Handlese starten, ist die erste Weinpresse fast fertig.

Von Maras Weinbergen müssen rund die Hälfte per Hand gelesen werden. Daher hat die Jungwinzerin hat etwas gebangt, ob alle ihre üblichen Erntehelfer aus dem Dorf auch dieses Jahr mit anpacken. Die Sorge war zum Glück unbegründet. Dennoch ist bei der Lese nicht alles ganz rund gelaufen.

Mara freut sich über wunderschöne Trauben. Foto: Mara Walz

Die Weinlese ist wie ein großes Uhrwerk. Jeder trägt seinen Teil bei uns alles greift ineinander. Wir sind dankbar, dass trotz Corona unser Lesehelfer aus dem Ort wieder alle dabei waren (Rentner, Hausfrauen und Hausmänner, Studierende) und wir so zum Teil mit knapp 20 Personen im Weinberg waren. Wenn die Trauben dann geerntet sind, müssen sie natürlich noch verarbeitet werden. Manchmal stöhnt man dann schon, wenn man weiß, dass noch einen Nachtschicht ansteht. Ich habe aber dieses Jahr noch mehr versucht, unseren Lesehelfern zu zeigen, was nach der Ernte noch alles gemacht werden muss. Es wird mir in solchen Momenten immer wieder klar, dass auch das alles zur Öffentlichkeitsarbeit gehört und fünf Minuten, die man sich hier Zeit nimmt, lange wirken.

Schwierig wird es, wenn das Uhrwerk mal hakt. In einem Moment der Unachtsamkeit hatte ich dieses Jahr einen kleinen Sturz und war dann ein Tag etwas außer Gefecht gesetzt. Arbeit im Weinkeller ging, aber in den Weinberg wollte ich nicht. In solchen Momenten hält man inne: Es war pures Glück im Unglück und hätte schnell viel schlimmer ausgehen können. Da lernt man mal wieder viel über Dankbarkeit, Gesundheit und was wirklich Wichtig ist im Leben.

Von Maras Weinbergen müssen rund die Hälfte per Hand gelesen werden. Daher hat die Jungwinzerin hat etwas gebangt, ob alle ihre üblichen Erntehelfer aus dem Dorf auch dieses Jahr mit anpacken. Die Sorge war zum Glück unbegründet. Dennoch ist bei der Lese nicht alles ganz rund gelaufen.

Während der Weinlese gibt’s auch im Weinkeller einiges zu tun. Foto: Mara Walz

In diesem Jahr hatten wir keinen so „richtigen Lese-Abschluss“. Nach dem letzten Tag Handlese standen noch drei Tage mit dem Vollernter an. Ein Tag davon war erst am 7. Oktober, hier haben wir noch die Weinberge geerntet, die vom Frost stark getroffen waren und deren Trauben dann erst später reif waren. Normal laden wir alle Lesehelfer für ein schönes Abendessen ein, aber dieses Jahr….

Für uns ist nun die etwas ruhigere Zeit angebrochen. Corona bringt viel Ungewissheit und Kurzfristigkeit, was das Leben manchmal auch schwerer macht. Trotz allem geht die Arbeit hier zum Glück nicht aus und ich freue mich jeden Tag wieder, dass ich hier so viele Projekte selbstständig umsetzten kann. Ein schönes Leben als Selbstständige!

Aktuell roden wir unsere Weinberge. Hierzu gibt’s bald einen neuen Artikel.

Wer jetzt noch mehr über die Arbeiten bei der Weinlese wissen möchte, der findet einige Videos auf unserer Instagram-Seite.

Ich hoffe, Euch allen geht es gut & ich sende Euch viele Grüße,

Mara

Instagram-LogoFolge uns auch auf Instagram und werde Teil der Hofheld-Community!

Schreibe einen Kommentar