Der Hof von Leo Rösel wurde als Demonstrationsbetrieb für Gewässerschutz ausgewählt. Er fühlte sich natürlich geehrt, fragte sich aber dann: Was heißt das jetzt eigentlich für uns? Die Antwort gibt er Dir in seinem Gastblog.

Was macht eigentlich ein Demobetrieb?

Der Hof von Leo Rösel wurde als Demonstrationsbetrieb für Gewässerschutz ausgewählt. Er fühlte sich natürlich geehrt, fragte sich aber dann: Was heißt das jetzt eigentlich für uns? Die Antwort gibt er Dir in seinem Gastblog.

Der Hof von Leo Rösel wurde als Demonstrationsbetrieb für Gewässerschutz ausgewählt. Er fühlte sich natürlich geehrt, fragte sich aber dann: Was heißt das jetzt eigentlich für uns? Die Antwort gibt er Dir in seinem Gastblog.

Gastblogger Leo Rösel eklärt, was es heißt, ein Demonstrationsbetrieb zu sein.

Hallo liebe Hofhelden,

nicht ohne Stolz kann ich sagen, dass unser Betrieb vom örtlichen Landwirtschaftsamt im Herbst 2016 als einer von zwei Demonstrationsbetrieben für Gewässerschutz im Landkreis Amberg Sulzbach ausgewählt wurde. Die Demobetriebe sind ein bayernweites Netzwerk zum Informationsaustausch und somit ein Projekt des Wasserpakt Bayern. Klingt erst mal sehr sperrig und man kann sich als Laie kaum was darunter vorstellen.

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Blühstreifen an einem Wassergraben und einem Radweg: Nutzen für Mensch und Umwelt. Foto: privat

Im ersten Moment dachte ich: cool, dass gerade wir ausgewählt wurden. Aber dann kamen schon gleich ein paar Fragen. Warum denn wir, wir haben doch keine Flächen an Gewässern? Was muss man denn als Demobetrieb eigentlich machen? Aber gut, warum denn nicht, auch mein Vater, dem der Betrieb gehört, war dem Vorhaben positiv gestimmt.

Über Leo und den Betrieb
Leonhard Rösel ist 28 Jahre alt und kommt aus Neukirchen bei Sulzbach Rosenberg in der Oberpfalz. Er ist susgebildeter Techniker für Landbau und Fachagrarwirt für Erneuerbare Energien. Die Betriebsschwerpunkte des elterlichen Hofs sind Marktfruchtbau und Substraterzeugung für die eigene Biogasanlage und auch alternative Energiepflanzen mit einem Mehrwert für Natur und Umwelt spielen eine große Rolle. Sein Engagement für den nachhaltigen Substratanbau hat mich schon bis ins Finale des Ceresaward 2016, Kategorie Energielandwirt, gebracht.

In weiteren Gesprächen mit den zuständigen Mitarbeitern vom Landwirtschaftsamt wurde mir dann erklärt, warum wir ausgewählt wurden. Unsere Anbausysteme, vor allem für Mais, und unsere weite, nicht alltägliche Fruchtfolge machen uns wohl zum „Vorzeigebetrieb“. Das freut uns natürlich wenn für uns selbstverständliche Dinge bei anderen als etwas Besonderes und Positives wahrgenommen werden.

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Anlegen des Versuchsfeldes mit verschieden Gräsermischungen. Foto: privat

Grundsätzlich geht es darum, als Demobetrieb als Vorbild zu fungieren, anderen Kollegen Tipps zu geben, aber auch mal neue Verfahren auszuprobieren, so haben wir im Herbst 2017 einen Versuch mit Zwischenfrüchten angelegt, die ich sonst nicht im Anbauplan habe.

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Feldführung durch den Versuch im Herbst 2017. Foto: privat

Für mich persönlich ist die Teilnahme an dem Projekt Demobetrieb auf jeden Fall eine berufliche und persönliche Bereicherung, denn man ist immer dazu angehalten, dass was man macht auch zu hinterfragen und immer zu überlegen was man (noch) besser oder anders machen kann.

Das nächste Mal möchte ich euch dann meine aktuellen Projekte rund um das Thema „Demobetrieb“ vorstellen.

Bis bald und liebe Grüße aus der Oberpfalz,

Leo

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