Niko hat einen neuen HIWI-Job im Institut für Pflanzenernährung. Dort führt er verschiedene Versuche im Bereich der Stickstoffdüngung durch. Was genau Niko wie untersucht, erklärt er hier.

Meine Versuche rund um die Stickstoffdüngung

Niko hat einen neuen HIWI-Job im Institut für Pflanzenernährung. Dort führt er verschiedene Versuche im Bereich der Stickstoffdüngung durch. Was genau Niko wie untersucht, erklärt er hier.

Quereinsteiger Niko aus Baden-Württemberg.

Quereinsteiger Niko aus Baden-Württember

Hallo ihr Wissenschaftsinteressierten!

Seit Oktober habe ich meinen HIWI-Job an der Uni gewechselt. Ich bin nun im Institut für Pflanzenernährung tätig und arbeite dort an verschiedenen Versuchen im Bereich der Stickstoffdüngung mit.

Hauptziel der Projekte ist es, die Stickstoffdynamik bei unterschiedlichen Düngungsvarianten im Boden und in der Atmosphäre zu erforschen. Dieses Thema ist in Zeiten des Klimawandels und Umweltschutzes sehr von Bedeutung. So bietet die Stickstoffdüngung Potential klimarelevante Gase oder Nitratauswaschung in das Grundwasser zu beeinflussen. Diese Effekte sollen in den Versuchen ergründet werden.

Gasemissionsmessungen

In unserer Truppe aus mehreren Doktoranten, Masteranten und HIWIs bin ich das Mädchen für Alles. Hauptsächlich führe ich die Gasemissionsmessungen im Feld und im Grünland durch.

Dazu haben wir in jeder Versuchsparzelle Ringe in den Boden geschlagen, die mit einer Haube abgedichtet werden können um die entweichenden Gase zu messen. Wenn ich eine Messung durchführe setze ich die Haube auf den Ring und ziehe mittels einer Spritze im Abstand von genau 20 Minuten vier Gasproben. Damit ich die 12-20 Hauben möglichst schnell schaffe, laufe ich immer von Haube zu Haube. Da ist Tempo gefragt um innerhalb von 20 Minuten wieder an der ersten Haube zu sein!

Niko hat einen neuen HIWI-Job im Institut für Pflanzenernährung. Dort führt er verschiedene Versuche im Bereich der Stickstoffdüngung durch. Was genau Niko wie untersucht, erklärt er hier.

Bodenprofile in den Stechzylindern, schöne Deko für mein Zimmer glaube ich. Foto: privat

Auf jeder Haube platziere ich in der ersten Runde eine Stoppuhr, die bei der ersten Messung gestartet wird. Zusätzlich wird ein Thermometer in die Haube gesteckt, um die Temperatur im Innenraum messen zu können. Die Bodentemperatur wird jeweils repräsentativ an der ersten Haube erfasst.

Mit der Spritze steche ich durch die Gummilippe in der Haube und ziehe meine Probe. Anschließend wird sie in ein Probengefäß gedrückt und weiter zur nächsten Haube gesprintet.

Bodenproben

Alle zwei Wochen werden zusätzlich Bodenproben an jeder Parzelle gezogen um die Stickstoffverlagerung im Boden zu erfassen. Dazu nutzen wir einen handelsüblichen Bohrstab auf wahlweise 30 oder 90 Zentimeter Tiefe. Ab und zu erlauben wir uns einen detaillierteren Blick in das Bodengefüge und ziehen mittels eines Stechzylinders ganze Bodenprofile raus.

Labor

Ab und an helfe ich auch bei der Analyse der Bodenproben im Labor aus. Das ist für mich der interessanteste Part. Hier lernt man die chemischen Grundlagen sehr gut kennen und verstehen. Mittels verschiedener Extrakte lösen wir den im Boden enthaltenen Stickstoff und messen diesen dann.

Niko hat einen neuen HIWI-Job im Institut für Pflanzenernährung. Dort führt er verschiedene Versuche im Bereich der Stickstoffdüngung durch. Was genau Niko wie untersucht, erklärt er hier.

Jeweils 3 Proben für verschiedene Messungen erhalten wir aus einer Bodenprobe. Foto: privat

Diese Versuche werden einen großen Beitrag dazu leisten, zukünftig praxisrelevantes Wissen über Stickstoffverluste in Boden und Atmosphäre zu bekommen und die besten Düngungsverfahren auszuwählen. Ich bin froh an diesen Projekten mitarbeiten zu dürfen! Zum einen aufgrund der Relevanz und zum anderen weil unsere Truppe einfach super witzig ist!

Ich denke ich konnte euch mal wieder einen Einblick in die Forschung geben. Bei Fragen könnt ihr euch gerne melden!

Bis bald,

Euer Niko

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