Wie viele andere Landwirte ist auch Blogger Leo in Sachen Öffentlichkeitsarbeit in den sozialen Medien sehr aktiv. Dabei hat er die Verbraucher, die weniger Internet-affin sind, etwas aus den Augen verloren. Mit einigen gezielten Maßnahmen hat er das jedoch geändert.

Verbraucher offline begeistern

Wie viele andere Landwirte ist auch Blogger Leo in Sachen Öffentlichkeitsarbeit in den sozialen Medien sehr aktiv. Dabei hat er die Verbraucher, die weniger internetaffin sind, etwas aus den Augen verloren. Mit einigen gezielten Maßnahmen hat er das jedoch geändert.

Energielandwirt und AgrarScout Leo aus Bayern.

Energielandwirt und AgrarScout Leo aus Bayern.

Liebe Hofhelden,

nicht schon wieder ein Beitrag zur Öffentlichkeitsarbeit! Doch, weil mir das Thema sehr wichtig ist und ich selbst hier sehr viel Herzblut in die Sache stecke. Eigentlich hätte ich im Frühjahr bei einer Veranstaltungsreihe für Landwirte in ganz Nordbayern persönlich die Teilnehmer für Öffentlichkeitsarbeit begeistern dürfen, aber auch diese Veranstaltungen konnten nicht stattfinden.

Meine letzten beiden Beiträge haben sich um die digitale Aufklärungsarbeit gedreht, aber bei all der Euphorie darüber, was in den sozialen Medien alles möglich ist, habe ich eine Zielgruppe ganz aus den Augen verloren, nämlich die, die gar kein Facebook oder Instagram nutzen, das wurde mir Letzens bei einem Gespräch mit einem älteren Herren bewusst.

Wie viele andere Landwirte ist auch Blogger Leo in Sachen Öffentlichkeitsarbeit in den sozialen Medien sehr aktiv. Dabei hat er die Verbraucher, die weniger Internet-affin sind, etwas aus den Augen verloren. Mit einigen gezielten Maßnahmen hat er das jedoch geändert.

Der Hochsitz und die Schilder am Silphiefeld stehen schon, jetzt kann die Blüte kommen. Foto: privat

Er fragte mich was gerade in der Landwirtschaft so los ist. Ich dachte mir zuerst „steht doch alles im Internet“ aber dann fiel mir ein: Halt! Diese Medien nutzen ja nicht alle. Und Leute, die man sonst z.B. auf Agrarscout-Einsätzen für die Landwirtschaft begeistern kann, trifft man in den sozialen Medien oft nicht an.

Wie erreiche ich die Zielgruppe offline?

  • Persönliche Gespräche am Feldrand, mit ausreichend Abstand? Ja, aber nur bei zufälligen Treffen bei der Bestandskontrolle oder so. Also nicht unbedingt zielführend!
  • Zeitungsartikel? Ja, aber so kann ich nur ein bestimmtes Thema abdecken und man braucht entsprechende Kontakte, dass die Artikel auch abgedruckt werden.
  • Veranstaltungen am Hof? Momentan auch nicht machbar, leider.
Wie viele andere Landwirte ist auch Blogger Leo in Sachen Öffentlichkeitsarbeit in den sozialen Medien sehr aktiv. Dabei hat er die Verbraucher, die weniger Internet-affin sind, etwas aus den Augen verloren. Mit einigen gezielten Maßnahmen hat er das jedoch geändert.

Feldschild am Sommergerstenfeld. Neben Infos, was auf dem Feld wächst, steht auch unser Name drauf. Das schafft Transparenz. Mit dem QR kommt man zu meinem Instagramkanal. Foto: privat

Aber: In meiner Region gibt es viele Tagestouristen aus der Metropolregion Nürnberg und deshalb verlaufen viele Wander- und Radwege an unseren Feldern vorbei. Deshalb kam ich auf die Idee, mit Plakaten und Feldschildern, quasi „zeitlos“, die Bevölkerung zu informieren.

Schilder und Banner klären Wanderer auf

Als erstes habe ich ein Werbebanner am Giebel unserer Scheune aufgehängt, denn genau dort verläuft ein beliebter Wanderweg. Das Banner hatte ich letztes Jahr schon bestellt, aber wie es immer so ist, wäre es fast in der Scheune verstaubt, jetzt hat er einen gut sichtbaren Platz bekommen.

Wie viele andere Landwirte ist auch Blogger Leo in Sachen Öffentlichkeitsarbeit in den sozialen Medien sehr aktiv. Dabei hat er die Verbraucher, die weniger Internet-affin sind, etwas aus den Augen verloren. Mit einigen gezielten Maßnahmen hat er das jedoch geändert.

Auch unseren Hof schmückt jetzt ein Banner von „Unsere Bayrischen Bauern“. Foto: privat

Für vergangene Veranstaltungen hatte ich mal verschiedene Feldschilder gebastelt, auch diese Schilder habe ich aktualisiert und meine Felder damit plakatiert. Auf den Schildern findet man kurz und knapp Infos darüber, was hier gerade wächst. Dieses Basiswissen ist für viele nicht mehr selbstverständlich.

Eine Besonderheit bei uns in der Flur ist unser Silphiefeld. Hier habe ich neben den Feldschildern auch einen Hochsitz aufgestellt. Wenn die Silphie dann in voller Blüte steht und das Feld gelb leuchtet hat man vom Hochsitz aus den perfekten Blick ins Feld. Diesen Hochsitz hatten wir im letzten Jahr schon stehen und er erfreute sich großer Beliebtheit.

Wie viele andere Landwirte ist auch Blogger Leo in Sachen Öffentlichkeitsarbeit in den sozialen Medien sehr aktiv. Dabei hat er die Verbraucher, die weniger Internet-affin sind, etwas aus den Augen verloren. Mit einigen gezielten Maßnahmen hat er das jedoch geändert.

Einer unserer Blühstreifen im letzten Jahr an einem Wandererparkplatz, auch hier haben wir die Besucher mit Infos versorgen können. Foto: privat

Jeder kann etwas machen!

Egal ob Banner am Hof oder Schild am Feld, jeder, wirklich jeder kann sich so in der Öffentlichkeit positiv darstellen. Wir müssen uns als Landwirtschaft wieder in die Mitte der Gesellschaft rücken, wir müssen zeigen, was wir alles leisten.

Und nicht nur ich bin dieser Meinung, auch die Landesvorsitzende der Bayrischen Jungbauernschaft, Tina Stünzendörfer sagt: „Es ist ganz wichtig, gerade jetzt in der Krise nochmal zu zeigen, wir sind auch jetzt da und geben unser Bestes!“ Denn das ist vielen Verbrauchern einfach nicht bewusst.

In diesem Sinne: bestellt euch Banner, bastelt Schilder und lasst uns gemeinsam zeigen wie gut unsere heimische Landwirtschaft wirklich ist!

Bis Bald!

Euer Leo

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2 Comments

  • Carsten Petersen

    15. Juni 2020 at 15:29

    Aus welchem Material sind deine Schilder, wie das Gerstenschild und welche Größe ist angemessen?
    Vielen Dank für eine Antwort Carsten

    Antworten
  • Leo Rösel

    24. Juni 2020 at 9:58

    Hallo Carsten,

    Die Schilder sind sog. Hohlkammerplatten aus Kunststoff. Die Größe ist DIN A1. Je nach dem wo die Schildet stehen sollen reicht aber sich DIN A2.

    Gruß Leo

    Antworten

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