Und wie nun füttern?

Der Sommer ist zuende und auch die Futterbergung und -ernte ist vorbei. Auch Friderike muss für Ihre Herde neu Planen und steht bei der Fütterung vor besonderen Herausforderungen.

Ihr lieben Hofhelden,

Friderike bloggt aus Niedersachsen über Käse, Kühe und Kinder.

Friderike bloggt aus Niedersachsen über Käse, Kühe und Kinder.

der Sommer neigt sich langsam dem Ende, morgens wenn ich zum Melken fahre ist es noch stockfinster und man merkt es wird Herbst. Trotzdem warten wir immer noch auf den Regen. Denn daran hat sich überhaupt nichts geändert, es will einfach kein Wasser vom Himmel fallen.

Nach wie vor wachsen die Wiesen nicht und auch das Gras, das als Zwischenfrucht gedrillt wurde, will nicht so recht was werden. Somit können wir uns bis auf einen Reinigungsschnitt, von der Grasernte dieses Jahr verabschieden. Das bedeutet für uns: 2 Schnitte Gras plus einen Schnitt Feldfutter, das ist nur die Hälfte des Ertrags in normalen Jahren. Gott sei Dank ist unser Mais gut gewachsen und wir konnten genug ernten.

Nun gilt es die Vorräte so einzuteilen, dass wir damit über den Winter kommen und mit dem Mais bis in den nächsten Herbst. Dazu haben wir unsere Rundballen gezählt, das Maissilo vermessen und das Gewicht ermittelt um einen Anhaltspunkt zu bekommen, was uns zur Verfügung steht.

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Rundballen zählen und die Silos vermessen – nur so können wir mit dem knappen Futter wirkich planen. Quelle: Tecklenburg

Damit wir nicht nur die Mengen, sondern vor allem die Inhaltsstoffe richtig einsetzen können, werden Proben vom Mais und von der Grassilage genommen und in ein Labor geschickt.

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Um die Ration richtig berechnen zu können habe ich Silagproben ins Labor geschickt. Quelle: Tecklenburg

Anschließend hatten wir einen Termin mit unserem Futtermittelberater um eine neue Ration für Kühe, Trockenstehende Kühe und die Rinder auszuarbeiten. Dabei ist dieses Jahr die Menge an Futtermitteln der limitierende Faktor.

Wir haben zuerst berechnet wie lange das Futter reichen würde, wenn wir wie bislang weiter füttern. Da kamen wir nur bis zum Februar, dabei können wir erst im Mai das neue Gras ernten. Also müssen wir umdenken: Gras anteilig durch Mais und Stroh ersetzen, Kraftfutter wie Raps und Maisschrot anpassen und alles zu einer schmackhaften, nährstoffreichen Futtermischung zusammenbasteln.

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Die neue Ration wird dann mit dem Fütterungsberater besprochen – doch ob sie dann wirklich funktioniert sehen wir erst an den Kühen. Quelle: Tecklenburg

Das ist gar nicht so einfach und man lernt erst jetzt zu schätzen, dass man jahrelang immer genug Futter hatte und aus dem Vollen schöpfen konnte. Dabei sollte man auch nie vergessen, in anderen Regionen ist die Futtersituation noch viel, viel schlimmer!

Jetzt habe ich also meine neue Ration und muss sie nun am lebenden Objekt testen. Denn egal was wir gerechnet haben und wie schön die Zahlen in der Tabelle passen, die Kühe entscheiden letztendlich ob sie es mögen und gut finden oder eben nicht.

Daher gehört zu der Fütterung auch immer die Beobachtung der Tiere, die zeigen durch ihr Fressverhalten und ihre Gesundheit, ob die Ration passt oder nicht.

Eure Friderike

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Friderike ist als Hofheld-Bloggerin exklusiv powered by KTBL. Was auf ihrem Hof sonst so los ist, zeigt sie Dir hier.

 

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