Um Betriebsblindeheiten und falschen Routinen entgegenzuwirken, hat Friderike an einem Lehrgang zum sicheren Umgang mit Rindern teilgenommen. Dabei hatdie Landwirtin wertvolle Tipps für ihren Alltag im Milchviehstall mitgenommen.

Vom richtigen Umgang mit Rindern

Um Betriebsblindheiten und falschen Routinen entgegenzuwirken, hat Friderike an einem Lehrgang zum sicheren Umgang mit Rindern teilgenommen. Dabei hat die Landwirtin wertvolle Tipps für ihren Alltag im Milchviehstall mitgenommen.

Friderike bloggt aus Niedersachsen über Käse, Kühe und Kinder.

Friderike bloggt aus Niedersachsen über Käse, Kühe und Kinder.

Liebe Hofhelden,

Letzte Woche habe ich an einem Lehrgang zum sicheren Umgang mit Rindern teilgenommen. Da war ich natürlich neugierig, was man im Betrieb noch verbessern kann, denn beim täglichen Umgang mit den Kühen wird man schnell betriebsblind und eine gewissen Routine schleicht sich ein.

Um Betriebsblindeheiten und falschen Routinen entgegenzuwirken, hat Friderike an einem Lehrgang zum sicheren Umgang mit Rindern teilgenommen. Dabei hatdie Landwirtin wertvolle Tipps für ihren Alltag im Milchviehstall mitgenommen.

Es ist wichtig, sich dem Tier auf die richtige Art und Weise zu nähern. Foto: privat

Das Seminar bestand aus zwei Teilen. Als erstes wurde ein theoretischer Teil abgehalten. Wir lernten eine Menge über das Verhalten der Tiere. Denn an erster Stelle steht der ruhige Umgang mit den Tieren. „ Der schnellste Weg Kühe zu treiben, ist der langsamste“, sagte der Seminarleiter. Aufgrund ihrer Eigenschaften als Flucht- und Herdentiere geraten Kühe schnell in Stress. Wenn sie zum Beispiel ihre Herde verlieren oder uns Menschen als Angreifer sehen, kann ihr ruhiges Wesen in Angriff- oder Fluchtmodus springen. So kann es dann zu Unfällen im Umgang mit Rindern kommen.

Um Betriebsblindeheiten und falschen Routinen entgegenzuwirken, hat Friderike an einem Lehrgang zum sicheren Umgang mit Rindern teilgenommen. Dabei hatdie Landwirtin wertvolle Tipps für ihren Alltag im Milchviehstall mitgenommen.

Nach dem Theorieteil ging es in den Stall. Foto: privat

Mit diesem Hintergrund wissen konnten wir nach einem stärkenden Mittagessen in die Praxis starten. Wir durften einen Kuhbetrieb besuchen, um dort einige praktische Übungen zu machen und uns einige Demonstrationen anzuschauen. Denn die meisten Unfälle mit Rindern passieren gar nicht mit dem bösen, aggressiven Bullen sondern mit den Kühen, denn mit den Kühen haben wir viel engeren Kontakt und auch deutlcih häufiger als mit einem Bullen.

Um Betriebsblindeheiten und falschen Routinen entgegenzuwirken, hat Friderike an einem Lehrgang zum sicheren Umgang mit Rindern teilgenommen. Dabei hatdie Landwirtin wertvolle Tipps für ihren Alltag im Milchviehstall mitgenommen.

„Der schnellste Weg eine Kuh zu treiben, ist der langsamste“, sagte unserer Lehrgangsleiter. Foto: privat

So haben wir gelernt wie man verschieden Halfter anlegen kann, wie man Kühe gut fixieren kann, ohne von ihnen verletzt zu werden, und welche Hilfsmitteln man beim Treiben der Tiere nutzen kann. Oft fragen mich Besucher im Stall warum ich einen Stock zum treiben nehme, damit will ich nicht die Kühe verprügeln sonder damit kann ich meinen Arm verlängern und Größe demonstrieren. Oftmals muss man die Kühe gar nicht berühren, damit sie sich bewegen.

Um Betriebsblindeheiten und falschen Routinen entgegenzuwirken, hat Friderike an einem Lehrgang zum sicheren Umgang mit Rindern teilgenommen. Dabei hatdie Landwirtin wertvolle Tipps für ihren Alltag im Milchviehstall mitgenommen.

Im Praxisteil haben wir zum Beispiel gelernt und geübt, wie man Rindern sicher ein Halfter anlegten kann. Foto: privat

Wenn man sie berührt ist es jedoch wichtig nicht zu zart und sanft zu sein, dass verwirrt die Kühe, diese Berührung können sie schlecht einschätzen. Denn beobachtet man eine Kuh, wie sie ihr frischgeborenes Kalb „liebevoll“ ableckt, kann man erkennen, dass Kühe eher von der grobmotorischen Sorte sind.

Mein Fazit zum Seminar: Es ist sehr gut geeignet für Mitarbeiter, gerade für jemanden, der nicht aus der Landwirtschaft kommt, da viel Hintergrundwissen vermittelt wird und man sich besser in die Sicht der Kuh versetzten kann. Aber auch mir als Landwirtin, die tagtäglich mit Kühen zu tun hat, hat es gut gefallen, da man wieder aufmerksam gemacht wurde und sich selber gefragt hat: mache ich so wie ich es momentan mache alles richtig? Was kann ich verbessern? Was ich auf jeden Fall umsetze: ruhiger treiben und nicht mehr so viel Lärm im Stall zu machen, denn das ist purer Stress für unsere Kühe.

Bis zum nächsten Mal,

Eure Friderike

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One Comment

  • antonia gruhn

    9. März 2019 at 16:15

    Ich habe den Bericht über das Seminar „Umgang mit Rindern“ gelesen. Dazu ein Tip: Philipp Wenz ist derjenige, der bei u.a. bei Bud Williams in Texas low-stress-stockmanship gelernt hat und dies vor 11 Jahren nach Europa gebracht hat und es seitdem hier sehr erfolgreich lehrt: http://www.stockmanship.de

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