Jeder Züchter legt auf andere Merkmale wert. Friderike ist zum Beispiel die Leichtkalbigkeit bei ihren Kühen wichtig. Mit der Typisierung kann sie bereits bei den Kälbern feststellen, welche diesbezüglich gute Eigenschaften aufweisen.

Typisierung der Kälber

Jeder Züchter legt auf andere Merkmale wert. Friderike ist zum Beispiel die Leichtkalbigkeit bei ihren Kühen wichtig. Mit der Typisierung kann sie bereits bei den Kälbern feststellen, welche diesbezüglich gute Eigenschaften aufweisen.

Milchviehhalterin Friderike aus Niedersachsen.

Milchviehhalterin Friderike aus Niedersachsen.

Liebe Hofhelden,

Es gibt wieder etwas Neues auf unserem Betrieb. Vor kurzem habe ich euch ja schon erzählt, dass wir Fleischrinder als Bullen einsetzten, damit wir unsere Kälber besser verkaufen können. Die Kreuzungskälber legen schon in den ersten Tagen ihres Lebens mehr an Gewicht zu und können dadurch teurer verkauft werden. Nun gehen wir noch einen Schritt weiter.

Alle weiblichen Kälber, die reine Holstein Frisian sind, werden nun typisiert. Sobald wir unseren Kälbern eine Ohrmarke verpasst haben und sie bei der HI- Tier Datenbank gemeldet haben, lassen wir Ohrstanzproben untersuchen.

Jeder Züchter legt auf andere Merkmale wert. Friderike ist zum Beispiel die Leichtkalbigkeit bei ihren Kühen wichtig. Mit der Typisierung kann sie bereits bei den Kälbern feststellen, welche diesbezüglich gute Eigenschaften aufweisen.

Über Ohrstanzproben können verschiedene Eigenschaften der Kälber untersucht werden. Foto: Friderike Koller

Hierfür bekommen die Kälber ihr zweites Piercing. Mit der Zange wird ihnen ein winziges Stück Haut entnommen und in einem kleinen Probenröhrchen konserviert. Auf jeder Ohrmarke steht die persönliche Kennnummer. So kann man nichts vertauschen. Nach etwa einer Woche bekommen wir das Ergebnis: ein Blatt voll mit Daten und Zahlen und Fakten über die Genetik unserer Kälber.

Jeder Züchter legt auf andere Merkmale wert. Friderike ist zum Beispiel die Leichtkalbigkeit bei ihren Kühen wichtig. Mit der Typisierung kann sie bereits bei den Kälbern feststellen, welche diesbezüglich gute Eigenschaften aufweisen.

Mit so einer Zange bekommen die Kälber ihr „Piercing“ verpasst. Foto: Friderike Koller

So können wir nun sehen wie anfällig das Tier für eine Euterentzündung ist oder ob die Kuh später lange oder kurze Zitzen bekommt. Denn diese beiden Faktoren hängen oft zusammen. Die Zahlen werden immer mit einer Sicherheit angegeben. Bedeutet: wie wahrscheinlich ist es, dass die Zitzen tatsächlich kurz werden. Diese Sicherheiten sind sehr hoch, da über Jahre die Daten gesammelt und ausgewertet wurden.

Jeder Züchter legt auf andere Merkmale wert. Friderike ist zum Beispiel die Leichtkalbigkeit bei ihren Kühen wichtig. Mit der Typisierung kann sie bereits bei den Kälbern feststellen, welche diesbezüglich gute Eigenschaften aufweisen.

Anhand der verschiedenen Nummer werden die Proben eindeutig auseinandergehalten. Foto: Friderike Koller

Zudem bekommen wir einige Aussagen über bestimmte Krankheiten, zum Beispiel ob die Kälber Träger bestimmter Krankheiten sind.

Was bringt uns das alles?

Jeder Betrieb hat gewisse Ziele seiner Herde, um so produktiv wie möglich zu sein. Einige legen wert auf gesunde Klauen und starke Beine und Körper, das sogenannte Fundament. Anderen ist es wichtiger, dass die Kühe ein melkbares Euter haben, damit der Melkroboter später keine Probleme hat.

Wir hatten lange Probleme mit schweren Geburten und zu tief hängenden Eutern. Daher liegt dort unser Augenmerk. Zudem sollten die Kühe nicht anfällig für Euterenzündungen sein, denn wir verarbeiten unsere eigene Milch ja zu Käse.

Jeder Züchter legt auf andere Merkmale wert. Friderike ist zum Beispiel die Leichtkalbigkeit bei ihren Kühen wichtig. Mit der Typisierung kann sie bereits bei den Kälbern feststellen, welche diesbezüglich gute Eigenschaften aufweisen.

Die Sicherheit gibt an, wie wahrscheinlich es ist, dass die Eigenschaft wie erwartet ausgeprägt wird. Foto: Friderike Koller

Mit diesem Wissen über die Kälber, können wir schon früh entscheiden, welches Kalb wir verkaufen und welches wir für uns behalten. Denn die Aufzucht der Kühe, bis sie das erste Mal Milch geben, ist sehr kosten- und arbeitsintensiv. Unser Ziel ist es, nur noch die passenden Kälber für unseren Betrieb aufzuziehen, da wir wenig Platz haben und auch zeittechnisch etwas reduzieren möchten.

Beste Grüße aus dem Stall,

Eure Friderike

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