Super Meat Boy macht super Wurst!

Offen und ehrlich zeigen, wie es in der Fleischerzeugung und Tierhaltung aussieht – das ist SuperMeatBoy. Hinter der Marke stecken ein paar findige Jungunternehmer.

Originalbeitrag von Wiebke Herrmann und Jana Dahlke, agrarheute.

Harm Böckmann, Niedersachse, Agrarwissenschaftler und einfach ein cooler Typ, wurde irgendwann klar: Zwischen der Nutztierhaltung bis hin zum fertigen Produkt im Supermarkt und der Wahrnehmung der Kunden liegt eine Kluft. Eine riesige sogar. Das Bild von der Landwirtschaft, das viele Verbraucher über die Medien vermittelt bekommen, hat mit der Wirklichkeit nichts zu tun. Harms Lösung heißt: SuperMeatBoy. Unter dieser Marke kann man in ausgewählten Supermärkten, vor allem aber online, leckere Salami von glücklichen Schweinen kaufen.

Offen und ehrlich zeigen, wie es in der Fleischerzeugung und Tierhaltung aussieht - das ist SuperMeatBoy. Hinter der Marke stecken ein paar findige Jungunternehmer.

„Die Schweinehaltung hat es schwer in der Öffentlichkeit. Das hat sie nicht verdient.“ Harm Böckmann, Gründer von SuperMeatBoy. Foto: Jana Dahlke

Harm wollte, dass Fleischprodukte moderner und transparenter gestaltet werden, um so das Vertrauen in die Landwirtschaft zurückzubringen. Während seiner Masterarbeit entstanden die ersten Ideen zum „ehrlichen Fleisch“, woraus sich letztendlich das Konzept des Unternehmens SuperMeatBoy entwickelte. Etwa zwei Jahre hat es von der Idee bis zur Vermarktung der ersten eigenen Salami gedauert.

Offen und ehrlich zeigen, wie es in der Fleischerzeugung und Tierhaltung aussieht - das ist SuperMeatBoy. Hinter der Marke stecken ein paar findige Jungunternehmer.

Der Schwerpunkt von SuperMeatBoy liegt auf Schweinefleisch von glücklichen Tieren, zum Beispiel aus dem Stall von Carl Ahrens-Westerlage Foto: Jana Dahlke

Der Schwerpunkt lag dabei ganz klar auf Schweinefleisch. „ Die Schweinehaltung hat einen unheimlich schlechten Stand in der Öffentlichkeit. Das hat sie nicht verdient“, erklärt Harm. Daher sah der Jungunternehmer hier den größten Handlungsbedarf. „Für den Kunden im Supermarkt ist es nicht nachvollziehbar, woher das Fleisch, beispielsweise bei Salami, kommt.“ Sein Ziel: eine transparente Vermarktung, um dadurch in den Augen der Verbraucher das Vertrauen in die Lebensmittelherstellung wiederherzustellen.

Offen und ehrlich zeigen, wie es in der Fleischerzeugung und Tierhaltung aussieht - das ist SuperMeatBoy. Hinter der Marke stecken ein paar findige Jungunternehmer.

„Ehrliches Fleisch ist für uns Transparenz von der Erzeugung bis zur Vermarktung.“ Niko Brand, Juniorchef Brand Qualitätsfleisch. Foto: Jana Dahlke

 

Von Anfang mit an Bord: Niko Brand, Juniorchef eines regionalen Schlachthofs. Harm und er kennen sich bereits seit mehreren Jahren. Harms Idee vom ehrlichen Fleisch traf bei ihm auf große Zustimmung. „Dieses Konzept konnte aber nur mit Landwirten und Unternehmen bestehen, die bereit dazu waren, ihre Türen zu öffnen“, erläutert Harm. Vor allem Tierwohl und Nachhaltigkeit stehen im Vordergrund des Projekts. Über Niko kamen sie mit dem Schweinehalter Carl Ahrens-Westerlage in Kontakt und konnten so die Tiere regional beziehen. Der Landwirt beschäftigt sich seit Längerem mit dem Thema Tierwohl und setzt auf Schweinehaltung im Außenklimastall. Die Haltungsform überzeugte. Die Tiere verfügen über 45 Prozent mehr Platz, Stroheinstreu, Beschäftigungsmaterial und Ringelschwänze und sind durch das offene System Wind und Wetter ausgesetzt. Die perfekten Schweine für die perfekte Wurst!

Offen und ehrlich zeigen, wie es in der Fleischerzeugung und Tierhaltung aussieht - das ist SuperMeatBoy. Hinter der Marke stecken ein paar findige Jungunternehmer.

Die SuperMeatBoys entschieden sich für die Salami als Produkt für ihr Unternehmen. Foto: Werkbild

Wurst ist nicht gleich Wurst. Die Wahl der Super Meat Boys fiel auf: Salami. Denn die ist ohne Kühlung lange haltbar und eignet sich daher für die Onlinevermarktung. Die nur 1 Stunde entfernte Teutoburger Wurstfabrik ist für die Herstellung verantwortlich. Die Wurst soll sich geschmacklich hervorheben. So kam die Vierte im Bunde, Nicola Böggemann, Geschäftsführerin der Teutoburger Wurstfabrik, ins Spiel. Sie ist für die leckere Rezeptur verantwortlich.

Offen und ehrlich zeigen, wie es in der Fleischerzeugung und Tierhaltung aussieht - das ist SuperMeatBoy. Hinter der Marke stecken ein paar findige Jungunternehmer.

„Die besondere Haltung unserer Schweine benötigt auch eine spezielle Vermarktung.“ Carl Ahrens-Westerlage. Foto: Jana Dahlke

Letzter Punkt des Konzepts: die Verpackung und Vermarktung. Wichtig ist den Machern eine kompromisslose Transparenz vom Ferkel bis zur eingepackten Wurst, damit auch die Verbraucher genau wissen, was in ihrer Salami steckt? Bei SuperMeatBoy lässt sich das Schweinefleisch über einen Trackingcode auf der Verpackung der Salami bis zum Landwirt zurückverfolgen. „Bei uns steht das Tier im Mittelpunkt der Vermarktung und keine Labels oder Siegel“, so Harm.

Mehr Infos gibt’s auf der Homepage der SuperMeatBoys.

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