Super Meat Boy macht super Wurst!

Offen und ehrlich zeigen, wie es in der Fleischerzeugung und Tierhaltung aussieht – das ist SuperMeatBoy. Hinter der Marke stecken ein paar findige Jungunternehmer.

Unser Autorenteam: Wiebke Herrmann und Jana Semenow sind Volontärinnen bei der dlz am Standort Hannover.

Harm Böckmann, Niedersachse, Agrarwissenschaftler und einfach ein cooler Typ, wurde irgendwann klar: Zwischen der Nutztierhaltung bis hin zum fertigen Produkt im Supermarkt und der Wahrnehmung der Kunden liegt eine Kluft. Eine riesige sogar. Das Bild von der Landwirtschaft, das viele Verbraucher über die Medien vermittelt bekommen, hat mit der Wirklichkeit nichts zu tun. Harms Lösung heißt: SuperMeatBoy. Unter dieser Marke kann man in ausgewählten Supermärkten, vor allem aber online, leckere Salami von glücklichen Schweinen kaufen.

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Harm wollte, dass Fleischprodukte moderner und transparenter gestaltet werden, um so das Vertrauen in die Landwirtschaft zurückzubringen. Während seiner Masterarbeit entstanden die ersten Ideen zum „ehrlichen Fleisch“, woraus sich letztendlich das Konzept des Unternehmens SuperMeatBoy entwickelte. Etwa zwei Jahre hat es von der Idee bis zur Vermarktung der ersten eigenen Salami gedauert.

Bild ist nur 6 cm breit.-sp-

Der Schwerpunkt lag dabei ganz klar auf Schweinefleisch. „ Die Schweinehaltung hat einen unheimlich schlechten Stand in der Öffentlichkeit. Das hat sie nicht verdient“, erklärt Harm. Daher sah der Jungunternehmer hier den größten Handlungsbedarf. „Für den Kunden im Supermarkt ist es nicht nachvollziehbar, woher das Fleisch, beispielsweise bei Salami, kommt.“ Sein Ziel: eine transparente Vermarktung, um dadurch in den Augen der Verbraucher das Vertrauen in die Lebensmittelherstellung wiederherzustellen.

js: Bitte zu dem Kasten SuperMeatBoy.vielen lieben Dank

„Die Schweinehaltung hat es schwer in der Öffentlichkeit. Das hat sie nicht verdient.“
Harm Böckmann, Gründer von SuperMeatBoy

Von Anfang mit an Bord: Niko Brand, Juniorchef eines regionalen Schlachthofs. Harm und er kennen sich bereits seit mehreren Jahren.

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„Ehrliches Fleisch ist für uns Transparenz von der Erzeugung bis zur Vermarktung.“
Niko Brand, Juniorchef Brand Qualitätsfleisch

Dritter im Bunde: Schweinehalter Carl Ahrens-Westerlage. Der ist Landwirt und beschäftigt sich seit Längerem mit dem Thema Tierwohl. Seine Schweine hält er im Außenklimastall. Die Tiere verfügen über 45 Prozent mehr Platz, Stroheinstreu, Beschäftigungsmaterial und Ringelschwänze und sind durch das offene System Wind und Wetter ausgesetzt. Die perfekten Schweine für die perfekte Wurst!

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„Die besondere Haltung unserer Schweine benötigt auch eine spezielle Vermarktung.“
Carl Ahrens-Westerlage

Wurst ist nicht gleich Wurst. Die Wahl der Super Meat Boys fiel auf: Salami. Denn die ist ohne Kühlung lange haltbar und eignet sich daher für die Onlinevermarktung. Die nur 1 Stunde entfernte Teutoburger Wurstfabrik ist für die Herstellung verantwortlich. Die Wurst soll sich geschmacklich hervorheben. So kam die Vierte im Bunde, Nicola Böggemann, Geschäftsführerin der Teutoburger Wurstfabrik, ins Spiel. Sie ist für die leckere Rezeptur verantwortlich.

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Was steckt drin? Bei SuperMeatBoy lässt sich das Schweinefleisch über einen Trackingcode auf der Verpackung der Salami bis zum Landwirt zurückverfolgen. „Bei uns steht das Tier im Mittelpunkt der Vermarktung und keine Labels oder Siegel“, so Harm.

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Wer mehr wissen will oder gleich einen Jahresvorrat der leckeren Salami anlegen, der wird hier fündig (Klick auf diese wunderbare Salami!!!):

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Noch viel mehr Infos rund um Harm, seine Produkte und vor allem über Landwirt Carl und sein Offenstall-Konzept gibt es übrigens in der Februar-Ausgabe vom dlz agrarmagazin und vom primus Schwein, mit Artikeln von unseren beiden Volontärinnen Jana Semenow und Wiebke Herrmann!

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