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Der Ausbau von Stromtrassen bewegt betroffene Landwirte bereits seit einiger Zeit. Für Entschädigungen beim Netzausbau gelten neue Richtwerte. Viele Beträge sind nun gesetzlich festgelegt. Wir geben einen Überblick.

Diese Entschädigung bekommen Landwirte für Stromtrassen

Der Ausbau von Stromtrassen bewegt betroffene Landwirte bereits seit einiger Zeit. Für Entschädigungen beim Netzausbau gelten neue Richtwerte. Viele Beträge sind nun gesetzlich festgelegt. Wir geben einen Überblick.

Mit der Energiewende benötigt Deutschland ein leistungsfähiges Stromnetz von Nord nach Süd. Die Planungen zum Bau dieser Leitungen wie A-Nord, Süd-Link oder Südost-Link sind im vollen Gang und halten betroffene Landwirte auf Trab. Denn die vorgesehenen Erd- und Freileitungen betreffen zwangsläufig auch landwirtschaftliche Fläche. Das Gesetz zur Beschleunigung des Netzausbaus (Netzausbaubeschleunigungsgesetz, NABEG) legt nun Richtwerte für entsprechende Entschädigungen gesetzlich fest.

Dienstbarkeitsentschädigung mit Beschleunigungszuschlag

Beim Verlegen von Energieversorgungsleitungen muss der Grundeigentümer dem Leitungsnetzbetrieber eine beschränkt persönliche Dienstbarkeit auf der betroffenen Fläche im Grundbuch einräumen. Diese besagt, dass das Unternehmen in einem Schutzstreifen die Leitung verlegen und betreiben darf.

Der Ausbau von Stromtrassen bewegt betroffene Landwirte bereits seit einiger Zeit. Für Entschädigungen beim Netzausbau gelten neue Richtwerte. Viele Beträge sind nun gesetzlich festgelegt. Wir geben einen Überblick.

Mit der persönlichen Dienstbarkeit räumt der Grundeigentümer dem Netzbetreiber quasi das Recht ein, in einem Schutzstreifen die Leitung zu verlegen und zu betreiben. Foto: imago

Die Dienstbarkeitsentschädigung setzt fest, dass Netzbetreiber einen gewissen Prozentsatz des Verkehrswerts der Schutzstreifenfläche bezahlen müssen:

  • bis zu 25 Prozent bei Höchstspannungsfreileitungen und Gleichstrom-Hochspannungsfreileitungen
  • bis zu 35 Prozent bei Höchstspannungserdkabeln und Gleichstrom-Hochspannungserdkabeln

Lässt der Grundstückseigentümer die geforderte Dienstbarkeitsbewiligung innerhalb von acht Wochen notariell beglaubigen, winkt ein Beschleunigungszuschlag von bis zu 75 Prozent der Dienstbarkeitsentschädigung.

Aufwandsentschädigung

Eine Aufwandsentschädigung von maximal 500 Euro pro Eintragung soll den Aufwand von Grundstückseigentümer und Bewirtschafter entschädigen, der mit der Eintragung der Dienstbarkeit entstanden ist. Für Mehrleistungen, wie zum Beispiel eine Miete einer Lagerfläche für den Zeitraum der Bauarbeiten oder einen Stellplatz für Baufahrzeuge, kann der Grundstückseigentümer frei mit dem Leitungsnetzbetreiber verhandeln.

Der Ausbau von Stromtrassen bewegt betroffene Landwirte bereits seit einiger Zeit. Für Entschädigungen beim Netzausbau gelten neue Richtwerte. Viele Beträge sind nun gesetzlich festgelegt. Wir geben einen Überblick.

Für Flur- und Aufwuchsschäden kann der Grundstückseigentümer einen zusätzlichen Ausgleich mit dem Leitungsnetzbetreiber verhandeln. Foto: imago

Wann die Neuregelung greift, welche Zahlungsfrist gilt und was Du sonst noch zum NABEG wissen musst, liest Du in der Juliausgabe von agrarheute.

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