Die Dürre ist dieses Jahr für die allermeisten Landwirte ein Deutschland ein großes Problem. So auch für Hofheldin Friderike. Wobei ihre Situation nicht ganz so dramatisch ist wie die anderer Kollegen.

Steppenfeeling in Niedersachsen

Die Dürre ist dieses Jahr für die allermeisten Landwirte ein Deutschland ein großes Problem. So auch für Hofheldin Friderike. Wobei ihre Situation nicht ganz so dramatisch ist wie die anderer Kollegen.

Friderike bloggt aus Niedersachsen über Käse, Kühe und Kinder.

Friderike bloggt aus Niedersachsen über Käse, Kühe und Kinder.

Moin liebe Hofhelden,

Der Hochsommer hat uns fest im Griff, seit drei Wochen hat es nicht geregnet und seit 14 Tagen haben wir jeden Tag 30 Grad. In anderen Gebieten Deutschlands ist die ganze Situation viel dramatischer, da hat es seit April nicht geregnet. Das mag ich mir garnicht vorstellen. Denn wir Landwirte sind immer noch eine der Berufsgruppen, die am meisten vom Wetter abhängig sind.

Die Dürre ist dieses Jahr für die allermeisten Landwirte ein Deutschland ein großes Problem. So auch für Hofheldin Friderike. Wobei ihre Situation nicht ganz so dramatisch ist wie die anderer Kollegen.

Unsere Wiesen sehen aus wie ein Steppe. Foto: privat

Was haben wir nur immer für Probleme mit dem Wetter? Letztes Jahr haben wir uns ja auch immer beschwert das es geregnet hat. Natürlich ist das trockene Wetter optimal für die Ernte und die folgende Strohbergung, jedoch stand erst garnicht viel auf dem Feld drauf zum Ernten. Das tut den Ackerbauern weh. Fast ein Jahr lang hegt und pflegt man die Felder, man steckt eine Menge Geld in die Frucht und man muss zusehen wie sie vertrocknet und nicht den gewünschten Ertrag bringt um die Kosten zu decken. Das ist richtig bitter.

Die Dürre ist dieses Jahr für die allermeisten Landwirte ein Deutschland ein großes Problem. So auch für Hofheldin Friderike. Wobei ihre Situation nicht ganz so dramatisch ist wie die anderer Kollegen.

Das Gras ist fast durchgehend braun. Foto: privat

Aber ich bin ja nun kein Ackerbauer sondern muss sehen wie ich meine Kühe satt bekomme. Das ist ein großes Thema, unsere Wiesen sehen aus wie eine Steppe. Zwischen dem fast braunen Gras, ragen nur ein paar Unkräuter heraus. Der dritte Schnitt lässt auf sich warten, dabei waren die ersten beiden auch nicht durch Masse geprägt. Das wird ganz schön eng!

Die Dürre ist dieses Jahr für die allermeisten Landwirte ein Deutschland ein großes Problem. So auch für Hofheldin Friderike. Wobei ihre Situation nicht ganz so dramatisch ist wie die anderer Kollegen.

Unser Mais steht zum Glück recht gut da. Foto: privat

Zum Glück steht unser Mais noch immer sehr gut. Darüber freue ich mich jeden Tag. Er ist groß, grün und hat Kolben angesetzt.

Die Dürre ist dieses Jahr für die allermeisten Landwirte ein Deutschland ein großes Problem. So auch für Hofheldin Friderike. Wobei ihre Situation nicht ganz so dramatisch ist wie die anderer Kollegen.

Er hat auch schöne Kolben angesetzt. Foto: privat

Nur wenige Kilometer weiter ist der Mais 1,5 m hoch, hat keine Kolben und ist schon fast vertrocknet, die Blätter zusammen gerollt und ganz spitz! Wie soll man davon seine Kühe ein Jahr lang satt bekommen? Das kann an die Existenz des Betriebes gehen. Da habe ich große Angst vor, dass uns sowas auch passiert. Dieses Jahr nicht mehr mit dem Mais, aber wer weiß, was noch passiert. Das Wetter ist unberechenbar und der größte Freund und Feind zugleich.

Die Dürre ist dieses Jahr für die allermeisten Landwirte ein Deutschland ein großes Problem. So auch für Hofheldin Friderike. Wobei ihre Situation nicht ganz so dramatisch ist wie die anderer Kollegen.

In anderen Regionen Deutschlands sieht der Mais hingegen echt schlimm aus. Foto: Schürer

Was mir gerade bei den hohen Temperaturen auch Sorge bereitet, ist der Zustand der Kühe. Es ist einfach zu heiß für meine Damen, sie stehen viel, hecheln, fressen weniger, geben weniger Milch und fühlen sich nicht besonders wohl. Auch das Immunsystem wird durch den Stress schwächer, Euterentzündungen und Probleme nach der Kalbung nehmen zu. Vor dem Melken spritzen wir sie mit Wasser nass und der Ventilator läuft auf Hochtouren.

Als nächsten Schritt wollen wir eine Art Kuhdusche bauen, Düsen vernebeln Wasser und die Kühe sollen sich so abkühlen können. So wie ich, wenn ich nach getaner Arbeit in den Pool springe.

Bis bald,

Eure Friderike

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Friderike ist als Hofheld-Bloggerin exklusiv powered by KTBL. Was auf ihrem Hof sonst so los ist, zeigt sie Dir hier.

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