Während seines Sommers als Erntehelfer hatte Niko keine Zeit, um Blogbeiträge zu schreiben. Das holt er jetzt in den nächsten Wochen nach. Zu Beginn verrät er, warum es ihn als Erntehelfer immer wieder in den Norden zieht. Kleiner Tipp: die dicken Maschinen sind es nicht. Foto: Tako Bannas

Nikos Sommerrückblick

Während seines Sommers als Erntehelfer hatte Niko keine Zeit, um Blogbeiträge zu schreiben. Das holt er jetzt in den nächsten Wochen nach. Zu Beginn verrät er, warum es ihn als Erntehelfer immer wieder in den Norden zieht. Kleiner Tipp: die dicken Maschinen sind es nicht.

Quereinsteiger Niko aus Baden-Württemberg.

Quereinsteiger Niko aus Baden-Württemberg.

Moin Hofhelden,

der Uni-Alltag hat mich wieder… naja wenn man es denn Uni-Alltag nennen kann. Derzeit heißt es für meine Kommilitonen und mich nämlich: „HomeOffice!“. Wir bekommen Vorlesungen ähnlich wie YouTube-Videos zum Stream und tauschen uns über Zoom-Meetings mit Dozenten und Kollegen aus. Da ich nun seit ca 2 Wochen wieder in der Heimat bin, beginnt für mich der klassische Herbst-Blues …

Die Erntehelferzeit im Osten ist vorbei und auch hier zu Hause haben wir die letzten Arbeiten erledigt. Nikolitsch bekommt also seine klassische, ca. bis Weihnachten dauernde Traktor-Depression. Und um diese besser zu verarbeiten, nehme ich Euch in den nächsten Wochen mit zu meinen Erlebnissen des diesjährigen Sommers. Leider hatte ich aufgrund der sehr arbeitsreichen Zeit von Juli bis Mitte Oktober nicht wirklich den Kopf frei, um Beiträge für zu schreiben, aber das wird jetzt nachgeholt! So werde ich einzelne Geschichten erzählen, Arbeitsgänge erklären und die schönen wie auch harten Momente des Sommers Revue passieren lassen.

Während seines Sommers als Erntehelfer hatte Niko keine Zeit, um Blogbeiträge zu schreiben. Das holt er jetzt in den nächsten Wochen nach. Zu Beginn verrät er, warum es ihn als Erntehelfer immer wieder in den Norden zieht. Kleiner Tipp: die dicken Maschinen sind es nicht. Foto: Niko Ziegler

Im Sommer bekam Niko (rechts) wieder Besuch von dem gehörlosen Fotografen Tako Bannas. Foto: Niko Ziegler

Begonnen hat der Sommer für mich mit einem alt bekannten Gesicht: Tako kam zu Besuch! Bereits in der ersten Woche war er da und machte hervorragende Bilder von meinem Kollegen und mir beim Fahrgassen aufmeißeln. Es war wieder sehr schön, den gut gelaunten, immer lachenden Fotografen zu sehen. Die Verständigung klappte wunderbar per Zeichensprache und die Fotoergebnisse aus diesem Sommer können sich wieder sehen lassen

Während seines Sommers als Erntehelfer hatte Niko keine Zeit, um Blogbeiträge zu schreiben. Das holt er jetzt in den nächsten Wochen nach. Zu Beginn verrät er, warum es ihn als Erntehelfer immer wieder in den Norden zieht. Kleiner Tipp: die dicken Maschinen sind es nicht. Foto: Tako Bannas

Fahrgassen aufmeißeln mit Kirchturm im Hintergrund. Foto: Tako Bannas

Fahrgassen aufmeißeln

An dieser Stelle nun ein kleiner lehrreicher Einschub: Die Fahrgassen in einem Acker sind fest angelegte Spuren, in denen meist von vornherein kein Getreide angesät wird. Sie haben einen regelmäßigen Abstand, der zur Arbeitsbreite der Pflegegeräte (Pflanzenschutzspritze und Düngerstreuer) passt und werden für diese Pflegemaßnahmen während der Wachstumsperiode mehrmals jährlich befahren. Dadurch verdichten sich diese Spuren natürlich stark und im Unterboden können wasserstauende Schichten entstehen. Um diese wieder aufzubrechen werden die Fahrgassen etwa 40-45cm tief mit einem Tiefenlockerer durchgefahren. Zwar wird in den meisten Fällen in den Folgejahren per GPS wieder dasselbe Fahrgassensystem auf einem Acker genutzt und man könnte überlegen, diese Spuren von vornherein einfach gar nicht zu bearbeiten, doch trockene Jahre wie dieses eignen sich einfach zu gut, um den Unterboden zu lockern, als dass wir diese Maßnahme hätten ausfallen lassen wollen. So steht in den Fahrspuren im nächsten Jahr erstmal kein Wasser und auch Überladeplätze wo die Getreide LKWs auf dem Acker standen und sonstige verdichtete Stellen konnten aufgelockert werden.

Während seines Sommers als Erntehelfer hatte Niko keine Zeit, um Blogbeiträge zu schreiben. Das holt er jetzt in den nächsten Wochen nach. Zu Beginn verrät er, warum es ihn als Erntehelfer immer wieder in den Norden zieht. Kleiner Tipp: die dicken Maschinen sind es nicht. Foto: Tako Bannas

Das goldene Ende einer weiteren langen Nachtschicht. Foto: Tako Bannas

Einige Wochen später besuchte Tako mich auf dem Quadtrack und schoss wahnsinnig tolle Fotos am Ende einer Nachtschicht um ca 5:00 Uhr morgens. Der Typ ist der wohl am meisten motivierte Fotograf den ich kenne. Die Ergebnisse sind Hammer und einige davon hängen an meiner persönlichen Fotowand daheim. Ich persönlich liebe es, Fotos von mir bei der Arbeit zu haben. Ich verbinde viele schöne Gefühle mit solchen Momenten, wenn die Sonne nach der Nachtschicht über dem Nebel aufgeht.

Neue Freunde auf neuen Wegen

Generell sind mir menschliche Kontakte, wie der zu Tako, einfach sehr wichtig. Ich gehe nicht jeden Sommer nach Mecklenburg nur um dort dicke Trecker zu fahren und viel für die Zukunft zu lernen. Ich fahre immer wieder nach MV, weil ich dort mittlerweile einen Freundeskreis aufgebaut habe. Seien es Erntehelfer aus vergangenen Jahren, Betriebsleiter oder Angestellte der Betriebe auf denen ich gearbeitet habe. Sie alle haben einen Eindruck auf mich hinterlassen und mir oftmals lehrreiche Worte mit auf den Weg gegeben. Dies ist nun also auch mal wieder ein Aufruf an die jüngere Generation dort draußen: Haut mal ab von daheim, lernt neues kennen und taucht in andere Welten und Orte ein! Es lohnt sich, macht Euch erfahrener und aufgebaute Netzwerke geben Rückhalt in vielen Situationen.

Während seines Sommers als Erntehelfer hatte Niko keine Zeit, um Blogbeiträge zu schreiben. Das holt er jetzt in den nächsten Wochen nach. Zu Beginn verrät er, warum es ihn als Erntehelfer immer wieder in den Norden zieht. Kleiner Tipp: die dicken Maschinen sind es nicht. Foto: Tako Bannas

Nachtschichtniko und der Quadtrack. Foto: Tako Bannas

Immer munter bleiben,

Euer Niko

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