Sich besser verstehen – einen kleinen Feld- und Flur-Knigge entwickelte die Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit der Jungen DLG. Im zweiten Teil unserer Serie geht es um das richtige Benehmen auf dem Feld.

So solltest Du Dich auf dem Feld benehmen

Sich besser verstehen – einen kleinen Feld- und Flur-Knigge entwickelte die Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit der Jungen DLG. Im zweiten Teil unserer Serie geht es um das richtige Benehmen auf dem Feld.

Auf dem Feld passiert ein Großteil Deiner eigentlichen Arbeit. Vielleicht sind es auch gerade die Arbeiten, die Dich richtig glücklich machen. Dort riecht es nach Erde, dort hört man außer dem Summen der Bienen nur die Vögel und den Wind und dort reibt man zufrieden die Körner aus der Ähre und testet ihre Härte zwischen den Zähnen. Auch hierbei kannst Du im Vorfeld oder währenddessen bewusst Dinge berücksichtigen, um die Nachbarschaft an den Freuden der Jahreszeiten teilhaben zu lassen, anstatt sie zu verärgern.

Die Reihenfolge optimieren

Ebenso wie Ihr die rücksichtsvolle Route zum Feld prüfen könnt, könnt Ihr auch die Bearbeitungsreihenfolge Eurer Schläge unter Gesichtspunkten der Beeinträchtigung von Anliegern optimieren. Muss die Bodenbearbeitung, die Gülleausbringung oder das Kalkstreuen bei sonnigen und damit staubigen Bedingungen genau Freitagnachmittags zur besten Terrassenzeit an der Neubausiedlung stattfinden, oder wäre es auf der Fläche am Wald auch möglich gewesen? Gegebenenfalls ist es auch möglich die Feldbearbeitung bei anstehenden Nachtschichten tagsüber an der Bebauung zu beginnen und von dieser wegwärts zu arbeiten. Bei größeren Schlägen ist dies auch eine sehr gute Lösung für das ans Wohngebiet angrenzende Vorgewende.

Wer hält eigentlich die Feldwege sauber?

Ihr bearbeitet Euer Feld. Beim Herausfahren auf den geteerten Feldweg passiert es – die Erde aus den Reifen des Treckers fällt auf den Weg. Im Idealfall hast Du eine Schaufel auf dem Gespann und Du räumst die Erde zurück auf das Feld. Um sich diesen Aufwand zu ersparen, nimm Dir beim nächsten Mal lieber vor, die Erde bereits auf dem Feld so gut wie möglich von Trecker und Anbaugerät zu entfernen oder die Ausfahrt über den an der entgegengesetzten Seite anliegenden Grasweg zu wählen um dort die Erde abzufahren, ohne dass sie andere stört.

Imagegewinn durch mehr Rücksichtnahme

Auf der Rückfahrt zum Hof kommt Dir auf dem Wirtschaftsweg eine Gruppe Radfahrer entgegen. Bitte reduziere Deine Geschwindigkeit, auch wenn der Weg primär der landwirtschaftlichen Nutzung unterliegt. Grüße die die Radfahrer freundlich, sicher würdigen sie diese rücksichtsvolle Begegnung.

Vielleicht grüßt Dich der Passant auch ganz von selbst. Unterbreche Deine Arbeit gerne einmal und halte wenn möglich an, denn dies ist der beste Zeitpunkt für einen Dialog. Schalte den Motor aus und steige vom Trecker ab – auf Augenhöhe unterhält es sich besser. Probiere es doch einmal aus, häufig kannst Du sogar noch erklären, warum Du gerade heute die jeweilige Arbeit durchgeführt hast.

Im dritten Teil geht’s darum, wie Ihr Euch gegenüber Eurer Nachbarn benehmen solltet. Das Original der Jungen DLG findet Ihr hier.

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