Heute gibt sich Schweinehalter Leon die Ehre. Unser neuer Blogger berichtet dir künftig von allerhand Schweinereien. Zum Auftakt wirft er ein Schlaglicht auf die Schweinehaltung in Deutschland und verrät, was sich seiner Meinung nach ändern muss.

Wie geht es Schweinehaltern in Deutschland?

Heute gibt sich Schweinehalter Leon die Ehre. Unser neuer Blogger berichtet dir künftig von allerhand Schweinereien. Zum Auftakt wirft er ein Schlaglicht auf die Schweinehaltung in Deutschland und verrät, was sich seiner Meinung nach ändern muss.

Schweinehalter Leon aus Niedersachsen.

Schweinehalter Leon aus Niedersachsen.

Liebe Hofheld-Community,

Ihr dürft ein neues Gesicht in der Blogger-Runde begrüßen. Ich bin Leon, bin 25 Jahre jung und komme aus dem wunderschönen Surwold im Landkreis Emsland in Niedersachsen. In Surwold bewirtschafte ich mit meiner Familie einen landwirtschaftlichen Betrieb mit mehreren Betriebszweigen. Zum einem sind wir in der Energieproduktion tätig (Biogasanlage und PV- Anlage). Einen Teil der Energiepflanzen bauen wir auf unseren Feldern an. Außerdem halten wir auch noch Schweine im geschlossenen System, das heißt die Ferkel werden auf unserem Hof geboren und aufgezogen, bis sie ihre Schlachtreife erreicht haben. Zu der „ Schweinerei“ unseres Betriebs werde ich euch demnächst mehr berichten. Heute soll es um die Schweinehaltung im Allgemeinen gehen.

Schweinehaltung in Deutschland

Die Schweinehaltung wird oft kritisch gesehen, da es oft neue Auflagen gibt (z.B. Ferkelnarkose, 5 m² pro Sau im Deckzentrum, … ) und die gesellschaftliche Wahrnehmung oft falsch übermittelt wurde/wird. Trotz dessen verliere ich nie die Motivation an meiner Arbeit. Ich möchte gerne in Zukunft auch mit Schweinen arbeiten, da mir die Arbeit Spaß macht.

Heute gibt sich Schweinehalter Leon die Ehre. Unser neuer Blogger berichtet dir künftig von allerhand Schweinereien. Zum Auftakt wirft er ein Schlaglicht auf die Schweinehaltung in Deutschland und verrät, was sich seiner Meinung nach ändern muss.

Ein Selfie von Leon in der Bucht des freien Abferkelns. Wenn die Sau abgesetzt ist, verbleiben die Ferkel noch sieben Tage in der Bucht. Foto: Trentmann

Aktuelle angespannte Situation

Aufgrund der Funde von ASP-Schweinen – also Schweinen, bei denen die Afrikanische Schweinepest nachgewiesen wurde – in Deutschland wurden der Export von Schweinefleisch gestoppt. Außerdem mussten bei Schlacht- und Zerlegebetrieben die Hygienebedingungen angepasst werden, dadurch sind die Schlachtleistungen leicht gesunken. Die beiden Aspekte haben zu einem deutlichen Verfall der Erlössituation gesorgt. Dieser „Schweinestau“ hindert momentan an eine normale Abnahme von Schlachtschweinen.

Wie Geht es in Deutschland weiter mit den Schweinen?

Die Frage stelle ich mir sehr oft. Auch die vorhin genannten Punkte beschäftigen mich. Ich blicke trotzdem optimistisch in die Zukunft. Die Produktion von Schweinefleisch hat weltweit einen sehr guten Ruf. Außerdem ist das deutsche Knowhow im Bereich der Schweine sehr gut und international gefragt.

Allerdings haben wir meiner Meinung nach, noch ein kleines Problem, welches geändert werden muss. Aktuell haben wir ein Selbstversorgunggrad von 120 %, das heißt wir produzieren 20 % zu viel Schweinefleisch für Deutschland. Daher sind wir sehr anfällig auf die Erlössituation, wie man aktuell auch mit der ASP-Situation sieht. Wären wir bei 80- 90 % würde es sehr einfacher laufen.

Unser Betrieb in Zukunft

Ich bin durch meine Öffentlichkeitsarbeit (auch in sozialen Netzwerken) oft in Kontakt mit Leuten ohne landwirtschaftlichen Hintergrund. Zudem habe ich ein Fenster im Stall, das öffentlich zugänglich ist. Dadurch zeige ich, dass ich nichts zu verstecken habe. Außerdem wird mir oft gesagt, dass es den Tieren gut geht. Das stimmt mich positiv.

Heute gibt sich Schweinehalter Leon die Ehre. Unser neuer Blogger berichtet dir künftig von allerhand Schweinereien. Zum Auftakt wirft er ein Schlaglicht auf die Schweinehaltung in Deutschland und verrät, was sich seiner Meinung nach ändern muss.

Ein Blick in das Freilauf-Deckzentrum von Leons Betrieb. Foto: Trentmann

Für mich ist es wichtig, dass die Tiere „artgerechter“ leben können und die wirtschaftliche Situation für Betriebe in Deutschland in Ordnung ist. Auf unserem Betrieb wird schon viel gemacht und es werden immer neue Sachen ausprobiert. Wir haben unser Deckzentrum seit über 40 Jahre schon im Freilaufsystem und ich bin damit sehr zufrieden. Außerdem probiere ich derzeit das freie Abferkeln, Bodenfütterung und Strohhaltung aus. Zu diesen Projekten werde ich euch in nächster Zeit detaillierter berichten.

Bis Bald,

Euer Leon

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