Rinder, Rüben und Rastede

Im vierten Block erwartete den Niedersächsischen Studienkurse ein bunter Strauß an Themen. Unter anderem ging es zur Schau der Besten. Und obwohl die Studienkursler bei der Ersteigerung einer Kuh als Studienkursmaskottchen scheiterten, tat das der Stimmung keinen Abbruch.

Philipp, Louisa und Anne berichten exklusiv vom Niedersächsischen Studienkurs 2018/2019.

Philipp, Louisa und Anne berichten exklusiv vom Niedersächsischen Studienkurs 2018/2019.

Hallo Hofhelden,

Nach der Grünen Woche hatten wir vorerst alle genug Großstadtluft geschnuppert und freuten uns auf einen 4. Block in unser aller Heimat – Niedersachsen. Es ging quer durch das schönste (und wir Niedersachsen neigen nicht zu Übertreibungen) aller Bundesländer: Von Rastede über Oldenburg, Bremen, Verden und Braunschweig in unsere Landeshauptstadt Hannover. Aber eins nach dem anderen.

Die Freude war groß, alle Gesichter des 15. Studienkurses am Sonntagabend in der Geno-Akadamie Weser-Ems in Rastede wieder zu sehen. Den örtlichen Gegebenheiten wurde sich prompt in Form von „Ammerländer Löffeltrunk“ angepasst. Prost!

„So hebt wi dat immer doh´n.“ – „So schall dat ok wieter goh´n.“

Die kommenden zwei Tage sollte sich für uns alles um Genossenschaften drehen. Was sich vielleicht etwas „dröge“ anhört, entpuppte sich als das genaue Gegenteil. Zwar schwirrte uns allen schnell von Bilanzen, Kennzahlen und Investitionsentscheidungen der Kopf, was uns von Wirtschaftsprüfer und Steuerberater vermittelt wurde, war dennoch alles andere als trocken! Jeder konnte für den eigenen Betrieb und vor allen Dingen für das Ehrenamt viel mitnehmen. Chancen und Knackpunkte des  Genossenschaftswesens wurden beim abendlichen Rollenspiel von uns allen getestet.

Den dritten Abend rundeten Diskussion und Führung mit dem Vorstandsvorsitzenden der Molkerei Ammerland ab. Hier konnten wir uns gleich anschauen und anhören, wie Genossenschaften in der Praxis funktionieren und was sie für und mit uns Landwirten möglich machen.

Hinter die Kulissen der Landwirtschaftskammer Niedersachsen durften wir auch schauen. Quelle: privat

Tag vier führte uns nach Oldenburg. Wir bekamen einen tiefen Einblick in die Arbeit der Landwirtschaftskammer und hatten Gelegenheit mit Haupt-und Ehrenamt zu diskutieren. Weiter ging es zum DMK nach Bremen. Bei Joghurt, Käsebrötchen und Kakao drehte sich das Gespräch nicht nur um Milch. Dr. Klaus Hein nahm sich viel Zeit für uns und konnte uns die Besonderheiten der Molkerei nahe bringen. Im Anschluss zog es uns nach Verden. Ein Wochenhighlight, selbst für die Ackerbauern unter uns: Die Schau der Besten. Wir scheiterten zwar bei der Ersteigerung einer Kuh als Studienkursmaskottchen, das tat der Stimmung aber keinen Abbruch und der ein oder andere war sicher froh, morgens erst gegen 7 und nicht schon zur Melkzeit aus dem Bett zu müssen.

Für eine Kuh als Studienkursmaskottchen reichte es bei der Auktion leider nicht. Quelle: privat

Am nächsten Morgen wurden wir in der Braunschweiger Küchenstraße erwartet. Bei der Nordzucker AG kamen nicht nur die Ackerbauern voll auf ihre Kosten. Es wurde viel diskutiert über die „Königin der Feldfrüchte“, „Fair Play“ im Rübenanbau und das Unternehmen selbst. Finanzen und Investitionspläne waren dabei ebenso Thema wie die Zukunft der Landwirtschaft im Allgemeinen. Am Nachmittag durften wir Helmut Bleckwenn, Vorsitzender des DNZ, begrüßen. Auch hier gab es angeregte Gespräche. Es wird gemunkelt, dass selbst die Emsländer unter uns sich jetzt vorstellen können Rüben anzubauen 😉

Bei Nordzucker wurde viel über die „Königin der Feldfrüchte“, „Fair Play“ im Rübenanbau und das Unternehmen selbst gesprochen. Quelle: privat

Es folgte eine (kurze) Nacht in Braunschweig, bevor wir am Freitag im Landvolkhaus in Hannover auf Hans-Georg Bruns trafen, der uns die Agravis Raiffeisen AG näher brachte. Beim gemeinsamen Mittagessen wurde viel gelacht, bis wir uns bei der VGH wieder ernsteren Themen widmeten: Brandschutz und Versicherungen standen auf der Tagesordnung, bevor alle wieder den Heimweg antraten.

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge blicken wir jetzt auf den letzten Block. Kaum zu fassen, dass es dann (schon) vorbei sein soll mit unserer Studienkurszeit. Wir sind zu einer tollen Truppe zusammen gewachsen, die sich beim kommenden Block in Brüssel sicher nicht zum letzten Mal sehen wird.

Bis dahin,

Louisa, Philipp und Anne

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