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Den richtigen Erntezeitpunkt zu wählen, ist von vielen Faktoren abhängig. Vor allem beim Raps solltest Du Dich jedoch nicht nur auf die Optik verlassen. Warum, das erfährst Du hier.

Rapsernte: So bestimmst Du den optimalen Erntezeitpunkt

Den richtigen Erntezeitpunkt zu wählen, ist von vielen Faktoren abhängig. Vor allem beim Raps solltest Du ganz genau hinschauen. Worauf zu achten ist, das verrät Dir unser Partner Rapool.

Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit Rapool entstanden.

Die Ernte ist in vollem Gange. Überall in Deutschland rollen Mähdrescher über die Felder, um die Erträge von Gerste, Raps und Co. einzufahren. Dabei gilt es natürlich, den richtigen Erntetermin zu erwischen. Bei Winterraps hängt dieser von der Sorte, aber ebenso stark auch von den Anbaubedingungen, dem Krankheits- und Schädlingsbefall und von der Witterung ab.

Den richtigen Erntezeitpunkt zu wählen, ist von vielen Faktoren abhängig. Vor allem beim Raps solltest Du Dich jedoch nicht nur auf die Optik verlassen. Warum, das erfährst Du hier.

Für den Ertrag ist der richtige Erntezeitpunkt entscheidend. Foto: pixabay/Miss_CASK

Wer zu früh erntet, riskiert Ertragsverluste aufgrund mangelnder Druschfähigkeiten. Verpasst Du hingegen den optimalen Abreifezeitpunkt, können Vorernteverluste oder extreme Wetterbedingungen den Rapsertrag mindern. Außerdem hängt der Ertrag natürlich auch von der Sorte ab.

Druscheigenschaften: Nicht nur auf die Optik verlassen

Die Rapssorten unterscheiden sich jedoch nicht nur im Ertrag, sondern auch in den Druscheigenschaften. Um die Charakteristik der Sorten genauer zu erfassen, führt Rapool seit vielen Jahren Mähdrusch-Versuche durch. Dabei erfasst das Unternehmen:

  • Kraftbedarf
  • Ertrag
  • Kornfeuchte
  • Feuchte des ausgedroschenen Strohs

Die Versuche zeigen, dass die optische Beurteilung der Stoppelfärbung und die gemessene Strohfeuchte nicht grundsätzlich übereinstimmen. Grüne Stängel können bereits relativ trocken sein und sich gut dreschen lassen. Gleichzeitig gibt es Typen mit einer hohen Restfeuchte, deren Stängel jedoch optisch braun sind. Mit solchen Erkenntnissen kann Rapool die Reife- und Druscheigenschaften von neuen Sorten wie Ludger, Violin oder Smaragd besser und früher beschreiben und in Relation zu den bekannten Sorten besser einordnen.

Diese Rapool-Sorten haben eine besonders gute Druschfähigkeit

Beim bestimmen des richtigen Erntezeitpunkts solltest Du nicht nur die Stängelfarbe kritisch beurteilen, sondern darfst Dich auch nicht von der Optik des oberen Schotendachs in die Irre führen lassen. Trockenheit, hohe Strahlungsintensität oder Hitzetage mit über 30°C können dazu führen, dass sich das obere Schotendach bereits sehr weit abgereift zeigt. Daraus ziehen Landwirte oft falsche Rückschlüsse auf den Reifeeindruck. Denn in solchen Fällen ist vor allem der Schotenansatz an den Seitentrieben ertragsrelevant. Er bestimmt rund 2/3 des Ertrags – auch, wenn einige Schoten im oberen Bereich schon ausfallen können. Richte daher den Erntetermin an die Reife der unteren Schoten aus.

Erntezeitpunkt: Vor allem in Stresslagen auf Seitentriebe achten

Vor allem in Stresslagen mit zum Beispiel starken Rapsglanzkäfer-Fraßschäden kann ein Bestand an den Haupttrieben nur wenige Schoten ansetzen. Den Ertrag bringen hier die Seitentriebe zweiter und dritter Ordnung. Da diese oft zeitlich verzögert blühen, setzen die Seitentriebe entsprechend später Schoten an. Die Folge: eine spätere, inhomogenere Abreife. Ein Grund mehr, warum du die Reife anhand der spätgebildeten Seitentriebe bestimmen solltest.

Den richtigen Erntezeitpunkt zu wählen, ist von vielen Faktoren abhängig. Vor allem beim Raps solltest Du Dich jedoch nicht nur auf die Optik verlassen. Warum, das erfährst Du hier.

Um den Reifegrad zu bestimmen, sollte man Schoten von Haupt- und Seitentrieben betrachten. Foto: pixabay/manfredrichter

Gerade in diesem Jahr musste der Raps bis zur Ernte einiges aushalten: Trockenheit, schlechter Feldaufgang und verspätete Düngetermine wegen Nässe im Februar. Der Winter ist ausgefallen, dafür litten manche Regionen unter Frost beim Schossen und in der Blüte. Anderen Regionen machten Rapserdfloh-Larven im Frühjahr zu schaffen. Neben schwachen Beständen mit Ertragserwartungen um 20 dt/ha sind in diesem Jahr je nach Region, Boden, Niederschlag und mehr aber auch Rapsbestände mit einem Potenzial von über 50 dt/ha zu finden.

 

Nach der Ernte ist vor der Aussaat. Auch hierzu gibt es wichtige Dinge zu beachten. Weitere Infos dazu findet ihr in Kürze www.rapool.de

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