Mann kocht: Pizza aus dem Feuer

Seit Wochen hat der wunderbare Frühling (eigentlich fast schon Sommer) Deutschland im Griff, also hat Philipp die Mann-kocht-Küche in den Garten verlegt. Es gibt Pizza vom Grill.

Der Teig

Zutaten: 500 g Mehl Typ 405 (oder wenn euer Supermarkt sehr gut sortiert ist „Typo 00“), ein Päckchen Hefe (20 g) oder 2 Beutel Trockenhefe, 8 EL Olivenöl, 150 ml warmes Wasser, 1 TL Salz, 1 TL Zucker

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Das Mehl und Salz in eine Rührschüssel geben. Die Hefe in einer Schale zerbröseln, Zucker dazugeben, im warmen Wasser auflösen. Dann die Flüssigkeit und das Öl unter Rühren mit dem Knethaken zum Mehl geben und weiter kneten, bis alles vermengt ist und ein geschmeidiger Teig entsteht. Mindestens genau so gut geht es übrigens ganz ohne Küchenmaschine. Einfach das Mehl auf eine (am besten hölzerne) Arbeitsunterlage geben, eine Mulde hineinformen und vorsichtig die Wasser-Hefe-Mischung dazugeben und mit den Händen verkneten. Wenn der Teig geschmeidig ist und sich beim Kneten von der Arbeitsplatte löst, ist er perfekt. Wenn er noch zu klebrig ist, etwas mehr Mehl hinzugeben.

Den Teig zu einer Rolle formen und in sechs gleich große Stücke teilen. Die einzelnen Pizzarohlingen noch einmal von allen Seiten mit Mehl bestäuben und mit dem Nudelholz oder den Händen in die gewünschte Pizzaform bringen. Wenn sie am Anfang noch nicht perfekt rund werden – macht nichts. Eure Pizza ist schließlich ein Unikat. Und mit der Zeit werdet ihr sehen, dass ihr immer besser werdet.

Die Soße

Zutaten: 1 Dose geschälte Tomaten, Tomatenmark, Salz

Klar kann man fertige Pizzasoße im Supermarkt kaufen. Genau so leicht ist es aber, sie einfach schnell selbst zu machen. Denn wie bei der Bolognese gilt: Wer bereits passierte Tomaten kauft, bekommt die schlechteste mögliche Qualität. Ich nehme ganze geschälte Tomaten aus der Dose, die ich mit Salz abschmecke und püriere. Für die Konsistenz kommt im Zweifel noch ein Löffel Tomatenmark dazu. Das war’s schon!

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Der Belag

Hier ist eure Fantasie gefragt. Wir nehmen gerne klassische Zutaten wie Schinken, Champignons, Oliven, Artischocken,……

Wichtig ist: Spart nicht an der Qualität des Käses, aber dafür lieber an der Menge. Das Zeug, das man im Supermarkt unter dem Namen „Pizzakäse“ erwerben kann, hat auf eurer Pizza nichts verloren. Ganz klassisch empfehle ich Büffelmozzarella (wirklich – nicht zu viel nehmen!) und für das Bisschen extra Würze ein wenig geriebenen Parmesan darüber.

Im Ofen

Ihr könnt eure Pizza natürlich einfach mit Backpapier auf dem Backblech backen. Ich empfehle aber dringend die Investition in einen Pizzastein. Den gibt es im Internet schon zwischen zwanzig und vierzig Euro und das Ergebnis ist die Ausgabe allemal wert.

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Übrigens könnt ihr so einen Stein auch einfach auf euren Grill legen. Sorgt einfach für so viel Hitze wie möglich und backt die Pizza bei geschlossenem Deckel. Die ideale Temperatur im Backraum sollte mindestens 350 Grad betragen – entsprechend verkürzt sich die Backzeit auf zwei bis drei Minuten.

Einige haben vielleicht sogar wie ich einen Pizzaofen. Das ist natürlich die perfekte Lösung. So kann man in der untergehenden Maisonne sitzen, ein gemütliches Feuer genießen und nebenbei wird die Pizza knusprig.

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Tipp: Eure Augen waren größer als der Magen? Aus übrig gebliebenem Teig könnt ihr im noch heißen Ofen  prima ein Ciabatta backen. Funktioniert auch super, wenn ihr es noch mit den Resten vom Belag, zum Beispiel Oliven oder getrockneten Tomaten füllt.

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