Der Niedersächsische Weg ist eine einzigartige Zusammenarbeit zwischen Naturschutzverbänden, Landwirten und Politik, um im Einklang mit der Natur nachhaltige Landwirtschaft zu betreiben. Das denkt Milchviehhalterin Friderike darüber.

Meine Meinung zum niedersächsischen Weg

Der Niedersächsische Weg ist eine einzigartige Zusammenarbeit zwischen Naturschutzverbänden, Landwirten und Politik, um im Einklang mit der Natur nachhaltige Landwirtschaft zu betreiben. Das denkt Milchviehhalterin Friderike darüber.

Milchviehhalterin Friderike aus Niedersachsen.

Milchviehhalterin Friderike aus Niedersachsen.

Liebe Hofhelden,

der Schutz unserer Natur und der Erhalt der Artenvielfalt ist in aller Munde. Nach dem Volksbegehren in Bayern ist nun auch der Nabu in Niedersachsen dabei, Unterschriften für ihr Begehren zum Schutz der Natur zu sammeln. Auf Wochenmärkten, in Büchereien oder anderen Orten werden Listen ausgehängt, in die man sich mit seiner Unterschrift für das Volksbegehren einschreiben kann.

Doch nahezu gleichzeitig wurde in Niedersachsen der „niedersächsische Weg“ entwickelt und dies ist eine einzigartige, so noch die da gewesene Zusammenarbeit aus Naturschutzverbänden, Landwirten und Politik. Denn es ist klar: eigentlich wollen wir das Gleiche!

Der Niedersächsische Weg ist eine einzigartige Zusammenarbeit zwischen Naturschutzverbänden, Landwirten und Politik, um im Einklang mit der Natur nachhaltige Landwirtschaft zu betreiben. Das denkt Milchviehhalterin Friderike darüber.

Beim niedersächsischen Weg ziehen Naturschutz, Politik und Landwirtschaft an einem Strang. Foto: Friderike Koller

Wir wollen die Natur und Umwelt schützen und wieder stärken, wir möchten nachhaltige Landwirtschaft betreiben, damit auch unsere Nachkommen gut leben können. Doch bislang wurden wir Landwirte immer etwas alleine damit gelassen. Dies soll sich nun ändern.

Ein großes Thema sind z.B. die Gewässerrandstreifen. Diese sollen in bestimmten Gebieten wieder vergrößert werden. Bedeutet für uns Landwirte: ein Teil unseres Ackers kann nicht zur Produktion von Lebensmitteln benutzt werden. Somit verringert sich unser Einkommen. Der „niedersächsische Weg“ sieht hierfür gezielte Entschädigungen vor, die von der Landesregierung auch schon gesichert zugesagt wurden. Ein weiterer großer Schritt, denn eine feste Finanzierung ist ein wichtiges Standbein bei so einem Projekt.

Der Niedersächsische Weg ist eine einzigartige Zusammenarbeit zwischen Naturschutzverbänden, Landwirten und Politik, um im Einklang mit der Natur nachhaltige Landwirtschaft zu betreiben. Das denkt Milchviehhalterin Friderike darüber.

Entschädigungen für Umweltleistungen, die Landwirte erbringen, sind ein fester Bestandteil des niedersächsischen Wegs. Foto: Friderike Koller

Doch was möchte der „niedersächsische Weg“ noch ändern? Es soll der Ökolandbau gefördert werden. Es werden neue Anreize zur Umstellung auf ökologischen Anbau gegeben. Das ambitionierte Ziel sind 10% ökologischer Landbau in Niedersachsen bis 2025. (15% bis 2030). Es sollen neue Verfahren und Wege zum Einsparen von Pflanzenschutzmitteln geben. Dadurch verspricht man sich eine wachsende Artenvielfalt. Auch die Forstbetriebe werden mitbedacht: Baumbestände sollen älter werden, Kahlschläge sollen vermieden werden und die Ernte soll den Schutz von Säugetieren und Vögeln in der Brut- und Setzzeit berücksichtigen.

Der Niedersächsische Weg ist eine einzigartige Zusammenarbeit zwischen Naturschutzverbänden, Landwirten und Politik, um im Einklang mit der Natur nachhaltige Landwirtschaft zu betreiben. Das denkt Milchviehhalterin Friderike darüber.

Friderike durfte an einer Infoveranstaltung mit Olaf Lie teilnehmen. Foto: Friderike Koller

Ich hatte das Glück, über die Landfrauen zu einem Termin der Sommertour von Olaf Lies eingeladen zu werden. Der „niedersächsische Weg“ war das Hauptthema. Vertreter von Land schafft Verbindung, dem Landvolk, der Landfrauen und dem Nabu nahmen an der Diskussion teil. Ich habe als „Verbraucher“ teilgenommen und habe mir somit einen Überblick über die einzelnen Standpunkte der Parteien machen können. Mein Fazit: es ist wieder eine Beeinträchtigung der Landwirte, jedoch hoffe ich, dass durch die gestellten Mittel die Landwirte ausreichend entschädigt werden können, sodass es nicht das Ende einzelner Betriebe bedeutet.

Denn was haben wir gewonnen, wenn unsere Lebensmittel aus China oder Russland importiert werden und wir keinen Einfluss auf die Produktion haben?

Bis bald,

Eure Friderike

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