Mann kocht: Schweinebraten

Diesmal gibt’s von Philipp einen leckeren Schweinebraten, mit dem Du an kalten Wintertagen für warme Herzen sorgst. Und das Beste: Er gelingt einfach immer!

Vor uns liegen einige gesellige Tage. Damit in der Küche trotzdem keine große Hektik ausbricht, machen wir diesmal einen Braten vom Schweinenacken, der einfach vorzubereiten ist und immer lecker schmeckt. Auch wenn man ihn mal eine Viertelstunde zu spät aus dem Ofen holt.

Der Braten

Zutaten: 1kg Schweinenacken, 1 Gemüsezwiebel, 1 Steckrübe, 1 Apfel, 500ml Fleischfond, 330ml Dunkelbier, 1Tl Kümmelsamen, grobes Salz

Das Fleisch trocken tupfen und von allen Seiten mit grobem Salz und Kümmel einreiben.

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Danach Zwiebeln, die Steckrübe und den Apfel grob würfeln. Währenddessen in einem (am Besten gusseisernen) Bräter einen Esslöffel Butterschmalz heiß werden lassen.

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Das Fleisch von allen Seiten scharf anbraten und herausnehmen. Dann im Schmalz das Gemüse anrösten und das Fleisch wieder zurück in den Bräter geben. Mit dem Fleischfond und Dunkelbier angießen und bei 150 Grad für anderthalb Stunden (in etwa) in den Ofen.

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Ich verwende ein einfaches Bratenthermometer – wenn die Kerntemperatur bei etwa 75 Grad liegt, ist der Braten fertig.

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Die Soße:

Für die Soße haben wir schon alles beisammen, was wir brauchen: Den Bratensaft und das Würzgemüse. In vielen Küchen ist es üblich, dass das Gemüse am Ende wieder aus dem Fond herausgenommen wird, bzw. die Soße durch ein Sieb gestrichen wird. Ich lasse das ausgekochte Gemüse in der Soße und püriere sie stattdessen. So bekommen wir auf Anhieb die nötige Bindung für eine schöne Bratensoße, die obendrein sehr lecker schmeckt.

Der Rotkohl:

Zutaten: 1 kleiner Rotkohl, 1 Zwiebel, 1 großer Apfel, 300ml Apfelsaft, 300ml Rotwein, Salz, Zucker, Wacholderbeeren

Rotkohl von den äußersten Blättern befreien, vierteln und den Strunk herausschneiden. Dann in etwa 2-3 mm feine Streifen schneiden.

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Zwiebeln und Apfel ebenfalls in kleine Streifen schneiden.

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Dann alles nach und nach in Butterschmalz anschwitzen. Rotwein und Apfelsaft angießen, die Wacholderbeeren hinzugeben und nach Belieben mit Salz und Zucker würzen.  Hier aber vorsichtig sein und lieber zum Ende der Garzeit abschmecken. Im Topf schmoren lassen, bis der Kohl die gewünschte Konsistenz hat. Das wird mindestens 45 Minuten dauern.

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Tipp: Man kann auch noch mit anderen Gewürzen herumprobieren. Ich verfeinere den Kohl zum Beispiel gerne noch mit einer ordentlichen Prise Zimt. Wenn es schneller gehen soll, kann man sich natürlich auch mit Rotkohl aus dem Glas behelfen. Auch der lässt sich durch Zugabe von Gewürzen und Wein schnell verfeinern.

Die Klöße:

Zutaten: 1kg mehlig kochende Kartoffeln, 200g Kartoffelmehl, 50g Butter, 1/8l Milch, 2 Eigelbe, 1 Scheibe Weißbrot, Salz, Muskat

Die Kartoffeln schälen und weich kochen. Dann zu Kartoffelpüree stampfen. Butter dazugeben und das Püree abschmecken. Die Milch erwärmen (nicht zu heiß) und zum Püree geben. Kartoffelmehl und Eigelbe dazugeben und alles zu einem glatten Teig verkneten.

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Weißbrot in der Pfanne rösten und in kleine Würfel schneiden.

Den Teig portionsweise zwischen den Händen zu Klößen in der gewünschten Größe formen und jeweils einen Brotwürfel hineindrücken.

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Die Klöße müssen nun 20 Minuten in heißem, aber nicht mehr kochendem Wasser ziehen.

Anrichten:

Wenn das Fleisch aus dem Ofen kommt, lässt man es am Besten noch einige Minuten ruhen. Dann vorsichtig in gleichmäßige Scheiben aufschneiden und auf den Tellern platzieren. Klöße und Rotkohl daneben und nach Belieben mit der pürierten Soße übergießen.

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Ich wünsche euch Allen eine frohe Weihnachtszeit und ein gutes neues Jahr!

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