Zu kalt, zu trocken, zu nass: die Bedingungen waren für den Mais von Fräulein Deere in diesem Jahr nicht unbedingt die Besten. Umso glücklicher ist sie darüber, dass sie bei der Aussaat im Frühjahr etwas Neues ausprobiert hat. Foto: Julia Schmid

Ein ganz besonderes Maisjahr

Zu kalt, zu trocken, zu nass: 2020 waren die Bedingungen für Fräulein Deeres Mais schwierig. Umso besser, dass sie bei der Aussaat etwas Neues ausprobiert hat.

Biolandwirtin Julia alias Fräulein Deere aus Bayern.

Biolandwirtin Julia alias Fräulein Deere aus Bayern.

Hallo meine Lieben,

ich und mein Maisi, Maisi, Mais – wer kennt nicht die Version des Liedes. Mein – beziehungsweise unser – Mais hatte heuer ein schwierigen Stand. Nach einem eher kühlen Frühjahr und Frühsommer folgte ein trockener Sommer folgte ein kühlerer regenreicher Oktober/November.

Gesät wurde der Mais bei uns am 8. Mai. Nach einer Woche wurden die Flächen blindgestriegelt und mit dem Auflaufen der Reihen das erste Mal gehackt. Im weiteren Verlauf sind wir dann nochmal mit dem Striegel und dem Hackgerät durch die Reihen gefahren.

Zu kalt, zu trocken, zu nass: die Bedingungen waren für den Mais von Fräulein Deere in diesem Jahr nicht unbedingt die Besten. Umso glücklicher ist sie darüber, dass sie bei der Aussaat im Frühjahr etwas Neues ausprobiert hat.

Auf ihren Flächen hatte Fräulein Deere in diesem Jahr vier verschiedene Sorten Mais stehen. Foto: Julia Schmid

Auf unserem Betrieb setzen wir auf verschiedene Sorten Mais. So hatten wir dieses Jahr vier verschiedene Sorten von unterschiedlichen Herstellern auf unseren Flächen. Seit ein paar Jahren nutzen wir unter anderem elektronengebeiztes Maissaatgut von DSV-Saaten und heuer das erste Mal die Beize Maispro Öko. Wir setzen auf diese „Besonderheiten“, um das Maiskorn beziehungsweise die Pflanze auf natürliche Weise zu stärken und vor Krankheiten zu schützen.

Vorteile des elektronengebeizten Saatguts

Im kalten Frühling konnten wir sehen, dass trotz – oder vielleicht gerade wegen – der schwierigen Bedingungen für den Mais die elektronengebeizten sowie die mit Maispro behandelten Maiskörner im Vergleich zu den unbehandelten große Vorteile hatte. Die Reihen liefen früher auf und auch die Jugendentwicklung war schneller und besser. Insgesamt waren die Pflanzen fitter und vitaler. In einem  eher ungünstigen Maisjahr lohnen sich solche Extras auf jeden Fall!

Zu kalt, zu trocken, zu nass: die Bedingungen waren für den Mais von Fräulein Deere in diesem Jahr nicht unbedingt die Besten. Umso glücklicher ist sie darüber, dass sie bei der Aussaat im Frühjahr etwas Neues ausprobiert hat.

Ein Teil der Ernte landet bei Fräulein Deere im eigenen Fahrsilo. Foto: Julia Schmid

Was machen wir mit unserem Mais? Einen Teil silieren wir für unsere Kühe ins Fahrsilo und machen Maissilagerundballen, der Rest wird als Körnermais für die Mastschweine gedroschen. Fertig sind wir allerdings noch nicht. Wie kann es heuer auch anders sein, ein Teil unseres Körnermaises steht noch am Feld – und das Anfang November.

Bis zum nächsten Mal,

Eure Fräulein Deere

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