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Unter Horse Baked stellt Saskia Lessmann aus NRW Pferdeleckerchen her. Fräulein Deere hat sie gefragt, wie sie auf die Idee gekommen ist und was ihren Erfolg ausmacht.

Macarons und Cupcakes für Pferde

Unter Horse Baked stellt Saskia Lessmann aus NRW Pferdeleckerchen her. Fräulein Deere hat sie gefragt, wie sie auf die Idee gekommen ist und was ihren Erfolg ausmacht.

Julia alias Fräulein Deere bloggt über ihr Leben mit und in der Landwirtschaft.

Julia alias Fräulein Deere bloggt über ihr Leben mit und in der Landwirtschaft.

Hallo meine Lieben,

Heute habe ich wieder ein Interview für euch. Ich bewundere Menschen die sich einfach was trauen. Wie Saskia, die sich mit der Herstellung von Pferdeleckerlis selbständig gemacht hat und immer erfolgreicher wird. Ich finde der Mut muss belohnt werden. Wie seht ihr das? Saskia ist unter „Horse Baked“ in den sozialen Medien unterwegs und eine Homepage hat sie natürlich auch. Viel Spaß beim Lesen wünscht euch eure Fräulein Deere

Fräulein Deere: Liebe Saskia, Danke das du dir die Zeit für unser kleines Interview genommen hast. Magst du dich ein kurz vorstellen, damit dich meine Leser ein bisschen kennenlernen?

Saskia: Hallo, mein Name ist Saskia Lessmann, bin 27 Jahre alt und komme aus NRW und habe mich selbstständig mit dem Herstellen von Pferdeleckerchen gemacht.

Fräulein Deere: Wie bist du auf die Idee von Horse Baked gekommen?

Saskia: Ich hatte mich schon immer gewundert, wieso der Reitsport nicht mehr für die Mädchen macht. Damals war noch alles sehr klassisch, Schabracken gab es nur in drei oder vier verschiedenen Farben, Reithosen waren auch eher Uni, ebenso wie die Leckerchen. Es gab einfach immer nur irgendwie Sticks oder Brocken. Das nervte mich schon immer. Mal davon abgesehen, dass es nie etwas ohne Konservierungsstoffe gab. Alle Leckerchen, die ich bisher hatte, waren immer in großen Werken hergestellt worden. Ich wusste einfach, dass es auch einfacher gehen muss. Die Idee mit der Bäckerei kam mir tatsächlich beim Donutessen am Stall. „Darf ich dem Pferd ja nicht geben.“, dachte ich mir. Und so hatte meine Idee auch eine Richtung und zwar Donuts und Co. für Pferde.

Unter Horse Baked stellt Saskia Lessmann aus NRW Pferdeleckerchen her. Fräulein Deere hat sie gefragt, wie sie auf die Idee gekommen ist und was ihren Erfolg ausmacht.

Saskia Lessmann von Horse Baked hat ein Herz für Pferde. Foto: Horse Baked

Fräulein Deere: Wie warst du vorher mit Pferden und oder der Landwirtschaft verbunden?

Saskia: Ich reite seitdem ich 6 Jahre alt bin und bin quasi in einem Reitstall groß geworden. In den Ferien habe ich immer im Stall gemistet und andere Arbeiten erledigt. Je nachdem, was eben angefallen ist. Morgens die Pferde füttern, rausstellen, reiten (hab auch die Urlaubsvertretung für Einsteller gemacht), abends wieder reinholen und wieder füttern. Habe somit über Jahre hinweg den Alltag hautnah miterleben dürfen. Zudem habe ich 2 Jahre an einem Trakehner Gestüt „gearbeitet“ neben der Schule. Bin dort mit auf Fohlenschauen gefahren, habe Pferde mit angeritten, hatte dort Unterricht. Derzeit pausiere ich jedoch, da ich mir den Traum vom eigenen Pferd erfüllen möchte, d.h. das Geld, das ich jetzt in eine Reitbeteiligung stecken würde, spare ich 🙂

Fräulein Deere: Welche Schwierigkeiten kamen auf dich zu und hast du diese so erwartet?

Saskia: Schwierigkeiten hatte ich mit den Cupcakes. Es war wirklich brutal, wie viel ich getüftelt habe, bis ein Cupcake entstanden ist. Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet. Ich bin bis heute noch nicht am perfekten Rezept angekommen.

Fräulein Deere: Würdest du dich wieder dafür entscheiden und was würdest du anders machen?

Saskia: Ja, ich würde es immer wieder tun. Natürlich hat man immer das Risiko zu scheitern. Aber andersrum ist ein Leben in einem Job, den man nicht liebt, nicht lebenswert. Hört sich vielleicht etwas dramatisch an, aber man verbringt nun mal nach der Schule den größten Teil seines Tages auf der Arbeit und ich finde, wenn dann da nicht alles passt, geht das gar nicht. Also würde ich jedem anderen auch empfehlen, das zu tun, was man liebt. Im Nachhinein, hätte ich mir nur mehr Eigenkapital gewünscht. Der Weg ohne ist bis heute schwer. Da würde ein finanzielles Polster gut tun.

Unter Horse Baked stellt Saskia Lessmann aus NRW Pferdeleckerchen her. Fräulein Deere hat sie gefragt, wie sie auf die Idee gekommen ist und was ihren Erfolg ausmacht.

Eine besondere Herausforderung ist es, Cupcakes für Pferde zu backen. Foto: Horse Baked

Fräulein Deere: Es herrscht in unsrer Branche teilweise immer noch starker Neidgedanke. Wie gehst du mit Konkurrenz um?

Saskia: Konkurrenz gibt es für mich in dem Sinne nicht, da ich mit meiner Bäckerei (Donuts, Cupcakes, Gugelhupf) die erste auf dem Markt war. Ich sehe das aber generell nicht so eng, auch wenn ich manchmal als Nachmacherin abgestempelt werde, weil es da wohl 1 oder 2 Menschen vor mir gab, die Leckerlie selbst hergestellt haben. Dabei mache ich ja mein eigenes Ding. Ich helfe auch Mädchen, die mal selber probieren wollen zu backen. Ich find miteinander immer viel schöner. Mitbewerber gibt es immer, das macht doch auch den Reiz aus. Ich sag auch immer, soll Audi jetzt aufhören Autos herzustellen, nur weil Mercedes das auch macht? Jeder wird immer seine eigenen Kunden haben, die einen den anderen bevorzugen werden.

Fräulein Deere: Was würdest du jemand raten der sich rund um die „grünen Berufe“, sprich Land-,Pferde- und Forstwirtschaft selbstständig machen will?

Saskia: Ich würde anderen raten, sich diesen Schritt gründlich zu überlegen. Es ist nervenaufreibend und Feierabend gibt es nicht. Und es muss immer einen Plan B geben, auch wenn man an Plan A glaubt. Ich habe zum Beispiel zwei abgeschlossene Berufsausbildungen, sodass es für mich auch immer einen Weg zurückgeben kann. Ich würde auch jedem raten, einen Nebenjob zu haben, sodass man seine monatlichen Rechnungen in jedem Fall bezahlen kann.
Im Bereich Landwirtschaft, bzw. Tierverpflegung ist es auch noch sehr sehr wichtig, sich bei den zuständigen Ämtern zu melden. Die kommen nämlich nicht auf dich zu. Du musst auf sie zugehen und sagen, dass es dich gibt.

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