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#Lifehack: Wäsche waschen

Wäsche waschen – jeder macht es und irgendwie finden es die einen super und die anderen überfordert es total! Doch gibt es ein paar Tricks, die dabei helfen das Ganze entspannter zu gestalten!

Hauswirtschafterin Marleen teilt hofheldenhafte Lifehacks mit Dir.

Hauswirtschafterin Marleen teilt hofheldenhafte Lifehacks mit Dir.

Der Wäscheberg häuft sich im Badezimmer und es ist mal wieder alles dabei, von Handtüchern über die gute weiße Ausgeh-Bluse oder ganz normale Socken und T-Shirts! Damit das Ganze irgendwie nach dem Waschen auch immer noch so schön ist, wie es war als es aus dem Schrank kam, gibt es ein paar Dinge zu beachten:

Tipp #1: Getrennt waschen!

Ja Mama, Oma und Tante haben es schon immer gepredigt, die Wäsche zu trennen! Aber glaubt ihnen, es hilft! Buntes mit buntem, schwarz zu schwarz, weiß zu weiß! Vorsortieren erspart im Nachhinein viel Arbeit! Und auch das Überladen einer Maschine bringt keinen Erfolg, lieber zwei Maschinen waschen, dann wird es auch alles sauber.

Tipp dafür: mit der Hand oben in die Trommel fassen – es sollte so viel Platz sein, dass man die Hand drehen kann!

Tipp #2: Temperaturen beachten – hilfreich für das Kleidungsstück und die Maschine!

Schaut ins Etikett, wenn es nicht schon rausgeschnitten ist. Neben den lustigen Zeichen gibt es in der Regel auch eine schlichte Zahl mit der Temperatur! Meist lassen sich Kleidungsstücke mit einem sehr hohen Anteil an Baumwolle (meist über 80%) gut bei 60 Grad waschen und man sollte es auch tun! Gerade Unterwäsche und Handtücher haben es nötig! Bunte Wäsche lässt sich gut bei 40 Grad waschen, wenn nichts anderes vorgegeben ist! Richtige Küchen-und Kochwäsche, wie Geschirrhandtücher lassen sich bei 90 Grad „kochen“, wie es der Name schon sagt!

Und das gefällt auch der Maschine, denn alle Maschinenteile insbesondere die Abwasserleitungen profitieren davon, dass mit heißem Wasser gespült wird. So entfernen sich Gerüche, Bakterien und Ablagerungen, die besonders bei Eco-Programmen unter 40 Grad anfallen!

Die kleinen Zettelchen retten uns und der Wäsche oft das Leben. Quelle: Krüger

Die kleinen Zettelchen retten uns und der Wäsche oft das Leben. Quelle: Krüger

Tipp #3 Schleuderdrehzahl beachten!

Wenn ihr wenig Bock auf Bügeln habt, dann schleudert eure Blusen und Shirts doch einfach mal nur auf 900 Umdrehungen anstatt 1400! Die Trocknungszeit ist dann natürlich länger. Hängt man sie jedoch an einen luftdurchzogenen Ort glatt, direkt auf den Bügel, so erspart es Euch viel Bügelarbeit!

Ein weiterer Tipp ist es, alle Kleidungsstücke aber auch Handtücher direkt glatt aufzuhängen und nach Möglichkeit so die Falte zum späteren zusammenlegen schon vorgeben, auch hier spart ihr ne Menge Zeit.

Es geht auch um die Schonung der Faser, je mehr man schleudert umso mehr leidet die Faser. Besonders bei Wollpullovern oder zarten Blusen mit Seidenanteil, ist darauf zu achten wenig zu schleudern und das ‚pflegeleicht‘-Programm auszuwählen, die in der Regel mit mehr Wasser schonend waschen.

Für Bügelmuffel: Die Wäsche gleich und schln glatt aufhängen. Quelle: Krüger

Für Bügelmuffel: Die Wäsche gleich und schln glatt aufhängen. Quelle: Krüger

Tipp #4 Das richtige Waschmittel!

So gut unsere Drogeriemärkte es doch mit uns meinen, umso mehr sind wir doch alle verwirrt, was man denn nun wirklich braucht! In der Regel reicht ein Vollwaschmittel in Pulverform für alle (meist weißen) Baumwollstücke die gerne bei 40-90 Grad gewaschen werden.

Denkt dran, in Vollwaschmittel sind Bleichmittel enthalten, also hauptsächlich weiße Kleidung damit waschen!

Für bunte Sachen reicht ein Colorwaschmittel (gerne auch in Pulverform, geht aber auch flüssig) welches mit Hilfe von Farbinhibitoren und Vergrauungsschutz dafür sorgen, dass die Faser farblich stabil bleiben und rot länger rot bleibt, oder gelb länger gelb! Für feine Sachen, wie Wollpullover oder Blusen reicht ein Fein-und Wollwaschmittel welches bei 30 Grad seine Wirkung erzielt und die Faser schont. Hierbei ist stets darauf zu achten, dass keine Enzyme enthalten sind, da diese die tierische Faser zerstören!

Das richtige Mittel für den richtigen Wäschehaufen - die Auswählt fällt schwer. Quelle: Krüger

Das richtige Mittel für den richtigen Wäschehaufen – die Auswählt fällt schwer. Quelle: Krüger

Tipp #5 Hilfsmittel & CO – Was brauche ich wirklich?

Weichspüler die nach 1001- Orient mit Sandelholz und Rosenduft riechen und alle anderen Produkte mit viel versprechenden Eigenschaften – so richtig brauchen tut man sie nicht! Sie sorgen zwar dafür, dass die sogenannte Trockenstarre beim Lufttrocknen nicht entsteht und gerade bei Handtüchern mögen viele dieses weiche, abperlende Gefühl, aber wer einen Moment an die Umwelt denkt und auch mit dem regulären Duft der anderen Waschmittel leben kann, der sollte sich von den bunten Weichspülerflaschen trennen!
Bei Flecken hilft bis heute die altbewährte Gallseife, welche auch in jedem Haushalt ein Plätzchen haben darf. Auch ein Fleckensalz welches man zur Wäsche dazu gibt, kann vergraute Shirts und Handtücher wieder weiß strahlen lassen! Manchmal hilft es aber auch den Fleck vorher mit Geschirrspülmittel oder flüssigem Waschmittel ein zu reiben.

Tipp für die Landwirte unter uns: Bei Arbeitshosen mit Schmiere, Gülle und richtig Schlick dran hilft es die Dosierung des Waschmittels zu erhöhen und mit mehr Wasser zu waschen (Plus Wasser/ Vorwäsche)!

Sorgt dafür, dass die guten Hemden auch sauber werden, nach dem Eure Arbeitshose drin war. Quelle: pixabay

Sorgt dafür, dass die guten Hemden auch sauber werden, nach dem Eure Arbeitshose drin war. Quelle: pixabay

Damit die Maschine danach auch wieder für die anderen Familienmitglieder genutzt werden kann, einfach zwei Geschirrspültabs oder Pulver in die Maschine geben und leer im Kurzprogramm waschen! Das hilft auch bei unangenehmen Gerüchen, wie nach dem Waschen einer Hundedeck.

Bis dahin, viel Spaß beim Waschen und lasst es nicht zu einer Wissenschaft werden! Mit ein bisschen Übung können auch Jungbauern ihre Arbeitskleidung oder ihr Karo-Hemd waschen, wenn die Mama mal im Urlaub ist. Und wenn das nicht klappt, ihr kennt mit Sicherheit eine Hauswirtschafterin die Euch da weiter hilft!

#HauswirtschaftundLandwirtschafteineSynergie
#eskönnteallessoeinfachsein #istesauch

Grüße,

Eure Marleen

Was Marleen sonst noch so macht? Finde es hier heraus!

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