Was machen eigentlich die AgrarScouts auf der Grünen Woche in Berlin? Diese Fragen beantwortet Euch Leo. Zudem erzählt er, wie die Gespräche mit den Verbrauchern verlaufen sind und warum er am Ende positiv gestimmt war.

AgrarScouts auf der Grünen Woche in Berlin

Was machen eigentlich die AgrarScouts auf der Grünen Woche in Berlin? Diese Frage beantwortet Dir Leo. Zudem erzählt er, wie die Gespräche mit den Verbrauchern verlaufen sind und warum er am Ende positiv gestimmt war.

Leo-Rösel-PorträtLiebe Hofhelden,

im letzten Beitrag habe ich euch erzählt, wie wir Agrarscouts in Sachen Kommunikation geschult wurden. Die Motivation, die ich aus dem Seminar mitgenommen habe, konnte ich jetzt gleich mit zur Internationalen Grünen Woche (IGW) nehmen. Doch von vorne:

Was machen die Agrarscouts auf der Grünen Woche?

Die größte Agrarscout Aktion im Jahresverlauf ist definitiv der Erlebnisbauernhof. Wer sich auf der IGW, der größten Verbrauchermesse Deutschlands, nicht nur den Bauch mit Leckereien aus aller Welt vollschlagen wollte, sondern auch etwas über die Herkunft der Lebensmittel erfahren wollte, der war hier genau richtig.

Was machen eigentlich die AgrarScouts auf der Grünen Woche in Berlin? Diese Fragen beantwortet Euch Leo. Zudem erzählt er, wie die Gespräche mit den Verbrauchern verlaufen sind und warum er am Ende positiv gestimmt war.

Der Ackerbaucontainer, hier kommen die Besucher virtuell mit aufs Feld. Foto: privat

Der Erlebnisbauernhof wird vom Forum Moderne Landwirtschaft zusammen mit rund 50 Partnern organisiert. Und was wäre ein Bauernhof ohne Bauern? Nichts! Darum tummelten sich hier während der Messe über 100 Agrarscouts. Sie gaben der Landwirtschaft nicht nur ein Gesicht, sondern auch Mund und Ohren.

Während der Grünen Woche kommen sowohl erfahrene, als auch neue Agrarscouts zum Einsatz. Die „Neuen“ bekommen auch eine eintägige Schulung. Hier in der Hauptstadt haben wir die Möglichkeit mit den Verbrauchern ins Gespräch zu kommen. Wir können den Leuten erzählen wie die Lebensmittelproduktion auf unseren Betrieben zu Hause abläuft und Fragen dazu beantworten. Umgekehrt können wir Landwirte uns auch ein Bild davon machen, was die Stadtmenschen von uns erwarten, was sie sich wünschen oder einfach wie das Bild der Landwirtschaft in der Stadt ist.

Was machen eigentlich die AgrarScouts auf der Grünen Woche in Berlin? Diese Fragen beantwortet Euch Leo. Zudem erzählt er, wie die Gespräche mit den Verbrauchern verlaufen sind und warum er am Ende positiv gestimmt war.

Der Spaß kommt nicht zu kurz, die Agrarscouts in der Fotobox. Foto: privat

Wie läuft so ein Agrarscout Einsatz ab?

Da die Plätze auf dem Erlebnisbauernhof immer sehr begehrt sind, müssen sich auch die erfahrenen Agrarscouts dafür bewerben, der Aufruf dazu kommt schon im Dezember. Bis Weihnachten steht dann meist das Datum für den Einsatz fest, wenn man eine Zusage bekommt.

Ich habe meinen Einsatztag dann kurz vor Weihnachten gesagt bekommen und konnte mich gleich um die Anreise und das „Rahmenprogramm“ kümmern. Durch den Einsatztag am ersten Samstag der Messe hatte ich die Möglichkeit, vorher den legendären Baywa Abend auf der Grünen Woche zu besuchen. Also auch die Tracht noch in den Koffer gepackt und auf nach Berlin! Das Orgateam hat uns vorher noch die Kontaktdaten der anderen Agrarscouts zukommen lassen, so konnten wir uns am Abend zuvor schon treffen und uns kennenlernen, Teambuilding eben. 🙂

Was machen eigentlich die AgrarScouts auf der Grünen Woche in Berlin? Diese Fragen beantwortet Euch Leo. Zudem erzählt er, wie die Gespräche mit den Verbrauchern verlaufen sind und warum er am Ende positiv gestimmt war.

Im Gespräch mit einer Famile, die Kinder gucken ein 360° Video am Tablet. So kommt man gut mit den Eltern oder Großeltern ins Gespräch. Foto: Forum Moderne Landwirtschaft

Am Samstagmorgen sind wir zusammen zur Messe gefahren und haben dort zuerst eine Führung durch die Halle des Erlebnisbauernhofs bekommen. Die Aufteilung der Halle war in diesem Jahr neu und zum ersten Mal stand der Erlebnisbauernhof unter einem Motto. #Klimapraktiker war das Thema von und für die Landwirtschaft. Nachdem dann jeder wusste, wo was zu finden ist, haben wir uns an den einzelnen Stationen positioniert und auf die ersten Besucher gewartet.

Wie sind die Gespräche verlaufen?

Das Publikum an diesem Tag war bunt gemischt. Da es Samstag war, waren natürlich viele Familien unterwegs. Die Kinder konnten wir schnell am „Schweinemobil“ für unsere Plastikferkel (echte Schweine durften wegen der Afrikanischen Schweinepest nicht auf die Messe) begeistern und so auch mit den Eltern ins Gespräch kommen.

Was machen eigentlich die AgrarScouts auf der Grünen Woche in Berlin? Diese Fragen beantwortet Euch Leo. Zudem erzählt er, wie die Gespräche mit den Verbrauchern verlaufen sind und warum er am Ende positiv gestimmt war.

Echte Schweine durften leider nicht mit zur Messekommen, darum gab es Plastikschweine. Foto: privat

Schwerpunktmäßig war ich allerdings am Ackerbaucontainer anzutreffen, hier konnten wir mittels Tablets die Besucher virtuell mit aufs Feld nehmen. Von kurzen Fragen wie „Welches Getreide ist in den Säcken?“ bis zu tiefergehenden Gesprächen zur Zukunft der Landwirtschaft waren alle Themen dabei.

Für mich ist es bei solchen Gesprächen immer besonders wichtig, dass man nicht nur seinen Standpunkt vertritt und zeigt, sondern auch zuhört, welche Sorgen oder Wünsche die Verbraucher haben. So kann ich für mich neue Impulse und vielleicht die ein oder andere Idee mit nach Hause nehmen.

Was machen eigentlich die AgrarScouts auf der Grünen Woche in Berlin? Diese Fragen beantwortet Euch Leo. Zudem erzählt er, wie die Gespräche mit den Verbrauchern verlaufen sind und warum er am Ende positiv gestimmt war.

Auch die Politik hat Interesse an der modernen Landwirtschaft. Im Gespräch mit Frau Dr. Antje Draheim. Foto: Forum Moderne Landwirtschaft

Besonders beliebt ist der Erlebnisbauernhof auch bei Politikern, sie bekommen meist eine Führung durch die Halle. Da kann es schon mal vorkommen, dass dein Handy klingelt und jemand vom Orgateam dran ist; „Bitte um 10.30 Uhr an den Ackerbaucontainer kommen, es kommt eine Führung mit dem Minister XY“. Ich durfte zwei solcher Führungen machen, einmal für MdL Peter Hauk, Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz in Baden Württemberg und später noch für Frau Dr. Antje Draheim, Staatssekretärin aus Mecklenburg Vorpommern.

Dass solche Leute auch Interesse daran haben zu erfahren, wie die Landwirtschaft funktioniert, dass sie sich Zeit nehmen für uns Landwirte und uns zuhören, das hat mich positiv gestimmt und bestätigt, dass es der richtige Weg ist die Landwirtschaft in der Öffentlichkeit zu vertreten.

Was machen eigentlich die AgrarScouts auf der Grünen Woche in Berlin? Diese Fragen beantwortet Euch Leo. Zudem erzählt er, wie die Gespräche mit den Verbrauchern verlaufen sind und warum er am Ende positiv gestimmt war.

Landtechnik ist immer ein Besuchermagnet. Häufigste Frage: „Was kostet das?“. Foto: privat

Mein persönliches Fazit

Mir hat es wieder unheimlich viel Spaß gemacht, „als Bauer in die Stadt zu fahren“ und dort zu erzählen was wir täglich machen. Fast alle Rückmeldungen der Gesprächspartner waren positiv, darum werde ich genau so weitermachen! Und weil mir das so viel Spaß macht, konnte ich noch ein paar weitere Bekannte dazu motivieren auch als Agrarscout anzufangen. Auch Hofheldin Laura war bei den neuen Agrarscouts dabei, wie ihr erster Einsatz so verlaufen ist, das erzählt sie euch am besten selber.

Bis Bald! Euer Leo

 

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