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Laura war ein totales Stadtmädchen. Durch einen Zufall landete sie eines Tages im Kuhstall. Dort war ihr sofort bewusst, dass sie unbedingt in der Landwirtschaft arbeiten wollte. Was sie alles unternommen hat, um ihren Traum zu verwirklichen, liest du hier.

Das Stadtmädchen, das unbedingt aufs Land wollte

Laura war ein totales Stadtmädchen. Durch einen Zufall landete sie eines Tages im Kuhstall. Dort war ihr sofort bewusst, dass sie unbedingt in der Landwirtschaft arbeiten will. Wie sie ihren Traum lebt, erzählt sie künftig auf Hofheld.

Porträt-Laura-Köster

Quereinsteigerin Laura aus NRW.

Hallo zusammen,

ich bin Laura, 25 Jahre alt und komme aus dem schönen NRW. Im folgenden Beitrag lest Ihr meine Story, wie ich als totales Stadtmädchen auf die (und in die) Landwirtschaft kam.

Wo fangen wir denn an? Wie merkte ich denn überhaupt, dass ich diese Leidenschaft hab? Ich hatte damals eine Fernbeziehung & er reparierte Traktoren auf einem Bauernhof. Hier wurden Kühe fürs Fleisch gehalten. Er schraubte also an den Traktoren und parkte mich im Kuhstall. Da stand ich nun, als Vollblut-Stadtfrau, mitten im Gras für die Kühe. Hier wurde noch mit der Hand und der Heugabel das Gras zum Fressgitter verteilt.

Laura war ein totales Stadtmädchen. Durch einen Zufall landete sie eines Tages im Kuhstall. Dort war ihr sofort bewusst, dass sie unbedingt in der Landwirtschaft arbeiten wollte. Was sie alles unternommen hat, um ihren Traum zu verwirklichen, liest du hier.

Laura kommt aus der Stadt und hatte absolut keine Berührungspunkte mit der Landwirtschaft. Foto: privat

Mein damaliger Partner erklärte mir kurz den Arbeitsablauf & dann ging es auch schon für mich los. Plötzliche merkte ich, wie ich totale Freude an der Arbeit fand. Wie schnell mein Herz auf einmal zwischen den Kühen schlug. Wie sehr ich es genoss, im Stall zu sein.

Na ja, die Beziehung hielt nicht lang und so verpuffte die Möglichkeit weiter aufm Hof auszuhelfen. Aber wie komm ich jetzt in die Landwirtschaft?! Ich will das doch unbedingt – bin da aber nicht aufgewachsen und die Familie hat auch überhaupt keine Berührungspunkte damit. Meine Ausbildung hab ich bei einer großen Kommune in der Verwaltung gemacht – so typisch städtisch halt. Hmm.

Laura war ein totales Stadtmädchen. Durch einen Zufall landete sie eines Tages im Kuhstall. Dort war ihr sofort bewusst, dass sie unbedingt in der Landwirtschaft arbeiten wollte. Was sie alles unternommen hat, um ihren Traum zu verwirklichen, liest du hier.

Laura versuchte ihr Glück bei einem TV Format, bei dem man Bauern daten kann. Foto: privat

Ah! Ja klar – da gibt es doch so ein großes TV Format wo man Bauern daten kann, vielleicht finde ich ja da meinen Traumbauern?! (Damals klang das für mich sehr sinnvoll, heutzutage nehme ich es mit Humor). Gesagt, getan. Also die Bauern abgecheckt & dann war da tatsächlich einer dabei! Hab mich beworben und wurde dann auch zu ihm eingeladen & alles nahm seinen Lauf. Hat aber wieder nicht funktioniert mit dem Bauern. Kühe schon wieder weg. Na klasse.

Aber dann öffnete sich meine allererste, ernstzunehmende Möglichkeit in die Landwirtschaft einzusteigen. Durch dieses TV-Format wurde mein damaliger Chef auf mich aufmerksam. Er schrieb mir, ob ich nicht bei ihm auf dem Erlebnisbauernhof im Büro arbeiten mag – denn mein jetziger Job hat ja überhaupt nichts mit der Landwirtschaft zu tun. Vorstellungsgespräch gehabt – Vertrag unterschrieben. Alles super! Mensch was war ich glücklich.

Laura war ein totales Stadtmädchen. Durch einen Zufall landete sie eines Tages im Kuhstall. Dort war ihr sofort bewusst, dass sie unbedingt in der Landwirtschaft arbeiten wollte. Was sie alles unternommen hat, um ihren Traum zu verwirklichen, liest du hier.

Laura fand einen Job, bei dem sie den Kindern die Landwirtschaft näher bringen konnte. Foto: privat

Dort durfte ich dann im Büro arbeiten, aber auch im Schulbauernhof tätig sein. Ich durfte bei Geburtstagsfeiern oder mit Schulklassen, Kindern spielerisch die Landwirtschaft näher bringen. Gleichzeitig lernte auch ich eine Menge aus der Landwirtschaft. Das war ein tolles Konzept! Welches ich gern auch noch länger und ausführlicher gemacht hätte. Leider passten dann aber die Rahmenbedingungen nicht mehr, so dass ich mir eine neue Arbeitsstelle suchen musste. Ich arbeite nun als Lohnbuchhalterin in einer großen Steuerkanzlei die Landwirte betreut.

Nur, wie kam es denn dann letztendlich zur Tätigkeit in der Landwirtschaft? Ich hatte dann nach Monaten wieder einen Landwirten, Milchvieh, gedatet. Da hat’s dann auch harmoniert und ging für einige Monate gut. Er hat mir viele Tätigkeiten auf dem Betrieb gezeigt und mich auch ein paar mal mit melken lassen. Aber irgendwie hat mir das alles nicht gereicht. Ich wollte mehr. Mehr wissen & mehr machen.

Laura war ein totales Stadtmädchen. Durch einen Zufall landete sie eines Tages im Kuhstall. Dort war ihr sofort bewusst, dass sie unbedingt in der Landwirtschaft arbeiten wollte. Was sie alles unternommen hat, um ihren Traum zu verwirklichen, liest du hier.

Auf dem Betrieb von Ela lernt Laura das Traktor fahren. Foto: privat

Also suchte ich mir einen weiteren Milchviehbetrieb, wo ich unabhängig von ihm, meiner Leidenschaft nach gehen kann. Entstanden ist das durch Instagram. Da lernte ich die liebe Ela kennen. Sie führt mit Ihrem Mann und Ihrem Sohn einen Milchviehbetrieb (mein persönlicher Traumbauernhof). Hier werden Kühe viel herzlicher behandelt als ich es vorher kennen gelernt habe. Für das totale Kuhmädchen wie mich genau das Richtige. Alle Kälber mit viel Liebe und Menschenkontakt aufgezogen.

Hier lernte ich dann alles von Grund auf. Mir wurde das melken vernünftig beigebracht, wir melken im Melkstand mit Melkmaschinen. Mir wurde die Stallarbeit erklärt, so dass ich jetzt auch vernünftig alleine den Stall machen kann und mir wird grad das Traktor fahren beigebracht, damit ich nächstes Jahr als ernstzunehmende Kraft in betriebswirtschaftliche Abläufe mit eingebunden werden kann.

Laura war ein totales Stadtmädchen. Durch einen Zufall landete sie eines Tages im Kuhstall. Dort war ihr sofort bewusst, dass sie unbedingt in der Landwirtschaft arbeiten wollte. Was sie alles unternommen hat, um ihren Traum zu verwirklichen, liest du hier.

Laura beim melken der Kühe. Foto: privat

Hier werde ich zum aller ersten Mal ernst genommen. Hier ist kein Platz für Vorurteile, mit denen ich wirklich lange zu kämpfen hatte – von „die Tussi packt doch sowieso nicht mit an“ bis „die kommt aus der Stadt – die kann doch eh nichts.“ üble Sachen waren dabei, dabei war die Landwirtschaft doch das was ich unbedingt wollte! Von Herzen. Hier bin ich nun angekommen und bin jede freie Minute dort. Weil es mir einfach unendlich gut tut!

Die Krönung ist – das ich mir immer, seit dem meine Leidenschaft zur Landwirtschaft angefangen hat, eine eigene Kuh gewünscht habe. Eine eigne Kuh zu haben war für mich der größte Traum. Und ich habe diesen Traum nie aufgegeben. Siehe da, diese herzliche, liebevolle Familie hat mir aus Dank mein eigenes Kalb geschenkt – Princess. Und ich bekomme eine Gänsehaut und Tränen in den Augen wenn ich an sie denke. Ich hab für sie gekämpft und jetzt ist sie da. Und wird mit Liebe überschüttet.

Laura war ein totales Stadtmädchen. Durch einen Zufall landete sie eines Tages im Kuhstall. Dort war ihr sofort bewusst, dass sie unbedingt in der Landwirtschaft arbeiten wollte. Was sie alles unternommen hat, um ihren Traum zu verwirklichen, liest du hier.

Lauras Leidenschaft sind die Kühe. Foto: privat

Ich bringe ihr bei, am Strick zu laufen, was sie mittlerweile auch echt gut macht. Aber wo unser Training hin verläuft ist noch offen. Wir lassen es auf uns zu kommen. Wir werden sehen wie sich alles entwickelt und was das Leben für mich bereit hält – Was ich bis jetzt erleben und erfahren durfte hat mich immer meinen Zielen näher gebracht: Ein Leben in dem schönsten Beruf der Welt: Die Landwirtschaft.

Bis zum nächsten Mal,

Eure Laura

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