Zur PR eines Landwirts gehören nicht nur Interviews oder soziale Medien. Auch auf die Wirkung nach außen kommt es an. Landwirt Leo gibt Tipps, wie man mit einfachen Mitteln einen positiven Beitrag zur Öffentlichkeitsarbeit leisten kann.

Öffentlichkeitsarbeit auf den zweiten Blick

Zur PR eines Landwirts gehören nicht nur Interviews oder soziale Medien. Auch auf die Wirkung nach Außen kommt es an. Landwirt Leo gibt Tipps, wie man mit einfachen Mitteln einen positiven Beitrag zur Öffentlichkeitsarbeit leisten kann.

Energielandwirt und AgrarScout Leo aus Bayern.

Energielandwirt und AgrarScout Leo aus Bayern.

Liebe Hofhelden,

einen letzten Beitrag zur Öffentlichkeitsarbeit habe ich noch für euch. Dieses Mal will ich euch ein paar Tipps geben, die ihr auf den ersten Blick vielleicht gar nicht auf dem Schirm hattet. Doch sie sind genauso wichtig, obwohl man sie nicht direkt mit Öffentlichkeitsarbeit in Verbindung bringt.

Zur PR eines Landwirts gehören nicht nur Interviews oder soziale Medien. Auch auf die Wirkung nach außen kommt es an. Landwirt Leo gibt Tipps, wie man mit einfachen Mitteln einen positiven Beitrag zur Öffentlichkeitsarbeit leisten kann.

Auch wenn es schön ist in der Schlepperkabine: Manchmal muss man auch mal aussteigen und den Leuten erklären, was man gerade macht und warum die Arbeit gerade jetzt erledigt werden muss. Foto: privat

Wenn man an den Begriff Öffentlichkeitsarbeit denkt, fallen einem zuerst Zeitungsberichte, Interviews, Veranstaltungen oder TV-Beiträge ein. Danach kommen vielleicht noch Profile auf sozialen Medien oder, wie in meinem letzten Beitrag beschrieben, Feld- und Hofschilder.
Aber was kann man noch machen, damit unsere landwirtschaftliche Branche wieder mehr und positiv in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird?

Die Wirkung nach außen bringt’s

Liegt dein Hof mitten im Ort oder (so wie bei mir) an einem beliebten Wanderweg? Dann sollte auf seinem Hof auch auf eine gewisse Grundsauberkeit achten: Keine Berge an Müll auftürmen und auch mal einen Besen in die Hand nehmen. Keiner erwartet, dass bei Arbeitsspitzen alles wie geschleckt aussieht, keiner muss jedes Jahr den Farbpinsel schwingen oder jedes kaputte Brett am Stadel ausbessern. Aber eine gewisse Grundsauberkeit sollte schon möglich sein.

Zur PR eines Landwirts gehören nicht nur Interviews oder soziale Medien. Auch auf die Wirkung nach außen kommt es an. Landwirt Leo gibt Tipps, wie man mit einfachen Mitteln einen positiven Beitrag zur Öffentlichkeitsarbeit leisten kann.

Die goldenen Regeln der Kommunikation, als Tafel in meinem Büro und die Tipps immer Kopf. Foto: Privat

Zur Außenwirkung zähle ich auch saubere Maschinen. Damit meine ich nicht, dass immer alles wie neu aussehen muss. Wenn aber bei den Frühjahrsarbeiten noch der Dreck vom Herbst an den Maschinen klebt oder man deshalb schon gar nicht mehr durch die Scheiben sehen kann, dann hat das nicht nur Auswirkungen auf die Lebensdauer der Maschinen oder die Sicherheit der Person, sondern auch auf die Wirkung nach außen. Sauberkeit ist deswegen so wichtig, weil wir Lebensmittel produzieren!

Verhalten bei der Feldarbeit und im Straßenverkehr

Ein Klassiker ist auch das Verhalten im Straßenverkehr. Erntestress hin oder her, man sollte auch mal langsam an Wanderergruppen vorbeifahren oder eine Schlange an Autos überholen lassen. Bei staubiger Feldarbeit könnte man mal kurz vor Feldende stehen bleiben, damit die Staubwolke nicht die vorbeifahrenden Radfahrer einhüllt. Auch bei der Fahrt mit dem Düngerstreuer oder der Pflanzenschutzspritze am Feldrand sollte man immer mit etwas Weitblick arbeiten. Das spart oft Ärger und die Leute nehmen das positiv wahr und behalten es in Erinnerung.

Arbeiten im Dorf ankündigen

Ihr müsst am Wochenende Gülle ausfahren, weil keine anderen Termine beim Lohnunternehmer frei waren oder nur da das Wetter passt? Die Maisernte dauert abends etwas länger, weil tagsüber etwas kaputt gegangen ist? Das Dreschen verlagert sich in die Abendstunden, weil das Feld am Dorfrand erst durch die Abendsonne abtrocknet? Jeder Landwirt und jede Landwirtin kennt diese Situationen, darum hier mein Tipp: Hängt Zettel beim Bäcker, Metzger, usw. auf. Dadurch wissen die Leute Bescheid. Das geht aber meist nur, wenn ihr genügend Vorlauf habt und die Arbeiten auch planbar sind.

Zur PR eines Landwirts gehören nicht nur Interviews oder soziale Medien. Auch auf die Wirkung nach Außen kommt es an. Landwirt Leo gibt Tipps, wie man mit einfachen Mitteln einen positiven Beitrag zur Öffentlichkeitsarbeit leisten kann.

Für planbare, größere Arbeiten, wie die Maisernte mache ich einen Aushang in den Geschäften im Ort. Hier erreicht man viele Leute. Foto: privat

Wer kurzfristig handeln muss, kann die Umstände in seinem WhatsApp-Status erwähnen oder ein Post in der Ortsgruppe bei Facebook einstellen. Eine direkte Möglichkeit zur Aufklärung hilft auch, etwa wenn jemanden am Feldrand seht, sollte man kurz anhalten und erklären was gerade los ist oder warum es heute später wird.

Zur PR eines Landwirts gehören nicht nur Interviews oder soziale Medien. Auch auf die Wirkung nach außen kommt es an. Landwirt Leo gibt Tipps, wie man mit einfachen Mitteln einen positiven Beitrag zur Öffentlichkeitsarbeit leisten kann.

Besonders für kurzfristige Informationen geeignet: Einen Post in der Facebookgruppe des Ortes oder eines Vereins absetzen. Foto: Privat

Jetzt habe ich euch drei Möglichkeiten beschrieben, wie ihr „Öffentlichkeitsarbeit auf den zweiten Blick“ betreiben könnt.
Ich hoffe meine Tipps helfen euch weiter und ihr könnt das ein oder andere Projekt auf eurem umsetzen.
Ihr wisst ja, dieses Thema ist mir eine absolute Herzensangelegenheit.

Bis Bald!

Euer Leo

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