Der Herbst ist da! Während dieser Zeit bekommen Brinas Schafe ihre Lämmer. Das lief dieses Jahr allerdings nicht so reibungslos ab, wie sie sich das gerne gewünscht hätte. Was da los war? Das erzählt sie Dir in ihrem Blogbeitrag.

Lammzeit mit Hindernissen

Der Herbst ist da! Während dieser Zeit bekommen Brinas Schafe ihre Lämmer. Das lief dieses Jahr allerdings nicht so reibungslos ab, wie sie sich das gerne gewünscht hätte. Was da los war? Das erzählt sie Dir in ihrem Blogbeitrag.

Schäferin und Landwirtin Brina aus Hessen.

Schäferin und Landwirtin Brina aus Hessen.

Hey Hofhelden,

die Blätter sind bunt und fallen von den Bäumen, Eicheln liegen überall und das Gras kriecht zurück: ja, es ist Herbst, schon bald Winter. Für uns bedeutet das die erste Lammzeit. In den letzten 6 Wochen hatten wir also Einiges zu tun. Dabei hatten wir mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen als Folge der Futterknappheit.

Leider ist es so, dass wir als Schäfer die Futterknappheit nicht erst im späten Winter merken, sondern auch jetzt schon draußen. Es gibt kaum noch Wiesen, auf denen gutes und langes Futter steht. Das einzige, was uns ein bisschen rettet, sind die Eicheln.

Folgen von wenig Futter und Energie

Eine Folge davon kann jeder sehen: die Schafe haben körperlich sehr abgebaut, da sie nicht genug Energie zu sich nehmen können. Zusätzlich war ein Drittel der Herde tragend und musste somit nicht nur genug Energie für sich, sondern auch noch für die Lämmer aufnehmen.

Da die Situation während der Deckzeit eine ganz andere war und das Futtervorkommen sehr gut war, hatten wir bei der Herbstlamung ziemlich viele Zwillinge. Allerdings haben die Schafe jetzt teilweise nicht genug Milch für ihren doppelten Nachwuchs, weil das Futter knapp ist.

Genug Futter merkt man

An Tagen, wo die Herde am Vortag einigermaßen gutes Futter hatte, hat man es direkt gemerkt wenn man zur Herde kam. Die Schafe standen bei ihren Lämmern, kümmerten sich um sie, liefen nicht weg und gingen hinter uns her, wenn wir sie in den Stall bringen wollten. Da kann man sich auch nicht beschweren, das ging wirklich gut und voran, wenn alle ihre Lämmer angenommen haben.

Es gab aber auch genug Tage, an denen 15 Schafe gelammt haben, 25 Lämmer da waren und keiner wusste an welches Schaf welches Lamm gehört. Wir mussten dann alle Schafe fangen und geduldig beobachten, manchmal Stunden lang, um herauszufinden, wer zusammengehört.

Was wir in diesem Jahr gelernt haben

Unser Fazit daraus ist:

  • Nie wieder eine Lammzeit von 6 Wochen, das ist körperlich kaum zu schaffen weil auch uns Menschen irgendwann die Energie fehlt.
  • Die Mütterlichkeit wird enorm durch die Futterverfügbarkeit beeinflusst. Wenig Futter = schlechtere Mütterlichkeit, da die Schafe sich als erstes um sich selbst beziehungsweise um ihren eigenen Hunger kümmern.
  • Viele Schafe haben zu wenig Milch, was dazu führt, das wir mit der Flasche zu füttern müssen.

Leider weiß man 5 Monate zuvor nicht, wie die Futterlage wird. Laut den letzten Jahren geht die Tendenz eher zu schlechteren Futterverhältnissen im Herbst. Man hat gemerkt, dass gutes Futter die Fruchtbarkeit fördert, aber das nützt nichts wenn bei der Geburt das Futter knapp wird. Es wurden alle Schafe mit Lämmern in den Stall geholt, um eine ausreichende Nahrungsaufnahme zu sichern und die Kontrolle besser zu behalten.

Mal sehen, was das nächste Jahr bringt …

Eure Brina

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