Studienkurs Niedersachsen

Kultur, Verband & Medien

Bücher, Kultur, Geschichte und sich selbst – der Studienkurs aus Niedersachsen ging im zweiten Block auf Erkundungstour. Was Könige und die Wirkung vor der Kamera miteinander zu tun haben, liest Du hier.

Mathis-Katharina-Porträt

Mathis und Katharina vom Niedersächsischen Studienkurs.

Liebe Hofheldinnen und Hofhelden, 

unser Studienkurs versteht sich unter anderem als Vorbereitung für die Übernahme von Ehrenämtern im Agrarbereich. Je nach Amt kann man dabei schnell mit höheren Gesellschaftskreisen in Kontakt kommen. Wir haben uns daher im zweiten Block des Kurses einen Grundstock an Kulturwissen und niedersächsischer Geschichte angeeignet. Unser Kursleiter Bernd Tietjen hat eine „Studienkurs-Bibliothek“ aus 32 Klassikern mitgebracht, aus denen sich jeder etwas zum Schmökern schnappen konnte. Bücher wie „Buddenbrooks“, „Robinson Crusoe“ und „der kleine Prinz“ sollte man einfach mal gelesen, oder zumindest in der Hand gehabt haben. 

Der Bücherabend in der DEULA in Nienburg. Quelle: privat

Stephan Weil ist der König von England. Wie bitte?!? 

Mit Frau Dr. Angelika Kroker zusammen haben wir eine Reise durch die Geschichte Niedersachsens unternommen. Angefangen mit dem Stammesgebiet der alten Sachsen und Friesen ab dem Jahre 500 n. Chr., über das Reich der Welfen, bis hin zur Gründung des Bundeslandes Niedersachsen nach dem zweiten Weltkrieg haben wir uns mit sämtlichen Zeitabschnitten der Geschichte beschäftigt. Und Stephan Weil als heutiger Ministerpräsident Niedersachsens ist natürlich nicht der König von England. Wenn er aber zwischen 1714 und 1837 der Kurfürst von Hannover gewesen wäre, dann hätte er aufgrund der damaligen Personalunion tatsächlich auch gleichzeitig über das Britische Empire geherrscht. 

Weiteres Thema war auch die Verbandsarbeit. Mit Rollenspielen haben wir uns auf den Ablauf von Versammlungen und Wahlen vorbereitet. Mit Tobias Göckeritz vom Landvolk Mittelweser und Hartmut Schlepps vom Landesbauernverband haben wir nicht nur über ihre tägliche Arbeit in der Berufsvertretung diskutiert, sondern auch über das Verhältnis des Verbandes zu „Land schafft Verbindung“. 

Unterwegs im Land 

Wir haben die Raiffeisen Agil Leese besucht, welche sich heutzutage als breit aufgestelltes Dienstleistungsunternehmen sieht. Mit der Niedersächsischen Landgesellschaft (NLG) haben wir über deren Tätigkeiten im Flächenmanagement, wie beispielsweise der Bodenbevorratung oder der Ausübung des exklusiven Vorkaufsrechts für Ackerflächen diskutiert. Die niedersächsische Marketinggesellschaft hat uns ausführlich die Stellung der heimischen Agrarbranche im deutschen Markt, sowie ihre Bemühungen zur Unterstützung der Produkt-Vermarktung vorgestellt. Zudem wurde sich bereits für die Grüne Woche verabredet, auf der die Marketinggesellschaft als Organisator für die Niedersachsenhalle und den Niedersachsenabend auftritt. 

Akzeptieren, Analysieren, Abhaken 

Das Highlight dieses Blocks war ein mehrtägiges Medientraining mit zwei professionellen Trainern. Zu Beginn wurden Tipps gegeben, um das generelle Kommunizieren zu verbessern. In Übungen konnten wir die sogenannten Überzeuger wie Blickkontakt halten, das Senken der Stimme am Satzende und das Einhalten von Pausen ausprobieren und sogleich Feedback von der Gruppe dazu erhalten. Nicht wenigen von uns vielen selbst mutmaßlich einfache Dinge, wie das bloße Posieren vor der Gruppe, zunächst nicht leicht. Im Zuge der Gruppendynamik war jedoch bei uns allen ein zügiger Fortschritt zu erkennen. 

Katharina bei den Statements vor laufender Kamera. Quelle: privat

Am zweiten Tag ging es ans Eingemachte. Wir haben einzeln Statements und Interviews vor laufender Kamera geführt und konnten uns selbst diese im Anschluss zusammen mit den anderen Teilnehmern anschauen. Dadurch konnten wir uns ein genaueres Selbstbild machen, was wiederum ein Verbessern des eigenen Auftretens erleichtert. Damit haben wir bereits versucht uns bestmöglich auf die Grüne Woche in Berlin vorzubereiten. Aber auch mit negativen Gesprächsverläufen haben wir uns auseinandergesetzt, so gehören die Punkte „Akzeptieren, Analysieren und Abhaken“ beispielsweise zum Notfallkoffer für knifflige Situationen. 

Als Abschluss des zweiten Blocks wurde sogar eine eigene Talkshow im Format von Anne Will ausgerichtet. In „Teepker und Twachtmann“ wurde mit den Gästen (unseren Trainern) Florens Goldbeck und Eberhard Breuninger zu den Themen „Literatur und Kampfkunst“ getalkt. Mit diesen Eindrücken aus Block 2 möchten wir uns verabschieden. 

Die Talkrunde „Teepker und Twachtmann“. Quelle: privat

Bis dahin, 

Katharina und Mathis 

PS: Die Pause bis zum nächsten Blogeintrag wird nicht ganz so lang 😉 

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