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In der neuen Pflanzenbaukolumne „Kopfdünger“ von agrarheute gibt es wortgewaltige Kommentare zu aktuellem Geschehen aus Praxis, Politik und Gesellschaft. Diesmal schreibt Kolumnist Philipp Krainbring über neue Wege im Ackerbau.

Kopfdünger: „Wir werden wieder anders wahrgenommen.“

In der Pflanzenbaukolumne „Kopfdünger“ von agrarheute gibt es wortgewaltige Kommentare zu aktuellem Geschehen aus Praxis, Politik und Gesellschaft. Diesmal schreibt Kolumnist Phillip Krainbring über das Image und den Einfluss der Landwirte.

Eine turbulente Winterzeit mit sehr vielen Demonstrationen, Debatten und Diskussionen liegt hinter uns. Über die Ergebnisse kann man unterschiedlicher Meinung sein, aber aus meiner Sicht hat sich eine Sache ganz klar geändert: Wir Landwirte werden wieder anders wahrgenommen. Selbst kritische Nachfragen sind deutlich sachlicher geworden und das sollten und müssen wir nutzen!
Die Planung für die neue Düngesaison auf dem Acker und Grünland ist abgeschlossen und die ersten Maßnahmen liefen schon. Natürlich schwirren mir bei dieser Arbeit immer die neuen Herausforderungen im Kopf herum. Was kann ich überhaupt anbauen? Welche Mengen darf ich noch düngen? Erreiche ich noch die üblichen Erträge und Qualitäten? Von politischer Seite werden wir keine Lösungen bekommen. Dort gibt es nur neue Verordnungen und Verbote, weil die Politiker keine anderen Ideen haben.
Phillip Krainbring erläutert Verbrauchern, wie er im Feld arbeitet. Der CeresAward-Sieger will Vorurteile zwischen Konsumenten und Erzeugern abbauen. Wie er das macht und wie er es schafft Fungizide und Insektizide um die Hälfte zu reduzieren, liest Du hier.

Phillip Krainbring, Gewinner des CeresAward in der Kategorie Ackerbauer 2019, schreibt regelmäßig für die Kolumne Kopfdünger von agrarheute. Foto: Jaworr

Jetzt sind wir gefragt! Damit meine ich nicht, einfach gegen etwas zu sein. Wir haben neue Ideen und Konzepte und die müssen wir den Politikern und der Öffentlichkeit präsentieren. Jeder, der eine Möglichkeit sieht oder schon etwas Neues umsetzt, sollte das an die Entscheidungsträger herantragen. Dabei dürfen wir nicht den Fehler machen, die unterschiedlichen Alternativen schlecht zu reden. Das passiert untereinander leider noch zu häufig. So vielfältig wie die Landwirtschaft ist, so vielseitig sind auch unsere Lösungen.
Die Politik sieht die Digitalisierung und teure technische Verfahren als die Lösung aller Probleme. Bauen wir mit unserem Wissen und neuen Ideen Druck auf, damit nicht der gleiche Fehler wie bei der Mobilität gemacht wird. Mit einem guten Mix aus vielen Konzepten erreichen wir die Ziele und noch mehr.

Weitere spannenden Beiträge aus den Bereichen Pflanze, Technik, Politik, Managament, Markt und Land und Leben findest Du in der aktuellen Ausgabe der agrarheute.

Cover-agrarheute-März-2020

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