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In der neuen Pflanzenbaukolumne „Kopfdünger“ von agrarheute gibt es wortgewaltige Kommentare zu aktuellem Geschehen aus Praxis, Politik und Gesellschaft. Diesmal schreibt Kolumnist Philipp Krainbring über neue Wege im Ackerbau.

Kopfdünger: „Den Boden habe ich früher total unterschätzt.“

In der Pflanzenbaukolumne „Kopfdünger“ von agrarheute gibt es wortgewaltige Kommentare zu aktuellem Geschehen aus Praxis, Politik und Gesellschaft. Diesmal schreibt Kolumnist Phillip Krainbring über neue Wege im Ackerbau.

Wir müssen im Ackerbau neue Wege gehen. Immer mehr Pflanzenschutzmittel verlieren durch Resistenzen an Wirkung oder verschwinden vom Markt. Der Einsatz der restlichen Mittel wird durch immer höhere Auflagen deutlich schwieriger werden. Damit stehen wir in unserer Wirtschaftsweise vor großen Veränderungen.

Das bietet aber auch die Chance, sich neu zu orientieren und für Alternativen zu öffnen. Ich habe die Pflanzenschutzmittel früher als Allheilmittel gesehen: Habe ich ein Problem, dann wird es das passende Mittel schon lösen. Aber darauf werden wir künftig nicht mehr setzen können. Und ganz ehrlich – an manchen Stellen habe ich auch nur Symptome bekämpft und nicht die Ursache.

Humusaufbau macht Pflanzen robuster

Mittlerweile liegt mein Fokus mehr auf dem Boden. Den habe ich früher total unterschätzt. Mein Ziel ist heute, seine Fruchtbarkeit durch Humusaufbau zu erhöhen und so die Pflanzen möglichst gleichmäßig aus dem Boden zu ernähren. Dadurch sind die Pflanzen deutlich robuster gegenüber Pilzinfektionen und Insektenangriffen.

Welche Rolle spielt die Beize? Ich habe festgestellt, dass chemische Beizen die Jugend- und die Wurzelentwicklung hemmen. Neue Verfahren wie Elektronenbeize, Wasserdampfbehandlung oder Mikronährstoffe können diese Entwicklung verbessern und die Pflanze im wahrsten Sinne des Worts auf ein gutes Fundament stellen. Jeder von uns weiß, dass optimale Aussaatbedingungen der Pflanze über die komplette Vegetation helfen.

Wir sollten neue Methoden nicht unbesehen ins Lächerliche ziehen

Ich darf immer wieder Kolleginnen und Kollegen kennenlernen, die neue Methoden ausprobieren, beispielsweise den gezielteren Einsatz von Mikroorganismen zur Verbesserung der Nährstoffaufnahme. Ich bin erstaunt, was alles funktioniert. Wir sollten offen für diese Wege sein und sie nicht unbesehen ins Lächerliche ziehen. Wir müssen uns mehr über die Erfahrungen und das neue Wissen austauschen. So können wir gemeinsam die Herausforderungen meistern, die auf uns zukommen.

 

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