Zwei Wochen Urlaub verbrachte Charlotte Zuhause in der Heide, um bei der Kartoffelernte zu helfen.

Kartoffelernte in der Lüneburger Heide

Zwei Wochen Urlaub verbrachte Charlotte Zuhause in der Heide, um bei der Kartoffelernte zu helfen. In ihrem Beitrag erzählt sie Dir, wie die Ernte bei ihr vonstatten geht.

Moin liebe Hofhelden,

viel schneller als gedacht ist mein Ernteurlaub auch schon wieder vorbei. Neben meinem Volontariat bei der LAND & FORST ist die Arbeit auf dem Hof ein willkommener Ausgleich mal wieder richtig anzupacken.

Für meine Kollegen bei den Biohöfen Oldendorf und mich ist die Zeit von Ende August bis Ende September die wichtigste und für mich persönlich auch die schönste Zeit im Jahr. Da die Kartoffel unsere Hauptkultur ist, sind alle in die Ernte eingespannt und auf dem Hof herrscht viel Trubel.

Zwei Wochen Urlaub verbrachte Charlotte Zuhause in der Heide, um bei der Kartoffelernte zu helfen.

In der Kartoffelernte ist immer viel los. Neben Saat bauen die Biohöfe auch Speisekartoffeln an die teilweise direkt verladen werden.
Foto: Charlotte Meyer

Die Krautfäule machte uns zu schaffen

Wir Bio-Landwirte hatten es in diesem Jahr aber nicht besonders leicht. Zwar haben wir das große Glück, fast den ganzen Betrieb beregnen zu können, aber die Krautfäule machte uns schwer zu schaffen. Trotzdem muss ich sagen, dass die Erträge des früh einsetzenden Pilzbefalls nicht so schlecht sind wie zunächst angenommen.
Wir bauen sowohl Speise- als auch Saatkartoffeln an. Ich bin seit drei Jahren mitverantwortlich für die Einlagerung unserer Saatkartoffeln. In dieser Saison bauten wir auf knapp 40 ha neun verschiedene Sorten an. Die Flächen mit den Saatkartoffeln sind alle in recht weiter Feld-Hof-Entfernung, sodass ich größtenteils mit dem Fahren der Kartoffeln beschäftigt war. In diesem Jahr habe ich das große Los gezogen, unseren 611er zum Abfahren zu bekommen. Das gab ordentlich Kraft in den Beinen 😀

Zwei Wochen Urlaub verbrachte Charlotte Zuhause in der Heide, um bei der Kartoffelernte zu helfen.

Der Fendt 611 war Charlottes Ernteschlepper für die Fahrten vom Feld zum Hof – ein Workout für die Beine war da inklusive. 
Foto: Charlotte Meyer

Auf dem Hof angekommen, laufen die Kartoffeln über einen Sturzbunker in unsere Anlage und dort werden zunächst Drillinge von Normalsortierung getrennt. Außerdem sortieren wir sie ein weiteres Mal, um möglichst keine faulen Knollen, Kluten oder Steine mit in die Kiste zu lassen. Zwischen meinen Touren schwang ich mich auch mal auf den Gabelstapler und fuhr Kisten. Gerade das Stapeln der geschlossenen Kisten erfordern einiges an Gefühl, um diese möglichst passgenau aufeinander zu stellen.

In unserer Saathalle haben wir zwei verschiedene Lagerungsmöglichkeiten: Der alte Hallenteil ist raumbelüftet und mit 600 kg und 800 kg Kisten ausgestattet. Die 2016 angebaute Scheune ist mit zwangsbelüfteten Kisten (1.300 kg) mit Kühlung. Letztere ermöglicht uns, die Kartoffeln lange bei optimalen Temperaturen zu lagern.

Zwei Wochen Urlaub verbrachte Charlotte Zuhause in der Heide, um bei der Kartoffelernte zu helfen.

In das neue Lager mit den zwangsbelüfteten Kisten und Kühlung passen 800 Tonnen Kartoffeln.
Foto: Charlotte Meyer

Zugegeben, nur zwei Wochen bei der Ernte behilflich sein zu können fühlt sich komisch an – mindestens eine weitere Woche werden alle damit noch beschäftigt sein. Aber vielleicht schaffe ich es im kommenden Jahr wieder komplett dabei zu sein.

Jetzt bin ich zurück in der Redaktion und recherchiere für euch spannende, neue Themen über die ich berichten kann.
Bis dahin, machts gut!

Eure Charlotte

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