Bei Felix in Kanada war in den letzten Wochen einiges los: allen 300 Kälber mussten Brandzeichen verpasst werden und es galt, 2.000 Siloballen zu wickeln. Außerdem war er in der Kirche, wo eine große Überraschung auf ihn wartete.

Kälberbranding, Kirche und 1. Schnitt

Bei Felix in Kanada war in den letzten Wochen einiges los: allen 300 Kälber mussten Brandzeichen verpasst werden und es galt, 2.000 Siloballen zu wickeln. Außerdem war er in der Kirche, wo eine große Überraschung auf ihn wartete.

Projektblogger Felix Baumeister berichtet von seinem Praktikum in Kanada.

Projektblogger Felix Baumeister berichtet von seinem Praktikum in Kanada.

Hey ho Hofhelden,

nachdem inzwischen zwei arbeitsreiche Monate seit meiner Ankunft in Kanada vergangen sind, wird es mal wieder Zeit, etwas von sich hören zu lassen. Bevor es Ende Juni bei uns mit dem ersten Schnitt losging, stand erst mal ein großer Tag auf der Farm an: Kälberbranding. Das heißt 300 Kühe müssen mit ihren Kälbern von der Weide zur Farm getrieben und dort voneinander getrennt werden. Damit das reibungslos funktioniert, braucht man vor allem viele helfende Hände. Die nötige Unterstützung bekamen wir von den zwei Töchtern, die mit ihren Schwiegersöhnen schon früh morgens anrückten.

Bei Felix in Kanada war in den letzten Wochen einiges los: allen 300 Kälber mussten Brandzeichen verpasst werden und es galt, 2.000 Siloballen zu wickeln. Außerdem war er in der Kirche, wo eine große Überraschung auf ihn wartete.

Das Kälberbranding war ganz schön heiß und anstrengend. Foto: privat

Nachdem das Zusammentreiben der Herde mit den Quads reibungslos funktioniert hatte, wurde es kompliziert. 600 brüllende Tiere standen nun ratlos vor zwei verschiedenen Einzäunungen und mussten voneinander getrennt werden. Hierfür haben wir stoßweise kleine Gruppen hinter die erste Einzäunung getrieben, um dort dann die Kälber von den Kühen zu separieren. Danach wurde auch schon der Gasbrenner angeheizt und Impfstoff sowie ein Mittel gegen Parasiten hergerichtet.

Bei Felix in Kanada war in den letzten Wochen einiges los: allen 300 Kälber mussten Brandzeichen verpasst werden und es galt, 2.000 Siloballen zu wickeln. Außerdem war er in der Kirche, wo eine große Überraschung auf ihn wartete.

Das Ansetzen des Brandeisens ist Chefsache. Foto: privat

Meine Aufgabe bestand nun darin, in einem kleinen Gehege eines von 10 Kälbern zu fangen und in den Kälberfänger zu treiben. Dort wurde das Kalb dann fixiert und auf die Seite gedreht, um ihm mit zwei glühenden Eisen die Buchstaben D und M auf die rechte Schulter zu brennen. Anschließend gab es noch eine Impfung und das Parasitenmittel wurde auf den Rücken gesprüht. Außerdem hatten wir nun die perfekte Gelegenheit, alle Kälber mit Durchfall zu behandeln. Auf der Weide ist das immer ziemlich aufwändig.

Nachdem wir alle Kälber gebrandet hatten, wurden noch die Kühe durch einen Fixierstand getrieben und mit einem Fliegenmittel behandelt. Anschließend ging es für Kuh und Kalb wieder zurück auf die Weide. Jetzt hörte auch endlich das laute Gebrülle der Tiere auf, welches uns den ganzen Tag über begleitet hatte.

Bei Felix in Kanada war in den letzten Wochen einiges los: allen 300 Kälber mussten Brandzeichen verpasst werden und es galt, 2.000 Siloballen zu wickeln. Außerdem war er in der Kirche, wo eine große Überraschung auf ihn wartete.

Einige Felder sind nur mit „River Crossing“ zu erreichen. Foto: privat

Am nächsten Tag war Sonntag und es ging in die Kirche. Nachdem ich nicht gerade zu den fleißigen Kirchgängern zähle, hielt sich meine Begeisterung anfangs eher in Grenzen. Das änderte sich ziemlich schnell. Nicht nur, weil ich dort mit einigen großen Getreidebauern ins Gespräch gekommen bin, auch der evangelische Gottesdienst lief komplett anders ab wie daheim. Statt einer Orgel standen ein Schlagzeug und zwei E-Gitarren in der Kirche, die den ziemlich guten Gesang eines jungen Cowboys (diesen Beruf gibt es hier wirklich noch) begleitet haben. Der Pfarrer war lässig in Jeans und Hemd unterwegs und hat mit Hilfe einer PowerPoint – Präsentation ein Thema aus der Bibel aufgegriffen. Nach dem Gottesdienst gab es vor der Kirche ein Picknick und wir haben mit dem Pfarrer Baseball gespielt.

Bei Felix in Kanada war in den letzten Wochen einiges los: allen 300 Kälber mussten Brandzeichen verpasst werden und es galt, 2.000 Siloballen zu wickeln. Außerdem war er in der Kirche, wo eine große Überraschung auf ihn wartete.

Ende Juni ging es mit dem 1. Schnitt der Luzerne los. Foto: privat

Die nächsten Wochen wurden vor allem von einer Arbeit bestimmt: Mähen und Rundballen pressen. Ende Juni war der Gelbe Steinklee für den 1. Schnitt bereit. Dem folgten Rotklee und Luzerne mit nennenswertem Lieschgras-Anteil. Das Mähwerk mit Aufbereiter legt die Mahd in einer Schwade ab, so dass wir am nächsten Tag meist direkt mit dem Pressen beginnen können. Die Rundballen werden dann an der Farm in Folie gewickelt.

Bei Felix in Kanada war in den letzten Wochen einiges los: allen 300 Kälber mussten Brandzeichen verpasst werden und es galt, 2.000 Siloballen zu wickeln. Außerdem war er in der Kirche, wo eine große Überraschung auf ihn wartete.

Eine meiner Hauptaufgaben war das Mähen. Foto: privat

Insgesamt brauchen wir gut 2.000 Siloballen, um die Herde durch den langen Winter zu bringen. Außerdem haben wir noch 30 Hektar stehenden Mais, in den wir die Kühe für einen Monat rein treiben können. Mitte August konnten wir dann auch die Gerste und den Hafer mähen und pressen. Hier machen wir neben Siloballen auch ca. 400 Heuballen.

Bei Felix in Kanada war in den letzten Wochen einiges los: allen 300 Kälber mussten Brandzeichen verpasst werden und es galt, 2.000 Siloballen zu wickeln. Außerdem war er in der Kirche, wo eine große Überraschung auf ihn wartete.

Auf der Farm werden die Rundballen in Folie gewickelt. Foto: privat

Die letzten Tage ging es mit dem 2. und auch letzten Schnitt für dieses Jahr los. Inzwischen kündigt sich nämlich der Herbst schon ziemlich deutlich an. Auch die Ernte auf den Ackerbaubetrieben nimmt gerade richtig an Fahrt auf. Während unser Nachbar gerade einen Helikopter zu Sikkation vom Raps versuchsweise ausprobiert, wurden die Gerste und Erbsen in den letzten Wochen schon gedroschen. Wie die Ernte bei unseren Nachbarn so abgelaufen ist, kann ich euch dann in meinem nächsten Blog berichten.

Bis dahin,

Euer Felix

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