Für Julia war schon in der Grundschule klar, dass sie einmal Bäuerin werden möchte. Heute ist sie ausgebildete Landwirtin und arbeitet, trotz anfänglicher Zweifel, als landwirtschaftliche Betriebshelferin. Auf Hofheld gibt Julia Einblicke in ihren Alltag als Betriebshelferin.

Darum bin ich Betriebshelferin

Für Julia war schon in der Grundschule klar, dass sie einmal Bäuerin werden möchte. Heute ist sie ausgebildete Landwirtin und arbeitet – trotz anfänglicher Zweifel – als landwirtschaftliche Betriebshelferin. Auf Hofheld gibt Julia Einblicke in ihren Alltag.

Betriebshelferin Julia aus Baden-Württemberg.

Betriebshelferin Julia aus Baden-Württemberg.

Hallo Ihr lieben Hofhelden!

Mein Name ist Julia und ich arbeite seit Juni 2019 beim Maschinenring Alb-Oberschwaben als landwirtschaftliche Betriebshelferin. Dort unterstützte ich Familienbetriebe, die aus verschiedenen Gründen auf Hilfe angewiesen sind. Auf Hofheld werde ich euch Einblicke in den Alltag und die Arbeit eines Betriebshelfers geben.

Über mich:

Ich bin 21 Jahre alt und komme aus dem schönen Baden-Württemberg. Aufgewachsen bin ich auf unserem elterlichen Familienbetrieb (mit 60ha Acker- und Grünland und damals 25 Milchkühen), den wir im Nebenerwerb führen. Schon als Kind war ich immer tatkräftig auf dem Hof mit dabei und habe meinen Eltern gerne in jeder freien Minute geholfen. Am liebsten war ich mit dabei im Stall bei unseren Milchkühen.

Für Julia war schon in der Grundschule klar, dass sie einmal Bäuerin werden möchte. Heute ist sie ausgebildete Landwirtin und arbeitet, trotz anfänglicher Zweifel, als landwirtschaftliche Betriebshelferin. Auf Hofheld gibt Julia Einblicke in ihren Alltag als Betriebshelferin.

Ob im Stall oder auf dem Feld, Julia hilft tatkräftig mit. Foto: privat

Während sich andere Kinder in unserem Alter um Kuscheltiere gestritten hätten, ging es bei uns darum, wer dem neugeborenen Kalb seine erste Mahlzeit mit der Flasche verabreichen darf. Als älteste von drei Töchtern war für mich schnell klar, dass ich unseren Hof einmal übernehmen möchte. Schon in der Grundschule antwortete ich auf die Frage, was ich einmal werden möchte, mit: „Bäuerin“.

Nach meiner Mittleren Reife habe ich mit 17 dann meine Ausbildung zur Landwirtin begonnen. Die Ausbildung umfasste 3 Jahre, wobei das erste Lehrjahr ein Jahr Vollzeitschule war. Mein zweites Lehrjahr habe ich auf einem Bioland Milchviehbetrieb absolviert und das dritte Lehrjahr habe ich in Hohenheim am Meierei Hof verbracht. Im September 2018 habe ich dann meine Abschlussprüfung erfolgreich bestanden.

Da mein Vater zu diesem Zeitpunkt schon länger ein Hüftleiden mit sich trug, war das Ende meiner Ausbildung der perfekte Zeitpunkt für die lang vorausgeschobene Hüft-OP. In seiner Krankheitszeit übernahm ich dann seine Tätigkeiten, wie z.B. den Winterdienst und unser Holzrückegeschäft.

Für Julia war schon in der Grundschule klar, dass sie einmal Bäuerin werden möchte. Heute ist sie ausgebildete Landwirtin und arbeitet, trotz anfänglicher Zweifel, als landwirtschaftliche Betriebshelferin. Auf Hofheld gibt Julia Einblicke in ihren Alltag als Betriebshelferin.

Für Julia war schon lange klar, dass sie den Hof einmal übernehmen will. Foto: privat

Da für mich klar war, dass ich mich noch weiter bilden möchte, bewarb ich mich auf der Technikerschule. Bis Schulbeginn, im September 2020 gab es aber noch 1 ½ Jahre zu überbrücken. Also machte ich mir Gedanken, was ich in dieser Zeit tun soll und spielte schon öfter mit dem Gedanken, als Betriebshelferin zu arbeiten.

Jedoch warfen sich bei mir auch einige Zweifel auf:

  • Würde man mich, so jung, frisch ausgelernt und dann noch als Frau überhaupt ernst nehmen?
  • Kann ich die Anforderungen, die einen guten Betriebshelfer ausmachen, überhaupt erfüllen?
  • Wird die Arbeit überhaupt geschätzt oder ist man nur da, um „Dreckarbeiten“ zu erledigen?

Nach einem Austausch mit einer Klassenkameradin, die auch als Betriebshelferin arbeitete, entschloss ich mich aber dazu mich beim Maschinenring zu bewerben. Seit Juni 2019 bin ich nun als landwirtschaftliche Betriebshilfe beim Maschinenring Alb-Oberschwaben angestellt. Bisher hatte ich nun schon Acht Einsätze und habe es keinen Tag bereut, diesen Berufsweg eingeschlagen zu haben.

Bis bald,

Eure Julia

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