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Wenn wir Abends auf dem Sofa liegen und noch Lust auf einen Snack haben, denken wir wohl als erstes an Chips oder?  Das Start-Up INSNACK möchte das jetzt ändern! Was genau dahinter steckt und was Insekten damit zutun haben, erfährst du hier Interview. 

Lust auf ’nen Snack? Wie wäre es mit Insekten?

Wenn wir Abends auf dem Sofa liegen und noch Lust auf einen Snack haben, denken wir wohl als erstes an Chips oder?  Das Start-Up INSNACK möchte das jetzt ändern! Was genau dahinter steckt und was Insekten damit zutun haben, erfährst du hier Interview. 

 

„Vor Sushi hatten auch viele Leute Angst“– mit diesem Spruch wirbt das Start-Up INSNACK! Ihr Konzept: Insekten verarbeitet als Mehl in leckeren Snacks für zwischendurch. Gründer Marc Schotter, 26 Jahre alt hat dieses Start-Up 2018 gegründet. Im folgenden Interview erzählt er uns wie alles begann und was der Snack mit Nachhaltigkeit zutun hat.

Hallo Marc!  Was ist genau sind die Insektenknaller? Woraus wird er hergestellt und was ist das Besondere?

Hallo! Unsere Knaller sind vergleichbar mit einem deutschen Snackklassiker – den Erdnussflips, nur wesentlich gesünder und mit ordentlich Proteinpower. Wir nutzen als Proteinquelle den Buffalowurm. Daraus wird dann ein Snack, der nicht nur dem Körper gut tut. Denn neben den gesunden Proteinen, Kohlenhydraten, wenig Zucker und wenig gesundem Fett, sorgt dieser auch für Nachhaltigkeit unter den Konsumgütern. Viele Kunden schätzen vor allem, dass man keine fettigen Finger bekommt. Das liegt daran, dass wir die Gewürze direkt während des Herstellungsverfahrens einarbeiten und nicht im Nachhinein mit Fett hinzufügen müssen.

Wie bist du darauf gekommen, ein nachhaltiges, Snackprodukt zu entwickeln? Wie und wo ist die Produktidee entstanden?

Die Idee zu INSNACK ist vor allem während meiner Weltreise entstanden. Bei dieser wurde mir bewusst, dass wir vor großen Herausforderungen in der Zukunft stehen. Der Klimawandel bedroht uns alle. Der Anblick von vielen Missständen in fernen Ländern hat mich dann noch mal verstärkt wach gerüttelt. Ob die Plastikberge an den vermeintlichen Traumstränden oder klimabedingte Evakuierungen durch extreme Wetterverhältnisse. Auch ich hatte durch meine Reise für viel Co2 und Verschmutzung gesorgt und man fängt bei so einer Reise an, viel zu reflektieren.

Dazu kommt noch, dass ich eine persönliche Leidenschaft für gesunde und nachhaltige Ernährung habe. Dieses Wissen und meine Ideen möchte ich  weitergeben. Während meines Aufenthalts bin ich in Thailand auf eher touristische Art und Weise auf das Thema der Speiseinsekten gestoßen. Aber erst in meinem darauffolgenden Studium bin ich auf das Thema explizit aufmerksam geworden und war fasziniert, wie nachhaltig und proteinreich Insekten eigentlich sind.

Macht süchtig – die INSNACK Insektenknaller. Foto: INSNACK

 

Wieso ist genau eurer Produkt nicht nur gesund sondern auch nachhaltig für die Umwelt?

Das Wort Nachhaltigkeit ist mittlerweile inflationär benutzt und sicherlich darf man sich die Frage stellen, warum ausgerechnet ein Konsumgüterprodukt wie ein Snack denn für Nachhaltigkeit sorgen soll. Mir gefällt die Definition, dass Nachhaltigkeit vor allem aus drei Säulen besteht. Nachhaltigkeit bedeutet, dass sozio-kulturelle, ökologische und ökonomische Ressourcen nur soweit ver- und gebraucht werden, dass sie auch zukünftigen Generationen in der gleichen Qualität und Quantität zur Verfügung stehen können.

Wir befinden uns auf einem Weg, bei dem wir leider zu schnell unsere Ressourcen aufbrauchen. Unsere Nachwelt wird nicht mehr diese Entscheidungsvielfalt und Freiheit genießen können, die wir noch heute so wertschätzen. Die Lebensmittelindustrie spielt eine gewichtige Rolle, wenn es um das Thema Co2 Ausstoß und Umwelteinfluss geht. Wir brauchen in Zukunft neuartige Wege, Lebensmittel und Proteinquellen möglichst effizient und sauber zu erschließen. Hierzu gehört auch die Speiseinsektenzucht. Eine Speiseinsektenzucht kann dank eines Circular Economy Prinzips extrem sparsam mit Ressourcen umgehen, indem zum Beispiel Seitenströme (Nebenprodukte in der Herstellung aus Rohstoffen, die nicht gebraucht werden) an Insekten verfüttert werden. Die Insekten verbrauchen im Vergleich zu anderen Tieren wie Rindern, Schweinen oder Hühnern deutlich weniger Ressourcen und können auch bei lokaler Zucht mit einigen pflanzlichen Proteinen mithalten, die importiert werden.

Könnt ihr uns noch etwas zu euren Kunden und Abnehmern sagen? Wo gibt es INSNACK schon oder wo darf INSNACK auf keinen Fall fehlen?

Unser Snacks richten sich an Pioniere der Nachhaltigkeit, an Sportler, an urbane Menschen die offen sind für Neues oder aber auch an junge Familien und Kinder. Wir sind eine sehr offene Brand ohne spezifische Nische. Unser  Ziel ist es, die Speiseinsekten für eine breite Masse zugänglich zu machen.

Bisher gibt es unsere Produkte vor allem in den größeren Supermarktketten wie REWE oder EDEKA (siehe Store Locator auf www.insnack.de). Daneben haben wir unseren Onlineshop. Durch Corona sind viele Pläne leider nach hinten verschoben worden. Wir wollten vor allem viele Offices und auch kleinere Coffee Stores mit unseren Snacks ausstatten, aber das ist aus bekannten Gründen mittlerweile schwieriger.

Welche Produkt-Variationen gibt es? Gibt es schon Weiterentwicklungsideen für INSNACK?

Aktuell gibt es drei Sorten: Salz & Pfeffer, Paprika und Rosmarin & Tomate. Wir werden im neuen Jahr nochmal Anpassungen der Rezepturen machen und klar schaut man als Startup immer in die Zukunft und so viel darf ich bereits sagen: Es wird auch eine süßere Variante der Knaller kommen 😉

 

Du bist neugierig auf Insnack geworden? Schau auf  insnack.de vorbei.

 

Wir haben Dir in diesem Beitrag das Wichtigste kurz und knapp zusammengefasst. Noch mehr zu diesem Thema findest Du bei agrajo.com.

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Interview: agrajo-Redaktion

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