Während bei uns viele schon an den zweiten Schnitt denken, konnte Hofheld Dänu aus der Schweiz seinen ersten Schnitt ernten. Denn bei seinen Flächen in Hanglage ist die Ernte einfach ein bisschen anders.

Heuernte am Hang

Während bei uns viele schon an den zweiten Schnitt denken, konnte Hofheld Dänu aus der Schweiz seinen ersten Schnitt ernten. Denn bei seinen Flächen in Hanglage ist die Ernte einfach ein bisschen anders.

Daniel alias Dänu: Dein Hofheld-Blogger aus der Schweiz.

Daniel alias Dänu: Dein Hofheld-Blogger aus der Schweiz.

Ciao zusammen,

auf unserem Futterbaubetrieb im Emmental ist der erste Schnitt der Saison zentral. Auf unseren ebenen Flächen beginnen wir meist Anfangs bis Mitte Mai mit mähen und lagern diesen Schnitt jeweils in Form von Silagerundballen.

Bis wir aber auf allen Flächen den ersten Schnitt beenden können, dauert es mit Regenwetterpausen gerne mal 5-6 Wochen. Ja genau, das bedeutet, wenn wir am steilsten Hang in einer schattigeren Lage zum ersten Mal mähen, werden die ersten Parzellen schon zum zweiten Mal gemäht.

Während bei uns viele schon an den zweiten Schnitt denken, konnte Hofheld Dänu aus der Schweiz seinen ersten Schnitt ernten. Denn bei seinen Flächen in Hanglage ist die Ernte einfach ein bisschen anders.

Auf unseren Hangflächen können wir den ersten Schnitt sehr spät ernten. Foto: privat

Mehr als die Hälfte des Wiesen- und Weidefutters wird bei uns auf Belüftungsheustock gelagert und meist maschinell mit normaler Umgebungsluft nachgetrocknet. Diese Lagermethode macht uns unabhängig und passt gut zu unseren gräserreichen Naturwiesen.

Ich habe hier ein paar Fotos von der Heuernte an der „Hübeli Sonn- und Schattseite“. Diese Parzelle ist rund 2 ha gross und hat ziemlich steile Stellen drin. Der Ladewagen fährt zum Beispiel überhaupt nicht mehr dort, wo der Traktor gefahren ist.

Pech hatten wir nach dem Mähen: An einem Tag hat es uns 15 Millimeter Niederschlag ins Futter geregnet. Wir waren heilfroh, dass wir das Heu überhaupt nach drei Tagen Trocknen an der Sonne überhaupt haben einbringen können. Das Problem war nicht unbedingt das feuchte Erntegut, sondern die nassen Bodenverhältnisse. Da rutscht man weg „wie ein Fisch“ und das wird schnell mal lebensgefährlich. Aber unser alter Hürlimann, unser „Bergfloh“ und der 30 Jahre alte Mengele Ladewagen haben das gut gemeistert. Auch Petrus hat es dann doch auch noch mit ein paar intensiven Sonnenstunden nachgeholfen.

Während bei uns viele schon an den zweiten Schnitt denken, konnte Hofheld Dänu aus der Schweiz seinen ersten Schnitt ernten. Denn bei seinen Flächen in Hanglage ist die Ernte einfach ein bisschen anders.

Oft fährt der Ladewagen auf den steilen Flächen dem Traktor nicht mehr hinterher. Foto: privat

In diesen Tagen mähen wir noch die letzten Hektar Heuschnitt auf unserem Pachtbetrieb auf der anderen Seite des Waldes. Dort ist der Hang an einigen Stellen 41 Grad steil (ca. 91%). Das braucht alle Jahre wieder viel Geduld, um gute Bodenverhältnisse abzuwarten und dann auch viel Nerven beim Heuwenden, -schwaden und laden am Hang. Zum einfahren an solchen Steilhängen brauchen wir pro Hektar meist zwischen 2,5 und 3,5 Stunden, je nach Futtermenge.

Dieses Jahr sind wir mit dem Ertrag sehr zufrieden. Die Qualität ist wegen des Wetters zum teil etwas dürftig. Was wir aber immer wieder feststellen ist, dass Geduld für gutes Wetter und gute Bodenverhältnisse und die richtige Heuerntetechnik viel ausmachen bei der Futtergewinnung.

Bis bald,

Euer Dänu

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