Auch in Zeiten von Corona müssen die Landwirte raus auf die Felder, um die Entwicklungen ihrer Bestände zu beobachten. Auch Niko war draußen. Er hatte dabei den Zuflug der Schädlinge in den Rapsbeständen im Fokus. Welche Hilfsmittel er verwendet und inwiefern sein Smartphone dabei als Glaskugel dient, verrät er hier.

Gelb gelb gelb sind alle meine Schalen

Auch in Zeiten von Corona müssen die Landwirte raus auf die Felder, um die Entwicklungen ihrer Bestände zu beobachten. Auch Niko war draußen. Er hatte dabei den Zuflug der Schädlinge in den Rapsbeständen im Fokus. Welche Hilfsmittel er verwendet und inwiefern sein Smartphone dabei als Glaskugel dient, verrät er hier.

Quereinsteiger Niko aus Baden-Württemberg.

Quereinsteiger Niko aus Baden-Württemberg.

Hallo Hofhelden,

Covid 19 ist in aller Munde. Trotz aller Aufregung sowie Quarantänemaßnahmen kann man als Landwirt jetzt nicht einfach daheim bleiben. Die Bestände müssen bei ihrer Frühjahrsentwicklung beobachtet und Unkräuter sowie Schädlinge frühzeitig erkannt werden.  Besonders im Rapsanbau zieht jetzt eine kritische Phase in Sachen Schädlinge auf. Auf was ich im Frühjahr so achte und welche Hilfsmittel ich nutze werde ich heute mal erzählen.

Augen auf!

Die ersten Feldrundfahrten habe ich bereits im Februar unternommen. Bodenproben ziehen, Pflanzendichten bestimmen und Wildschäden schätzen sind die ersten Aufgaben auf den Äckern. Bei den späteren Rundfahrten, sobald die Vegetation startet ist für mich vor allem die Farbe der Bestände ein Indiz für deren Versorgung mit Nährstoffen. Erntereste aus dem letzten Jahr geben oft Aufschluss über Krankheiten oder möglicherweise kommende Schädlinge, manchmal kann man nämlich bereits im Winter Eier oder Larven finden.

Auch in Zeiten von Corona müssen die Landwirte raus auf die Felder, um die Entwicklungen ihrer Bestände zu beobachten. Auch Niko war draußen. Er hatte dabei den Zuflug der Schädlinge in den Rapsbeständen im Fokus. Welche Hilfsmittel er verwendet und inwiefern sein Smartphone dabei als Glaskugel dient, verrät er hier.

Kleine schwarze Eier in Maisstoppeln vom letzten Jahr. Foto: privat

Auch die Wüchsigkeit der Kulturen muss beurteilt werden. Sind sie schnell und vital oder langsam und schlapp? Das alles setzt man dann in Bezug zur Witterung und den politischen Rahmenbedingungen und plant seine ersten Maßnahmen. Bei uns üblicherweise erst die organische, dann die mineralische Düngung und die ersten Pflanzenschutzmaßnahmen direkt im Anschluss. Manche Kulturen profitieren im Frühjahr zusätzlich auch von mechanischen Reizen durch Walzen oder Striegeln.

Hellseherei

Wie gerne würde man eine Glaskugel besitzen, die einem immer vorhersagt was kommen wird. Ich habe dazu hauptsächlich mein Smartphone, welches für mich die wichtigsten Daten parat hält um einen kleinen Blick in die Zukunft zu haben. Wetterdaten sind das A und O, besonders Temperatur und Niederschlag lassen Vermutungen zu, wann pflanzenbaulich wichtige „Events“ stattfinden könnten.

Ein solches erstes „Event“ ist der Zuflug der Schädlinge in die Rapsbestände. Sobald das Wetter wärmer wird und auch die Bodentemperatur ansteigt machen sich der Rapsstängelrüssler sowie der gefleckte Kohltriebrüssler und später der Rapsglanzkäfer sowie der Kohlschotenrüssler auf den Weg in die Bestände.

Auch in Zeiten von Corona müssen die Landwirte raus auf die Felder, um die Entwicklungen ihrer Bestände zu beobachten. Auch Niko war draußen. Er hatte dabei den Zuflug der Schädlinge in den Rapsbeständen im Fokus. Welche Hilfsmittel er verwendet und inwiefern sein Smartphone dabei als Glaskugel dient, verrät er hier.

Bei einem Feierabendspaziergang lassen sich die Gelbschalen super kontrollieren und Käfer auszählen! „I“m walking on sunshiiiiiiine, wooooohooo“! Foto: privat

Um den Befall im Blick zu haben werden sogenannte Gelbschalen aufgestellt. Sie locken mit ihrer Farbe die Käfer an und fangen sie ein, sodass sie nach einigen Tagen gezählt werden können. Ab einer bestimmten Zahl Käfer pro Schale ist die ökonomischen Schadschwelle überschritten und eine Bekämpfung der Insekten wird notwendig. In den letzten Jahren geschah der Zuflug im Frühjahr immer rasanter, was auf die schnellen Temperaturanstiege zurückzuführen ist.

Auch in Zeiten von Corona müssen die Landwirte raus auf die Felder, um die Entwicklungen ihrer Bestände zu beobachten. Auch Niko war draußen. Er hatte dabei den Zuflug der Schädlinge in den Rapsbeständen im Fokus. Welche Hilfsmittel er verwendet und inwiefern sein Smartphone dabei als Glaskugel dient, verrät er hier.

Zu sehen sind einige Käfer und Fliegen, die sich in der Schale verirrt haben. Foto: privat

Zur Bestimmung der Käfer nutze ich die praktische Beschriftung auf der Seite der Schale oder eine „Agrar-Bestimmer-App“. Letztere vereint die Diagnose von Unkräutern, Krankheiten und Schädlingen und gibt einem Vorschläge für weitere Maßnahmen.

Im Lauf der nächsten Tage wird sich zeigen, ob eine Isektizidmaßnahme gegen die Käfer notwendig ist. Die Schadschwelle ist zwar schon überschritten, allerdings rechne ich damit, dass die tiefen Temperaturen von nachts bis zu -8° die Insektenpopulationen noch einmal etwas eindämmen wird. Und unnötig spritzen will keiner.

Ich hoffe jedenfalls, der Raps bleibt gesund. Genau wie Ihr, genau wie ich! Wir packen das #fuckcorona

Immer munter bleiben,

Niko

Wenn der Bekämpfungsrichtwert überschritten ist, hilft Dir das Insektizidmodul von Rapool dabei herauszufinden, welche Behandlung die Beste ist bzw., welches Insektizid überhaupt noch zugelassen ist. Wie es um den Schädlingszuflug in Deiner Region bestellt ist und ob der  jeweilige Bekämpfungsrichtwert bereits überschritten ist, erfährst Du beim Schädlingsmonitoring von Rapool. Mach auch Du mit und helfe dabei, den Bekämpfungserfolg von Schädlingen zu optimieren, „denn viele Augen sehen mehr…“. Unter allen Teilnehmern werden 10 Einheiten Rapssaatgut zur Aussaat 2020 verlost.

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