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Futtermischwagen befüllen

Futtermischwagen befüllen: Auf die Reihenfolge kommt es an!

Futtermischen ist einfach. Komponenten in den Wagen, Schnecke laufen lassen – fertig. Und dann selektieren die Kühe doch. Sechs Tipps, um genau das zu vermeiden.

Originalbeitrag von Markus Pahlke, agrarheute

Tipp 1:

Die Ladereihenfolge entscheidet über die Mischgenauigkeit. Grundsätzlich wird Langgut vor Kurzgut und trockenes Futter vor nassem eingefüllt, zum Beispiel Heu oder Stroh zuerst, dann trockene feine Komponenten, Konzentrate und Premixe, danach Grassilage, Maissilage, nasse Nebenprodukte und Flüssigkeiten zuletzt. Komponenten, die zerkleinert werden müssen, kommen zuerst, strukturschwache, feuchte Futtermittel am Ende. Ist die letzte Komponente im Wagen, wird noch mindestens 3 Minuten gemischt.

Tipp 2:

Kleinmengen, wie zum Beispiel Vitamin- präparate, sollte man nicht direkt in den Futtermischwagen geben, da sie nicht optimal verteilt werden. Besser ist das Einmischen in ein Premix oder ins Kraftfutter.

Tipp 3:

Für eine optimale Mischung darf die Ration nicht zu trocken, aber auch nicht zu feucht sein. Optimal für laktierende Tiere sind Trockensubstanzgehalte (TS-Gehalte) von 42 bis höchstens 50 Prozent. Ist die Ration zu feucht, kann man den TS-Gehalt senken, indem man einen Teil des Grundfutters durch Heu ersetzt oder den Anteil an Nassfutter (Biertreber, Nassschnitzel) mindert. Ist die Ration hingegen zu trocken, dann hilft die Zugabe von Wasser oder ein höherer Anteil an Nassfutter. Zu trockene Rationen lassen sich von Kühen gut selektieren.

Tipp 4:

Mit scharfen Messern auf den Schnecken und Gegenschneiden erreicht man ein schnelles Einkürzen des Futterguts und beugt dem Vermusen vor. Stumpfe Messer zerkleinern Heu und Stroh schlecht und verhindern damit auch, dass die Ration ordentlich gemischt wird. Der Einsatz von Gegenschneiden hängt stark vom Raufutter ab. Bei langem Futtergut, wie Rundballen, sind Gegenschneiden empfehlenswert.

Tipp 5:

Muss der Betrieb viele Rationen für kleinere Gruppen füttern (Trockensteher- und Jungviehrationen), ist der Mischwagen häufig nicht ganz gefüllt. Ein zu niedriger Befüllungsgrad kann aber nicht nur die Mischgenauigkeit verschlechtern, sondern auch das Futter vermusen.

Tipp 6:

Man sollte regelmäßig überprüfen, wie homogen die Ration tatsächlich ist. Dafür bietet sich die Schüttelbox an. Dafür nimmt man an verschiedenen Stellen (zum Beispiel am Beginn, in der Mitte und am Ende) des ausgetragenen Futters eine Probe und vergleicht sie hinsichtlich Teilchenlänge und Verteilung.

Den gesamten Beitrag sowie weitere spannende Artikel zu Technik, Pflanzenbau, Tierhaltung, Politik und Management liest du in der Augustausgabe von agrarheute.

Cover-agrarheute-August-2019

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