Was tun, wenn man auf einmal als DKMS-Spender in Frage kommt und einem fremden Menschen mit Blutkrebs das Leben retten kann? Für Fräulein Deere ist ist das ganz klar: helfen! Wie, erklärt Dir die Landwirtin auf Hofheld.

Fräulein Deere kämpft gegen den Blutkrebs

Was tun, wenn man auf einmal als DKMS-Spender in Frage kommt und einem fremden Menschen mit Blutkrebs das Leben retten kann? Für Fräulein Deere ist ist das ganz klar: helfen! Wie, erklärt sie Dir hier.

Julia Gillner alias Fräulein Deere, unsere Bloggerin!

Julia Gillner alias Fräulein Deere, unsere Bloggerin!

Hallo meine Lieben,

am Freitag habe ich von der DKMS einen Brief bekommen. Mein erster Gedanke war: „Hmmm, was wollen die jetzt von mir?“ Hab ihn dann aber aus purer Neugier gleich am Briefkasten aufgemacht. Und was lese ich da? Ich komme aufgrund besonderer beziehungsweise seltener Gewebemerkmale wahrscheinlich für eine Spende in Frage.

Mein erster Gedanke war „Euha krass, da kann ich vielleicht helfen“. Ein besonderes, aber auch ein zwiegespaltenes Gefühl: Jemand ist lebensbedrohend krank, aber ich kann ihm vielleicht helfen. Ohne viel Aufwand und Einschränkungen. Klar, es geht nicht ganz so einfach, wie mit Siloballenfolie auf Brustkrebs aufmerksam zu machen, aber schlimm ist es wirklich nicht.

Wisst ihr wie eine Spende zur Bekämpfung von Blutkrebs ab läuft? Es gibt prinzipell zwei Arten. Zum einen die Periphere Stammzellspende, zum anderen die Knochenmarkspende.

Periphere Stammzellspende

In ca. 80 Prozent der Fälle werden die Stammzellen aus der Blutbahn entnommen. Dem Spender wird über fünf Tage hinweg der Wachstumsfaktor G-CSF verabreicht. Dieses Medikament steigert die Anzahl der Stammzellen im peripheren Blut, die dann über ein spezielles Verfahren direkt aus dem Blut gewonnen werden. Die Spende dauert 4-8 Stunden an ein bis zwei aufeinanderfolgenden Tagen.

Knochenmarkspende

Bei dieser Methode wird dem Spender unter Vollnarkose mit einer Punktionsnadel aus dem Beckenkamm (nicht Rückenmark!) Knochenmark entnommen. Hierbei genügen in der Regel zwei kleine Einschnitte im Bereich des hinteren Beckenknochens. Die dabei entstehenden Wunden sind so klein, dass sie nur mit wenigen Stichen oder oft überhaupt nicht genäht werden müssen und rasch verheilen. Bei der Knochenmarkspende beschränkt sich das Risiko im Wesentlichen auf die Narkose. Aus dem Beckenkamm werden ca. 5 Prozent des Knochenmarks entnommen.

Meine Cousine hat schon einmal mit einer peripheren Stammzellspende einem Menschen das Leben gerettet und falls ich wirklich in Frage kommen sollte, werde ich das ohne zu Zögern auch machen. Man ist auch ganz leicht registriert: einfach hier überprüfen lassen und sich ein Set zu schicken lassen. Mund auf, Stäbchen rein und Spender sein. Tut nicht weh, kostet nichts und kann gegenfalls Leben retten.

Wusstet ihr schon…?

1) Alle 15 Minuten erhält ein Patient in Deutschland die Diagnose Blutkrebs.
2) Nur ein Drittel aller Blutkrebspatienten findet innerhalb der Familie einen passenden Spender.
3) Jeder zehnte Blutkrebspatient sucht vergeblich einen passenden Spender.

Deshalb würde ich mich sehr freuen wenn ihr euch, falls noch nicht getan, als Spender registiert. Hat jemand von euch vielleicht sogar schon mal Stammzellen gespendet?

Liebe Grüße,
Fräulein Deere

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