In der Presse wurde viel über die Proteste der Landwirte in den deutschen Städten berichtet. Doch der Bayerische Rundfunk hat einen Gesprächsbeitrag mit falschen Aussagen ausgestrahlt. Das hat Fräulein Deere so geärgert, dass sie dem Bayerischen Rundfunk einen Brief geschrieben hat.

Brief an den Bayerischen Rundfunk

Die Presse hat viel über die Proteste der Landwirte in den deutschen Städten berichtet. Doch der Bayerische Rundfunk hat einen Gesprächsbeitrag mit falschen Aussagen ausgestrahlt. Das hat Fräulein Deere so geärgert, dass sie einen Brief geschrieben hat.

Biolandwirtin Julia alias Fräulein Deere aus Bayern.

Biolandwirtin Julia alias Fräulein Deere aus Bayern.

Hallo meine Lieben,

Der 22.10.2019 war ein ganz besonderer Tag, in ganz Deutschland haben sich Landwirte zusammen getan und in mehreren großen Städten protestiert. Selten war der Zusammenhalt innerhalb der Landwirtschaft größer als an diesem Tag.

In der Presse wurde viel über die Proteste der Landwirte in den deutschen Städten berichtet. Doch der Bayerische Rundfunk hat einen Gesprächsbeitrag mit falschen Aussagen ausgestrahlt. Das hat Fräulein Deere so geärgert, dass sie dem Bayerischen Rundfunk einen Brief geschrieben hat.

Viele Landwirte sind mit ihren Traktoren in die Städte gefahren. Foto: Motitz Pabst

Umso mehr hat mich der Gesprächsbeitrag in der Rundschau um 18.30 Uhr im Bayrischen Rundfunk geärgert. Es hat mich so empört, dass ich mich an den Computer gesetzt habe und folgenden Brief geschrieben.

Sehr geehrter Herr Wilhelm, sehr geehrte Rundfunkbeiratsmitglieder, Mein Name ist Julia Schmid, ich bin Landwirtin und bewirtschafte zusammen mit meinem Mann, einen Biolandbetrieb in Niederbayern. Gestern sind über 10.000 Landwirte in vielen deutschen Städten zusammengekommen um ihren Unmut kundzutun. Wir sind mit vielen Traktoren in die Städte gekommen um uns Gehör zu verschaffen. Es war weder unser Ansinnen über die Verbraucher zu schimpfen oder dem Glyphosat „hinterher zu trauern“ sondern der Wunsch, dass nicht über unseren Kopf hinweg Entscheidungen getroffen werden. Wir Landwirte haben uns ohne jegliche Verbände und Branchen übergreifend organisiert. Noch nie war der Zusammenhalt unter den Landwirten in Deutschland besser. Während dem ganzen gestrigen Tag waren die meisten Verbraucherreaktionen wohlgestimmt. Ebenso sind die Pressestimmen zum großen Teil positiv berichtend. Umso mehr hat mich das Interview mit Frau Schneider, ihrer „Unser Land“ Redakteurin geärgert. Ein Gespräch, dass fernab jeden guten Geschmacks und (fachlicher) Richtigkeit gelaufen ist. Hat Frau Schneider je mit „Land schafft Verbindung“ Kontakt gehabt? Woher bezieht Frau Schneider die Informationen für ihre Behauptungen? Mit am meisten Unmut verursacht ihre wohl wissentliche Falschaussage, dass keine Biobauern unter den Demonstranten waren da diese die Anliegen nicht unterstützen beziehungsweise auf der Gegendemo in Strassburg waren. Ein solches Interview kippt nur Öl ins Feuer und treibt einen Keil zwischen die Landwirte sowie zwischen Landwirte und Verbraucher. Ich bitte Sie um Stellungnahme zu dem Gesprächsbeitrag und freue mich auf ihre Antwort. Mit freundlichen Grüßen Julia Schmid

Bis Dato habe ich vom Rundfunkbeirat noch kein Antwortschreiben bekommen. Sollte ich Antwort bekommen werde ich euch sofort unterrichten. Ich bin sehr gespannt.

Liebe Grüße Eure Fräulein Deere

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