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Ferkelkastration: Alle Infos auf den Punkt gebracht

Der Ausstieg aus der betäubungslosen Ferkelkastration bleibt ein Streitthema. Das neue Web-Dossier aus unserem Verlag informiert über die Hintergründe und gewährt Dir einen Einblick in die Diskussionsrunde von Experten.

Die Zeit drängt: Der Ausstieg aus der betäubungslosen Ferkelkastration bewegt viele Gemüter – auch in der Talkrunde, die agrarheute zu diesem Thema organisiert hat. Dabei diskutierten Prof. Dr. Thomas Blaha, Prof. Dr. Dr. Michael Kühne, Dr. Heinz Schweer, Dr. Bianca Lind und der Schweinehalter Gerhard Langreiter über die Kastration der Ferkel.

Die Aufzeichnung der agrarheute-Talkrunde zur Ferkelkastration findet Ihr hier. Weitere Informationen und Meinungen zum Thema haben die dlv-Fachredakteure von agrarheute zusammen mit dem Bayerischen Landwirtschaftlichen Wochenblatt und der LAND & Forst in einem Online-Dossier zusammengestellt.

Ferkelkastration: Uneinigkeit unter den Experten

„Wir müssen die Fakten akzeptieren: Die lokale Anästhesie ist für die Kastration noch nicht zugelassen“, sagt Prof. Dr. Dr. Michael Kühne in der Expertenrunde. Zudem sei vom Gesetzgeber eine völlige Schmerzausschaltung gefordert, die beim sogenannten 4. Weg noch nicht belegt werden konnten. Hier müsse weiter geforscht werden, erklärt er.

Prof. Dr. Thomas Blaha betont: „Der 4. Weg ist nicht zugelassen. Allerdings haben wir drei Alternativen, die zugelassen sind und weniger belastend für das Tier.“ In erster Linie müsse man sich die Frage stellen, wie es dem Tier geht. Die nächsten zwei Jahre müssten dafür genutzt werden, die drei Alternativen in der Breite einzuführen und in der Praxis umzusetzen, sagt er. Er sieht dabei die Immunokastration als die tierschonendste Methode an. Zudem müsse bei der Inhalationsnarkose der Anwenderschutz beachtet werden.

„Bei der ganzen Diskussion dürfen wir nicht die einzelnen zugelassenen Methoden gegenseitig schlecht machen“, mahnt Dr. Bianca Lind. Es gäbe derzeit noch keinen Goldstandard für die Ferkelkastration. Vielmehr müssten sich die Betriebe die für sie passende Methode auswählen.

Dr. Heinz Schweer sieht bei den verschiedenen Methoden keine Probleme, wenn die Kunden am Markt das Fleisch gleich bewerten würden. „Doch es fällt immer wieder auf, dass das Endprodukt Fleisch aufgrund der verschiedenen Kastrationsmethoden unterschiedlich am Markt bewertet wird. Solange dies der Fall ist, werden wir die vom Markt bevorzugte Variante verstärkt unterstützen. Trotzdem werden wir grundsätzlich alle Kastrationsmethoden akzeptieren.“

Ferkelkastration: Diskutiert mit!

„Ab kommendem Herbst setze ich gemeinsam mit unserem Hoftierarzt die lokale Betäubung mit Procain für die Kastration um“, sagt Schweinehalter Gerhard Langreiter in der Expertenrunde. Er sieht in der lokalen Anästhesie die schonendste Methode für die Jungtiere.

Was ist Eure Meinung zum Thema Ferkelkastration? Wie werdet Ihr mit Euren männlichen Ferkeln in knapp zwei Jahren umgehen: Ebermast, Immunokastration, Inhalationsnarkose oder doch das Kastrieren unter lokaler Betäubung?

Informiert Euch in dem Online-Dossier zum Thema und diskutiert in der Facebook-Gruppe „Ferkelkastration in Deutschland“ mit!

Weitere spannende Fachthemen findest Du auf agrarheute.com und in der aktuellen Ausgabe von agrarheute.

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