Die Vorbereitungen für den Fasching laufen bereits. Die ersten Faschingswägen werden schon gebaut. Doch damit der Spaß nicht am Prüfer scheitert, geben wir Tipps für den Bau der Wägen.

Faschingswagen: Tipps zum Bau

Die Vorbereitungen für Fasching und Karneval laufen bereits. Die ersten Wagen werden schon gebaut. Doch damit der Spaß nicht am Prüfer scheitert, geben wir Tipps für den Bau.

Originalbeitrag von Bernd Feuerborn, agrarheute.

Karneval, Fasching, Fastnacht – die fünfte Jahreszeit hat viele Namen, ist in allen Regionen jedoch gleich wichtig. Brauchtum verbindet die Menschen und schafft Lebensqualität. Auch viele Junglandwirte kosten die närrische Zeit voll und ganz aus und beteiligen sich an Umzügen und Paraden mit selbstgebauten Wagen. Damit diese beim Prüfingenieur nicht durchfallen, gibt David Roos, amtlich anerkanter Sachverständiger für den Kraftfahrzeugverkehr und Fastnacht-Fan, Tipps.

Die Treppe

„Aus meiner statistischen Analyse zu Unfällen mit Brauchtumsfahrzeugen geht hervor, dass in den vergangenen zehn Jahren etwa die Hälfte der entstandenen Personenschäden auf Stürze zurückzuführen ist. Dabei handelt es sich um Stürze auf den Brauchtumsfahrzeugen, Stürze von den Brauchtumsfahrzeugen und Stürze beim Auf- und Absteigen“, sagt David Roos.

Die Vorbereitungen für den Fasching laufen bereits. Die ersten Faschingswägen werden schon gebaut. Doch damit der Spaß nicht am Prüfer scheitert, geben wir Tipps für den Bau der Wägen.

Der Aufstieg muss mindestens 60 cm breit sein. Die erste Stufe ist maximal 40 cm hoch. Foto: Feuerborn

Deshalb legt der Prüfer Wert auf die Treppe. „Am besten ist sie hinten, hat eine Breite von 60 cm und die erste Stufe ist nicht höher als 40 cm.“ Für einen gefahrlosen Aufstieg gibt es rechts und links noch einen Handlauf.

Die Brüstung

Sehr wichtig ist die Brüstung: Sie sollte 1 m hoch und sehr stabil sein. Wer schon mal gesehen hat, wie stark die Anhänger schwanken, wenn die Teilnehmer oben schunkeln, versteht diese Vorgabe. Deshalb schaut Prüfer David Roos immer genau hin, ob der Aufbau fest mit dem Anhänger verbunden ist. Wichtig ist, dass der Aufbau nicht nur hoch genug ist. Er muss auch stabil genug sein, um eine feierwütige Truppe auszuhalten.

Die Vorbereitungen für den Fasching laufen bereits. Die ersten Faschingswägen werden schon gebaut. Doch damit der Spaß nicht am Prüfer scheitert, geben wir Tipps für den Bau der Wägen.

Die Brüstung muss mindestens 100 cm hoch sein. Bei Kindern oder sitzenden Personen reichen 80 cm. Foto: Feuerborn

Die Radabdeckung

„Eine weitere Gefahrenquelle bei Umzügen ist das Überrollen“, sagt David Roos. „Rund jeder vierte Personenschaden entstand durch Überrollen beziehungsweise Überfahren von ungeschützten Verkehrsteilnehmern. In neun von zehn Fällen handelte es sich hierbei um Begleitpersonen, die als Sicherungsposten eingesetzt waren.“

Die Vorbereitungen für den Fasching laufen bereits. Die ersten Faschingswägen werden schon gebaut. Doch damit der Spaß nicht am Prüfer scheitert, geben wir Tipps für den Bau der Wägen.

Optimalerweise werden die Räder beim Bau abgedeckt. Die Verkleidung darf die Lenkfähigkeit jedoch nicht einschränken. Foto: Feuerborn

Deshalb sollten die Wagenbauer schauen, ob sie die Räder beim Bau nicht abdecken können. Allerdings darf die Verkleidung die Lenkfähigkeit des Fahrzeugs nicht einschränken. Besonders gefährlich ist der Bereich der Deichsel, zwischen Zugfahrzeug und Anhänger. An diese Gefahr sollten die Organisatoren von Faschingswagen denken und nur entsprechend geeignete Personen zum Absichern abstellen.

Bremsen und Co.

Die Vorbereitungen für den Fasching laufen bereits. Die ersten Faschingswägen werden schon gebaut. Doch damit der Spaß nicht am Prüfer scheitert, geben wir Tipps für den Bau der Wägen.

Gerade die Bremsen schaut sich der Prüfer genau an. Aber auch die Deichsel darf nicht verbogen sein. Foto: Feuerborn

Viele Vereine bauen ihre Wagen auf einem land- oder forstwirtschaftlichen (lof)-Anhänger auf und ziehen diese mit Traktoren. Da die meisten landwirtschaftlichen Anhänger nicht zugelassen sind, werden sie auchnicht regelmäßig bei einer Hauptuntersuchung überprüft. Deshalb ist der Besitzer für
die Betriebssicherheit verantwortlich: Funktionieren Licht und Bremse? Sind die Reifen in Ordnung und haben sie ausreichend Luft? Wird das zulässige Gewicht durch den Aufbau nicht überschritten? Für die Auswahl ist es unerheblich, ob der Anhänger auflaufgebremst ist oder eine Druckluftbremse hat.

Im Video erklärt David Roos genauer, worauf es beim Einsatz und Umbau von landwirtschaftlichen Maschinen zu achten gilt. Auf agrarheute.com findest du eine Checkliste mit allen wichtigen Punkten, die einzuhalten sind.

Den gesamten Beitrag sowie weitere spannenden Beiträge aus den Bereichen Pflanze, Technik, Politik, Managament, Markt und Land und Leben findest Du in der aktuellen Ausgabe der agrarheute.

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