Dine von den Mecklenburger Landfrauen hat den ersten Teil der Ernte 2020 erfolgreich abgeschlossen. Dabei kam es allerdings leider immer wieder zu Begegnungen mit unwissenden Mitbürgern. Um aufzuklären, macht sie unter anderem beim Projekt "Ernte in Gefahr" mit.

Ernte in Gefahr

Wenn Dine von den Mecklenburger Landfrauen auf dem Feld unterwegs ist, wird sie immer wieder von unwissenden Mitbürgern angefeindet. Um aufzuklären, macht sie unter anderem beim Projekt „Ernte in Gefahr“ mit.

Die Mecklenburger Landfrauen Laura, Lea und Nadine.

Die Mecklenburger Landfrauen Laura, Lea und Nadine.

Moin Leute, hier Dine von den Mecklenburger Landfrauen!

Jeder aus der Landwirtschaft kennt sie, die schönste Jahreszeit eines Bauern: die Ernte.🌾 Meine persöhnlichen Erntehighlights dieses Jahr könnten nicht unterschiedlicher sein. Das Schönste Gefühl ist immer, das zu schaffen, was man sich vornimmt und darüber hinaus, dies am besten reperaturfrei ohne Zwischenvorkommnisse. So gestaltete sich das Kornabfahren der ersten Tage sehr gut, wenn da nicht manch ein „netter“ Mitbürger wäre.

Ob wildes Gestikulieren mit unangemessenen Zeichen oder lautstarke Beleidigungen vom Feldrand: manche Menschen können sich wohl nicht anders Ausdruck verleihen, über die „bösen“ Landwirte, die nur Lärm und Staub verbreiten können. Ihre Pools an der Ackerkante könnnen sie aufbauen, aber nicht den Aushang im Dorf „Achtung Ernte “ beachten, anhand dessen man darauf schließen könnte, dass es wieder los geht … wie jedes Jahr. Immerhin gibt es 1a Abdeckmöglichkeiten für Pools jeder Form und Farbe etc.😉🤫 Daher meine Bitte an jeden Landwirt und nicht-Landwirt: informiert Euch, damit man solche Situationen vermeiden kann. Liebe Dorfbürger bitte habt Verständnis, wenn es mal etwas länger geht oder es staubt, denn wir produzieren Euer Essen und Trinken!

Dine von den Mecklenburger Landfrauen hat den ersten Teil der Ernte 2020 erfolgreich abgeschlossen. Dabei kam es allerdings leider immer wieder zu Begegnungen mit unwissenden Mitbürgern. Um aufzuklären, macht sie unter anderem beim Projekt "Ernte in Gefahr" mit.

Dine liebt die Arbeit auf den Feldern. Foto: Nadine Götz

Es ist eigentlich ganz einfach. Jede Frucht, die wir ernten, ob Raps, Braugerste, Weizen oder Mais, hat einen individuellen und optimalen Erntezeitpunkt der von der Kultur und der jeweiligen Sorte wie auch von den Klimabedingungen und vom Bodenbett mit der vorausgegangen Bearbeitung abhängig ist. So ist entscheidend in welchem Reifestadium zb. ein Ponticus E-Weizen grade steckt und wieviel Prozent Feuchtigkeit sich noch in seinen Körnern verbirgt (auch das weicht von Feld zu Feld ab). Dies kann je nach Wetterlage variieren.

Und so kommt es eben, dass wir Bauern teilweise erst zur Mittagsstunde aufs Feld zum Dreschen kommen, wenn das Korn in der Früh zu viel Feuchtigkeit enthält. Dafür ist es aber bis Abends um 24 Uhr noch trocken genug für den Abdrusch. Und wenn für die Folgetage Regen angekündigt ist, ist oberste Priorität, soviele Dezitonnen Körner sicher einzufahren, wie nur möglich.

Dine von den Mecklenburger Landfrauen hat den ersten Teil der Ernte 2020 erfolgreich abgeschlossen. Dabei kam es allerdings leider immer wieder zu Begegnungen mit unwissenden Mitbürgern. Um aufzuklären, macht sie unter anderem beim Projekt "Ernte in Gefahr" mit.

Das Projekt „Ernte in Gefahr“ klärt auf, was passiert, wenn man auf Pflanzenschutzmaßnahmen verzichtet. Foto: Nadine Götz

Auch nach der Ernte, wenn wir mit unseren „bodenverseuchenden Spritzen“ (Zitat eines Verbrauchers) unseren Kulturen helfen fahren, wünsche ich mir, dass nicht-Landwirt erst mal nachfragen oder die aufgestellten Hinweise lesen, bevor ein Streitgespräch oder gar Ernsteres zwischen Bewohner und Landwirt zustande kommt. Am Ende des Tages möchte doch jeder von uns einen ruhigen Tagesausklang, im besten Falle mit einem gekühlten Bierchen, aus der Region 😉🌾

Wir haben zum Beispiel zum Veranschaulichen, was Pflanzenschutz bewirkt, auf ausgewählten Flächen auf Planzenschutzmaßnahmen jeglicher Art verzichtet. So kann sich jeder selbst ein Bild davon machen, ob er die Maßnahmen, die wir durchführen, sinnvoll hält, oder nicht. Wenn die Leute es nicht selber sehen, glauben sie es sowieso nicht 🙃 Beim dem Projekt „Ernte in Gefahr“ sieht man, wo nicht gespritzt oder auf Bodenbearbeitung verzichtet wurde.

LG vom Feld,

Eure Dine von den Mecklenburger Landfrauen

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