Endlich Käse aus der eigenen Käserei

Der lange Weg zur eigenen Käserei ist endlich geschafft. Welche Hürden sie zu meistern hatte und was nun alles in ihrem Marktwagen erhältlich ist, lest Ihr hier.

Friderike bloggt aus Niedersachsen über Käse, Kühe und Kinder.

Friderike bloggt aus Niedersachsen über Käse, Kühe und Kinder.

Hallo Hofhelden,

lange hat es gedauert, aber endlich ist meine eigene kleine Käserei fertig! Vor etwa 2 Jahren fingen die Planungen an. Damals habe ich einen Kurs beim „Verband für handwerkliche Milchverarbeitung“ gemacht. Nach diesem kurzen Einblick wurde der Wunsch nach einer eigenen Produktion immer größer.

Von Anfang an stand jedoch fest: die Käseproduktion bleibt erst mal ausgelagert bei der mobilen Käserei. In meiner eigenen Käserei möchte ich mich auf die sogenannten Frischeprodukte spezialisieren.

Dies umfasst z.B. Trinkmilch, Joghurt, Quark und Frischkäse. Mit diesen Produkten kann ich mein Sortiment wunderbar ergänzen und mein Angebot auf den Märkten vergrößern.

Der Schwerpunkt in der eigenen Käserei liegt auf den Frischeprodukten. Quelle:Tecklenburg

Auf den Weg machen

Nun begann der lange Weg mit Gespräche mit der Landwirtschaftskammer, dem Veterinäramt und einem Architekten. Da wir viel selber gemacht haben, hatten wir immer mal wieder Baustopps; bedingt durch andere Arbeiten auf dem Betrieb.

Immer mal wieder mussten wir aber auch auf Ämter und Behörden warten. So wartete habe ich 3 Monate auf meine Steuer ID, die ich dafür brauchte, meinen Pasteur aus dem Ausland zu kaufen. In dieser Zeit musste ich meine Kunden vertrösten, doch nun kann es endlich losgehen. Die Schlussabnahme vom Bauamt und vom Veterinäramt ist da und ich darf offiziell meine eigenen Produkte verkaufen.

Hofmilch jetzt auch auf dem Marktwagen. Quelle: Tecklenburg

Endlich ein großes Sortiment

Nun kann ich am Sonntag meinen ersten großen Markt mit großem Sortiment beliefern. Auf meinen Wochenmärkten habe ich das Anfangssortiement mit Trinkmilch, Naturjoghurt und Fruchtjoghurt sowie Kakao schon präsentiert und die Kunden sind begeistert. Bald möchte ich auch Frischkäse und Quark anbieten.

Doch erst muss sich vieles einspielen: wann produziere ich, wie viel muss ich produzieren, was fragt der Kunde nach. Ganz abgesehen davon, dass es dem Kunden ja auch schmecken muss.

Auch die Frage nach der Verpackung ist ein schwieriges Thema. Der Kunde wünscht sich am liebsten Mehrweg-Glasverpackungen, dies kann ich in meinen Räumlichkeiten aber nicht reinigen und kann es daher nicht anbieten.

Somit ist der ganze Prozess noch lange nicht beendet, es wird immer wieder etwas verändert und umgestellt, bis alles passt und die Kunden und ich zufrieden sind.

Natur- und Fruchjoghurt kaufen die Kunden gerne. Quelle: Tecklenburg

Von ganzem Herzen

Im Moment bin ich einfach nur unfassbar froh, endlich meine eigenen Produkte herzustellen und zu hören, wie gut es meinen Kunden schmeckt.

Damit schließt sich für mich ein Kreis, von der Urproduktion direkt bis zum Endverbraucher. Dieser Weg ist über die Jahre mit dem Einzelhandel und anderen Zwischenstationen immer länger geworden und hat zur derzeitigen Situation beigetragen, dass die Kunden das Vertrauen zu uns Landwirten verloren haben.

Ich halte Euch auf dem Laufenden, wie es bei mir weitergeht,

Eure Friderike

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