Normalerweise ist Mara häufig ehrenamtlich unterwegs. Doch wegen Corona sind viele Veranstaltungen abgesagt oder finden online statt. Deshalb ist Mara nun viel zu Hause und lernt ihren Beruf in der Natur noch mehr zu schätzen.

Ehrenamt in Zeiten von Corona

Normalerweise ist Mara häufig ehrenamtlich unterwegs. Doch wegen Corona sind viele Veranstaltungen abgesagt oder finden online statt. Deshalb ist Mara nun viel zu Hause und lernt ihren Beruf in der Natur noch mehr zu schätzen.

Mara, die stellvertretende Bundesvorsitzende des BDL.

Mara, die stellvertretende Bundesvorsitzende des BDL.

Liebe Hofheld-Leser,

wie Ihr wisst, bin ich eigentlich jede Woche ehrenamtlich unterwegs, vor allem für den Bund der Deutschen Landjugend (BDL). Seit Anfang März ist aber auch hier vieles anders.

Hatten wir unsere monatliche Bundesvorstandssitzung Anfang Februar noch wegen Orkan Sabine via Telefon abgehalten, war das – heute betrachtet – wie ein Vorbote für die aktuelle Lage. Anfang März hatten wir noch unseren Parlamentarischen Abend in Berlin, aber seit Mitte März haben wir uns hier komplett auf die digitale Technik verlagert. Wir hatten eh geplant, in mehreren Schritten eine Cloud einzurichten. Wegen Corona ging das nun etwas „holterdiepolter“ und aktuell arbeiten wir hier mit Microsoft Teams.

Dazu testen wir immer wieder verschiedene Tools für unsere Zusammenarbeit innerhalb des Ehrenamts und auch mit der Geschäftsstelle. So kam es, dass sich die neuen Apps auf Handy und PC häufen und die Reisetätigkeit auf Null zurückging. Aktuell ist es auch so, dass sich all unsere Mitarbeiter aus der Geschäftsstelle im Homeoffice befinden und viele auch hier den Spagat zwischen Arbeit, Kinder sind zuhause und neuem Alltag managen müssen.

War es zu Beginn noch etwas aufregend, mit schnellen gesetzlichen Änderungen und zum Teil auch mit technischen Herausforderungen verbunden, haben wir uns jetzt ganz gut eingearbeitet. Am vergangenen Wochenende (25. April) haben wir auch unsere Bundesmitgliederversammlung digital abgehalten. Dank einer gesetzlichen Änderung dürfen wir jetzt sogar offizielle Beschlüsse fassen, auch wenn unsere Satzung das so nicht vorsieht. Eigentlich wären jetzt auch Wahlen angestanden, die haben wir jedoch von der Tagesordnung genommen. Das hat bei uns jetzt zur Folge, dass unser Bundesvorsitzender, der nun nicht mehr zur Wahl steht, plötzlich noch länger im Amt ist. Wann wir neu wählen? Das wissen wir selbst noch nicht genau und es hängt davon ab, wann Versammlungen wieder erlaubt sind.

Natürlich sind nicht nur unsere BDL-Termine von Corona betroffen. Wären eigentlich im März auch noch Sitzungen des Deutschen Weinbauverbandes gewesen, so wurden diese nun auch via Zoom abgehalten. Hier zeigt sich für mich deutlich: Zoom-Calls können genutzt werden, um Infos auszutauschen und mit bis zu rund zehn Personen zu diskutieren. Alles, was in der Personenanzahl darüber hinausgeht oder wenn der Termin eigentlich als Workshop geplant war: Da wird es schwer! Hier ist dann ein persönliches Treffen deutlich von Vorteil, denn „kurze Kommentare zwischendrin“, Mimik und Gestik sind nicht zu unterschätzen. Natürlich gilt das auch für alle anderen Apps mit diesem Angebot.

Gerade vor ein paar Tagen haben wir mit einer kleine Gruppe anderer JungwinzerInnen einen Call gemacht. Hier war das auch ein gutes Format für einen lockeren Austausch, dem jeder nach Feierabend beiwohnen konnte und ein Glas Wein konnte man dabei auch noch genießen … Ebenso hatten wir vom Bundesvorstand mit den Landesvorsitzenden der Landesverbände auch einen lockeren Call. Natürlich wäre das Format auch vor Corona schon möglich gewesen, jetzt plötzlich macht man es aber. Cool!

Nach nun rund einem Monat „Corona-Zustand“ muss ich aber auch dazu sagen, dass ich begeistert bin, wie schnell etwas gehen kann, wenn es geschaffen werden muss! Auch hier bei uns auf dem Weingut wurden alle Weinmessen etc. abgesagt, was dafür sorgt, dass ich selbst noch mehr zuhause bin. Das Leben wurde entschleunigt, einkaufen gehen wird zum Tageshighlight und ich lernen meinen Beruf in der Natur immer noch mehr schätzen!

Natürlich gibt es auch Momente des Lagerkollers und es tut mir wirklich sehr leid, dass wir den Deutschen Landjugendtag, der Mitte Juni in Wacken geplant, war, auch absagen mussten. So viel Liebe und Hingabe wurde seit eineinhalb Jahren in die Vorbereitung gesteckt und dann kam Corona. Das gilt natürlich auch für so viele andere Veranstaltungen und ich hoffe sehr, dass schon geleistete Arbeit vielleicht für die nächste Ausgabe des Events übernommen werden kann.

Bis dahin wünsche ich mir, dass wir uns alle weiterhin verantwortungsvoll an die Maßnahme zur Virus-Eindämmung halten und uns bald, bald wieder gesund und wohlbehalten persönlich zu all diesen Terminen, Sitzungen und dem netten Beisammensein danach treffen können!

Passt auch ihr alle auf euch auf & viele Grüße aus Ensingen,

Mara

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