• Home
  • /
  • Allgemein
  • /
  • Wenn man sich selbst zu sehr unter Druck setzt
Brina dufte auf ihrem Ausbildungsbetrieb einen Zubringer fahren. Allerdings hatte Brina etwas Angst davor und hat sich selbst ziemlich unter Druck gesetzt. Sie erzählt, was ihr gegen den Stress geholfen hat und warum es manchmal hilft, offen und ehrlich zu sein.

Wenn man sich selbst zu sehr unter Druck setzt

Brina dufte auf ihrem Ausbildungsbetrieb einen Zubringer fahren. Dabei hat sie sich aber selbst ziemlich unter Druck gesetzt. Sie erzählt, was ihr gegen den Stress geholfen hat und warum es manchmal hilft, offen und ehrlich zu sein.

Schäferin und Landwirtin Brina aus Hessen.

Schäferin und Landwirtin Brina aus Hessen.

Hey Hofhelden,

was fühlt Ihr, wenn es ums Güllefahren geht? Wahrscheinlich geht gerade den meisten das Herz auf, manche sind traurig. dass sie evtl. erstmal nichts mehr zu fahren haben und andere fühlen wie ich: werden nervös und haben auch Schiss vor dem, was kommen kann; vor allem wenn man die Flächen noch nicht kennt.

Ja, so ging es mir wirklich. Meine Aufgabe auf meinem Ausbildungsbetrieb war bzw. ist es, einen Zubringer zu fahren. Ich kannte/ kenne nicht alle Flächen, weiß nicht wie die Begebenheiten dort sind und habe Schiss davor, dass bei mir etwas kaputt geht und ich die gesamte Kette aufhalte. Schließlich sind es nicht wenig Kubikmeter, die wir fahren müssen.

Stress

Jap, den habe ich mir gemacht. Mir ging einfach verdammt viel durch den Kopf: Hoffentlich mache ich alles richtig! Frage ich zu viel? Sollte ich weniger fragen, um die anderen nicht zu nerven? Verdammt, muss ich das Fass hier um so eine enge Ecke schieben, ich kann das doch noch nicht so gut … Jetzt stehe ich mitm Fass schon wieder zu weit vom Schlauch weg und muss nochmal rückwärts, was das schon wieder Zeit kostet. Ich muss schneller fahren, sonst muss der Ausbringer so lange warten.

Ja, ich weiß das ich die Ausbildung mache, um zu lernen, aber ich wollte alles richtig machen und hatte das Gefühl, dass mir ständig Fehler passieren. Abends habe ich mir Gedanken gemacht, was am nächsten Tag alles passieren könnte und ich dort falsch machen würde, gut schlafen konnte ich nicht.

Offen und ehrlich sein, auch mal das Herz ausschütten

Meine Ausbilder haben gemerkt, dass es mir nicht gut geht und mit mir gesprochen und vor allem zugehört. Sie haben gemerkt was für einen Stress ich mir mache, ich habe wenig gegessen und auch wenig gelacht. Sie haben mir Mut gemacht und den Druck, den ich mir gemacht habe ein wenig raus genommen. Dafür bin ich dankbar, auch wenn ich mir immer noch Gedanken mache.

Seit dem Gespräch läuft es auch ehrlich gesagt besser und eine wichtige Sache habe ich gelernt: Ich kann, wie mit meinen Ausbildern im ersten Lehrjahr, offen mit meinen Ausbildern sprechen, sie nehmen sich Zeit und hören zu, egal was man für Sorgen hat. Mein Fazit: Traut Euch und geht zu euren Chefs, die meisten werden Verständnis haben!

Das wär’s erstmal an dieser Stelle von mir, bleibt fit.

Eure Brina

 

Instagram-LogoFolge uns auch auf Instagram und werde Teil der Hofheld-Community!

Schreibe einen Kommentar