Drei Tipps für das richtige Licht

Scheinwerfer können die Nacht zum Tag machen. Gerade im Winter sorgt gutes Licht für sicheres Arbeiten. Ihr wollt Eure Arbeitsscheinwerfer nachrüsten? Wir geben Tipps für die richtige Wahl.

1. Achtet beim Austauschen auf Stecker und Kabel

Beim Scheinwerfertausch lohnt sich ein Umstieg auf LED-Technologie. Dadurch steigen die Lichtintensität, die Effizienz und der Arbeitskomfort.

Habt Ihr einen Nahfeldscheinwerfer oder einen weitreichenden Arbeitsscheinwerfer? Optimal ist meist die Kombination von beiden Typen.

Am einfachsten geht das Austauschen, wenn die Scheinwerferhalterung und der Stecker bei alt und neu gleich sind. Dann braucht Ihr nur den Scheinwerfer zu tauschen und das Kabel wieder einzustecken.

Ist kein Stecker am Scheinwerfer oder am Kabel verbaut, könnt Ihr die Kabel mit Quetschverbindern anschließen. Auch ein Verlöten der Kabel ist eine gute Lösung. Achtet auf eine wasserdichte Verbindung. Verwendet hierfür Schrumpfschläuche.

2. Spart clever Strom

Im Vergleich zu Halogen-Leuchtkörpern bieten LED-Scheinwerfer die bessere Lichtausbeute, sie halten länger und haben eine bis zu 130-fache Lebensdauer. Der Stromverbrauch ist deutlich geringer. So lassen sich LED-Scheinwerfer teilweise auch ohne Relais nur per Schalter anschließen. Dies hängt von der Leistungsaufnahme der Scheinwerfer ab.

Zudem ist die Lichtqualität besser. So habt Ihr ein helleres Arbeitsumfeld. Das Licht der LEDs ist dem Tageslicht sehr ähnlich und man ermüdet bei der Arbeit nicht so stark. Auch Farben kann man bei diesem Licht im Vergleich zum Halogenlicht besser unterscheiden.

Wenn Ihr bestehende Arbeitsscheinwerfer mit LED-Scheinwerfern ergänzt, installiert die Scheinwerfer immer paarweise. Dann ist die Ausleuchtung gleichmäßig.

3. Achtet auf die Qualität

Gute LEDs halten bis zu 60.000 Stunden. Für eine gleichmäßige Ausleuchtung ist ein hochwertiger Reflektor notwendig. Er reduziert das Licht im Nahbereich und die Lichtkonzentration nimmt mit der Entfernung zu.

Auch die Streuscheibe hat hohen Einfluss auf den Lichtaustritt. Sie sollte schlag- und kratzfest sein, damit Äste oder Ähnliches keinen Schaden anrichten.

Achtet auf ein gutes Thermomanagement. Nicht die Leuchtkörper werden bei den LED-Scheinwerfern warm, sondern die verbaute Elektronik, und die wird bei übermäßiger Hitze zerstört. Intelligente Scheinwerfer regeln die Leistung herunter, bevor elektronische Bauteile zerstört werden.

Achtet auf ein robustes, korrosionsfestes Gehäuse. Zu Anfang wurden die Gehäuse wegen der besseren Wärmeableitung aus Metall gefertigt. Zunehmend werden Gehäuse aus speziellem Kunststoff angeboten.

Die IP-Schutzklasse gibt an, wie gut der Scheinwerfer gegen Staub und Wasser geschützt ist. Beispiel: IP 6K6 bedeutet staubdicht und gegen starkes Strahlwasser geschützt. Je höher die Zahl, desto besser der Schutz.

Die elektromagnetische Verträglichkeit ist gerade bei modernen Landmaschinen mit viel Elektronik wichtig. Werden Radio- oder Telefonempfang gestört, sind die LED-Scheinwerfer nicht ausreichend abgeschirmt.

 

Und was bedeuten eigentlich Watt, Kelvin, Lumen, Lux und Neigungswinkel?

Watt: Maßeinheit für den Leistungsbedarf des Scheinwerfers.

Kelvin: Einheit der Farbtemperatur; je höher der Wert, desto tageslichtähnlicher (weißer) ist das Licht. Aber Werte über 7.000 K sind für das Auge zu grell und blenden.

Lumen: Gibt die Menge Licht an, die in alle Richtungen ausgestrahlt wird. Leider werden manchmal die theoretischen Lumen angegeben. Entscheidend sind jedoch die gemessenen.

Lux: Der Wert ist maßgeblich für die Ausleuchtung des Arbeitsbereichs. Diese Beleuchtungsstärke wird meist in Diagrammen aufgezeigt.

Neigungswinkel: Er gibt an, bei welchem Anbauwinkel der Schweinwerfer die beste Lichtausbeute bietet. Ein kleiner Neigungswinkel ist bei weitreichenden Scheinwerfern üblich; er wird eher waagerecht montiert. Ein Nahfeldscheinwerfer darf stärker geneigt montiert werden.

 

 

 

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