Digitales leicht erklärt

Auch in der Landwirtschaft steht die Digitalisierung stets im Fokus. Doch oft taumeln große Fragezeichen bei Begriffen wie Big Data, Cloud Storage oder Open-Source-Software über unseren Köpfen. Um ein paar davon platzen zu lassen, erklären wir kurz und knapp 17 davon.

Die Agrarbranche muss sich in Sachen Digitalisierung nicht verstecken – ganz im Gegenteil. Landwirte leisten auch auf diesem Feld Pionierarbeit. Ein paar Begriffe sollen im täglichen Umgang helfen.

Hardware:

Alle technischen Maschinenelemente und Geräte, die Teil des Computers sind. Hardware ist ohne die entsprechende Software nicht funktionsfähig.

Cloud Computing:

Unter Cloud Computing versteht man die Ausführung von Programmen, die nicht auf dem lokalen Rechner installiert sind, sondern auf einer zentralen Plattform. Diese werden aus der Ferne über das Internet aufgerufen. So müssen große Datenmengen nicht auf dem eigenen PC installiert sein, um sie zu nutzen.

Cloud-Storage:

Speicherplatz auf dem Server eines Cloud-Anbieters wie Dropbox, Apple (iCloud), Micorosoft (OneDrive), Google (Google Drive), Box.com; hat man eine Datei dort hochgeladen, kann man sie von jedem ans Internet angeschlossenen Computer abrufen. Das System dient der Online-Datenspeicherung, aber auch dem Austausch von Daten zwischen verschiedenen Personen. Der Zugriff ist mit dem Browser und mit Hilfe von Anwendungen (Apps) möglich.

Beacon:

Kleiner Sender, der per Bluetooth Daten an einen Empfänger in der Nähe versendet, beispielsweise Postion, Lage oder Druck.

App:

Softwareprogramm, das vornehmlich für die Anwendung auf dem Smartphone oder Tablet entwickelt wurde.

Crop-Sensor:

Optischer Sensoren zur Erfassung der Düngung und des Einsatzes von Wachstumsreglern; schätzt Stickstoffgehalt und -aufnahme indirekt über den Zusammenhang Licht-Chlorophyll/Biomasse-Pflanzenstickstoff.

Blockchain:

Eine Blockchain ist eine kontinuierlich erweiterbare Liste von Datensätzen, den sogenannten Blöcken, mit die untrennbar miteinander verkettet sind. Dabei bauen neue Blöcke auf den vorhergehenden auf und bestätigen diese als richtig, indem sie die Kenntnis der früheren Blöcke beweisen. So können Existenz oder Inhalt der früheren Blöcke weder manipuliert noch gelöscht werden ohne gleichzeitig alle späteren Blöcke ebenfalls zu zerstören, die die früheren bestätigt haben.

Database:

eine Datenbank, die riesige Datenmengen effizient und dauerhaft speichert und in der Lage ist, über Filter und unterschiedliche Darstellungsformen, Teile dieser Daten übersichtlich darzustellen, wie zum Beispiel Abonnentenverzeichnisse in Verlagen oder Personaldatenbanken in großen Firmen.

Cookies:

In einer kleinen Datei auf einem lokalen Computer abgelegte Daten einer Webseite, die den Benutzer des Rechners im Internet eindeutig identifizieren können. Darüber können zum Beispiel Informationen über sein Verhalten im Internet gespeichert werden. Cookies können von jedem Nutzer jederzeit gelöscht werden.

Farming 4.0 :

Dieser Begriff wurde vom Begriff Industrie 4.0 für die Landwirtschaft abgeleitet und beschreibt den Einzug der Internet-Kommunikation in die Landwirtschaft. Die ersten drei Revolutionen wurden durch die Mechanisierung, die Elektrifi zierung und schließlich die Digitalisierung gekennzeichnet. Die vierte und bisher letzte Revolution ist Farming 4.0.

Open Data:

Frei verfügbare und nutzbare, meist öffentliche Daten. Zum Beispiel werden Lehrmaterialien, Geodaten, Statistiken, Verkehrsinformationen etc. öffentlich zugänglich gemacht, um vorteilhafte Entwicklungen zu unterstützen und die Transparenz zu fördern.

Open-Source-Software:

Open-Source-Software wird oftmals von einer öffentlichen Gemeinschaft entwickelt und ist frei und öffentlich verfügbar. Sie folgt einem Konzept, nach dem die Programme mit ihrem Quellcode ausgeliefert werden und dieser von jedem eingesehen und verändert werden kann.

Data Mining:

Dieser Begriff steht für die Untersuchung von großen Datenmengen unterschiedlichster Art, um darin versteckte Muster, Zusammenhänge oder andere nützliche Informationen zu entdecken. Durch diese Informationen können Trends aufgedeckt oder aber auch höhere Umsätze oder Wettbewerbsvorteile generiert werden.

Server:

Server sind leistungsstarke, zentrale Computer, die über ein Netzwerk für andere Computer oder Programme ihre Ressourcen bereitstellen. So werden zum Beispiel Datenbanken zentral auf Servern abgelegt und verschiedene Computer können dann auf diese Datenbanken zugreifen.

Social Media:

Darunter versteht man digitale Medien und Technologien, die es den Nutzern ermöglichen sich untereinander auszutauschen und verschiedene Medien wie Texte, Bilder oder Videos zu erstellen und mit anderen Nutzern zu teilen, zum Beispiel Facebook, Instagram oder Snapchat.

Big Data:

Mit „Big Data“ werden große, komplexe und unterschiedliche Datenmengen und der Umgang mit diesen bezeichnet. Also alles, was die Erfassung und Verarbeitung, die Analyse und Auswertung, die Speicherung und vor allem die Nutzung dieser Datenmengen beinhaltet.

Netzwerk:

Ein Netzwerk ist ein System von mehreren Computern, die miteinander verbunden sind. Darüber können die Teilnehmer des Netzwerkes Datenbanken, Drucker, Internetzugänge usw. gemeinsam nutzen und über verschiedene Kommunikationswege gemeinsam kommunizieren.

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